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Nachrichten

05.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:05

Nachrichten von Freitag, 5. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

Wieder proteste gegen Polizeigewalt in den USA:

Wieder haben in New York tausende Menschen gegen Rassismus und übermäßige Polizeigewalt protestiert. Die Demonstranten besetzten im Stadtteil Manhattan ganze Straßen und die Brooklyn Bridge, um auf mehrere Fälle tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze aufmerksam zu machen. Über der Stadt kreisten Hubschrauber. Es blieb aber weitgehend friedlich. Schon am Vortag hatte es Proteste gegeben, nachdem sich eine so genannte Grand Jury im Fall Eric Garner gegen eine Anklage gegen den beteiligten weißen Polizisten entschieden hatte. Der schwarze unter Asthma leidende 43-jährige Garner war Mitte Juli an den Folgen eines Würgegriffs bei einem Polizeieinsatz in New York ums Leben gekommen. Aus Arizona wurde zudem ein neuer Fall bekannt: Dort erschoss ein weißer Polizist einen Schwarzen, weil er ihn für bewaffnet hielt.

Al-Kaida-Terroristen drohen mit Ermordung von US-Geisel :

Im Internet ist ein neues Drohvideo mit einer verschleppten US-Geisel aufgetaucht. Wie das auf die Auswertung islamistischer Internetportale spezialisierte US-Unternehmen Site mitteilte, handelt es sich bei der Geisel um den 33-jährigen Fotojournalisten Luke Somers, der im September 2013 in Jemens Hauptstadt Sanaa entführt wurde. Ein Terrorist der Al-Kaida-Islamisten auf der arabischen Halbinsel (Aqap) droht in dem Video der US-Regierung mit der Ermordung der Geisel binnen drei Tagen, wenn die gestellten Forderungen nicht erfüllt würden. Das Weiße Haus in Washington kennt nach eigenen Angaben das Video. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte, dass US-Soldaten und jemenitische Sicherheitskräfte sich kürzlich vergeblich um eine Befreiung des Fotojournalisten bemüht hätten. Somers sei an dem vermuteten Ort nicht mehr gewesen. Man habe allerdings bei dem Einsatz mehrere Geiseln anderer Nationalitäten befreien und retten können, erklärte Pentagonsprecher John Kirby.

Taifun "Hagupit" legt an Stärke zu :

Der mächtige Taifun "Hagupit" hat auf seinem Kurs Richtung Philippinen an Kraft zugelegt. Die staatliche Wetterbehörde warnt vor meterhohen Wellen an der Ostküste des Inselstaats. Sollte der Taifun auf seinem Kurs bleiben, trifft er am Samstag genau dort auf Land, wo Taifun "Haiyan" vor einem Jahr verheerende Verwüstungen angerichtet hatte. Sturmfluten überschwemmten die Küste in der Ost-Visayas-Region sowie in der Stadt Tacloban. 6300 Menschen kamen ums Leben. Die Sicherheitsvorkehrungen laufen nach Angaben der Lokalbehörden auf Hochtouren. Flüge und Fährverbindungen wurden gestrichen, Schulen sind geschlossen. Tausende Menschen wurden aus den Küstengebieten in Sicherheit gebracht.

Linke-Politiker Ramelow stellt sich der Ministerpräsidentenwahl :

Zweieinhalb Monate nach der Landtagswahl wird an diesem Freitag in Thüringen ein neuer Ministerpräsident gewählt. Mit Spannung wird erwartet, ob Bodo Ramelow bundesweit erster Regierungschef der Partei Die Linke wird. Das geplante Regierungsbündnis mit SPD und Grünen als Juniorpartner hat im Landtag eine Mehrheit von nur einer Stimme. Ramelow benötigt zur Wahl im ersten Durchgang die Stimmen aller rot-rot-grünen Abgeordneten. Erst in einem dritten Wahlgang reicht ihm die einfache Mehrheit. Rot-Rot-Grün hat 46 Sitze im Landtag, die bisher regierende CDU 34 und die neu eingezogene eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) 11. Am Donnerstag protestierten in Erfurt etwa 2000 Menschen lautstark gegen das Bündnis unter Führung der aus der SED hervorgegangenen Linkspartei.

Ungarn demonstrieren gegen Korruption :

Aus Protest gegen Korruption und Vetternwirtschaft der rechtskonservativen Regierung von Viktor Orban sind in Ungarn wieder mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen. Etwa 3000 Menschen zogen in Budapest vom Parlament zum Präsidentenpalast. Auf Transparenten und in Sprechchören forderten sie "Null Toleranz" für Korruption. Die Menge forderte abermals den Rücktritt der Leiterin der Finanzbehörde, Ildiko Vida. Die USA hatten ihr kürzlich wegen Korruptionsverdachts ein Visum verweigert. Vida weist die Vorwürfe entschieden zurück und lehnt einen Rücktritt ab.

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