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Nachrichten

05.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Das griechische Parlament hat Ministerpräsident Giorgos Papandreou noch einmal das Vertrauen ausgesprochen. In der Nacht zum Samstag stimmten 153 Abgeordnete für den geschwächten Regierungschef, 145 gegen ihn. Papandreou will nun umgehend mit der Opposition über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit verhandeln - ob er weiter Ministerpräsident bleibt, ist daher fraglich. Vor der Vertrauensabstimmung hatte der Regierungschef in einer emotionalen Rede für mehr Unterstützung und einen breiten politischen Konsens in der Schuldenkrise geworben. Das von den Euro-Ländern beschlossene Rettungspaket, das unter anderem einen Schuldenschnitt für Griechenland vorsieht, sei entscheidend für die Zukunft des Landes und müsse umgesetzt werden, sagte Papandreou. Die von der Opposition verlangten sofortigen Neuwahlen lehnte er ab. Wahlen könne es erst dann geben, wenn die internationalen Hilfen gesichert seien.

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Wegen möglicher Auswirkungen der griechischen Schuldenkrise auf den Bankensektor in Zypern hat die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Landes weiter herabgestuft. Die Note sei um zwei Stufen gesenkt worden, teilte die Agentur mit. Moody's begründete die Herabstufung mit dem hohen Griechenland-Engagement zyprischer Banken und deutete weitere Herabstufungen an. Die Verluste zyprischer Banken würden sich wegen des neu beschlossenen Schuldendeals für Griechenland verdoppeln und die Finanzinstitute im kommenden Jahr wahrscheinlich Staatshilfe benötigen, erklärten die Analysten. Die höheren Verluste machten es wahrscheinlicher, dass die Regierung mit Hilfen von einer Milliarde Euro eingreifen müsse.

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Weil die Regierung in diesem Jahr mehr Steuergeld zur Verfügung haben wird, als bislang angenommen, will die FDP für das Jahr 2013 geplante Steuersenkungen vorziehen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf hochrangige Parteikreise berichtet, wollen die Liberalen eine Senkung des Solidaritätszuschlags bereits zum 1. Januar 2012. Ohne grünes Licht für diesen Schritt wollten sie anderen strittigen Regierungsvorhaben die Zustimmung verweigern. Nach der jüngsten Prognose des Finanzministeriums fließen wegen des Wirtschaftswachstums in diesem Jahr 16,2 Milliarden Euro mehr in die Staatskasse als noch im Mai angenommen. Für 2012 veranschlagten die Steuerschätzer jetzt zusätzliche Einnahmen von 7,4 Milliarden Euro. Spitzenvertreter der Regierungskoalition wollen am Sonntag in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Lage verhandeln.

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Zuwanderern werden ihre im Ausland erworbenen Qualifikationen in Deutschland künftig leichter anerkannt. Der Bundesrat stimmte einem entsprechenden Gesetz zu, das der Bundestag verabschiedet hat. Danach wird künftig in einem bundesweit einheitlichen Verfahren geklärt, inwieweit ausländische Zeugnisse deutschen Berufsabschlüssen entsprechen. Nach Angaben der Bundesregierung könnten bis zu 300.000 Zuwanderer von dem neuen Gesetz profitieren. Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte, das Gesetz diene der Integration und könne dem Mangel an Facharbeitern entgegenwirken.

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Der Chef der linksgerichteten FARC-Rebellen in Kolumbien, Alfonso Cano, ist bei einem Militär-Einsatz ums Leben gekommen. Wie das Verteidigungsministerium in Bogota mitteilte, tötete die Armee Cano und weitere Guerillakämpfer in einem Gefecht im südwestlichen Departement Cauca. Cano führte die älteste Guerillagruppe Lateinamerikas seit 2008. Er hatte den Ruf eines Hardliners und wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht. Die FARC-Guerilla wurde 1964 gegründet. Ihr gehören nach Angaben der Regierung noch rund 8000 Kämpfer an, die vor allem in den Gebieten an den Grenzen zu Venezuela und Ecuador aktiv sind.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung längere Zeit heitere Abschnitte. Im Westen und Südwesten zeitweise wolkiger, aber trocken. Tagestemperaturen von elf Grad Celsius an der Ostsee bis 20 Grad im Südwesten. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag im Westen teils dichte Wolkenfelder. Im Süden und Osten nach Nebelauflösung sonnig. Die Temperaturen liegen zwischen elf Grad im Norden und 20 Grad im Süden.

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