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Langsam gesprochene Nachrichten

05.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:50

Nachrichten von Donnerstag, 5. Oktober 2017 – langsam gesprochen als MP3

Madrid und Barcelona im Katalonienstreit auf Konfrontationskurs:

Die spanische Zentralregierung lehnt Gespräche über die Unabhängigkeit Kataloniens weiter ab. Man werde über nichts Illegales verhandeln und keine Erpressung hinnehmen, teilte das Büro von Ministerpräsident Mariano Rajoy in Madrid mit. Gespräche werde es erst geben, wenn der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont auf den Boden des Gesetzes zurückgekehrt sei. Puigdemont hatte die Zentralregierung zuvor noch einmal zu Gesprächen aufgefordert. Jetzt sei der richtige Moment für eine Vermittlung, sagte er in einer Fernsehansprache. Allerdings halte seine Regierung an den Unabhängigkeitsbestrebungen fest. Scharfe Kritik übte Puigdemont an König Felipe VI. Der Monarch werde der vermittelnden und ausgleichenden Rolle eines Staatsoberhaupts nicht gerecht, kritisierte er mit Blick auf dessen Fernsehansprache vom Dienstag. Felipe habe die unnachgiebige Haltung der Regierung Rajoy übernommen. Laut Medienberichten will das Regionalparlament in Barcelona am Montag die Abspaltung von Spanien ausrufen.

 

Trump besucht Überlebende des Massakers von Las Vegas:

US-Präsident Donald Trump hat in Las Vegas Überlebende des Massakers sowie Hinterbliebene jener 58 Personen getroffen, die von dem Massenmörder Stephen Paddock am Sonntagabend erschossen worden waren. Trump lobte die große Professionalität der Hilfskräfte, ohne deren Einsatz sicher noch mehr Menschen getötet worden wären. Der Todesschütze hatte aus einem Hotel heraus das Feuer auf die Besucher eines Musikfestivals in der Casino-Stadt im Bundesstaat Nevada eröffnet. Das Motiv des Angreifers ist weiter unklar. Laut Polizei ist nunmehr bekannt, dass der 64-jährige Schütze die Tat seit längerem intensiv vorbereitet und ein riesiges Waffenarsenal angehäuft hat. Die Bundespolizei FBI befragte inzwischen die Lebensgefährtin des Attentäters. Ihr Anwalt erklärte anschließend, die 62-Jährige habe nichts von den Plänen für die Gewalttat gewusst. Sie habe auch keinerlei Anzeichen dafür wahrgenommen.

 

May ruft Tories zur Geschlossenheit bei Brexit-Prozedere auf:

Die britische Premierministerin Theresa May hat beim Parteitag der Tories die Unterstützung ihrer Partei für ihre Brexit-Politik eingefordert. Sie rief zum Abschluss der Parteitagung in Manchester dazu auf, sich zusammenzureißen und dem Land die Regierung zu geben, die es brauche. Sie wolle die Verhandlungen mit Brüssel über einen EU-Austritt zu einem guten Ergebnis führen, sei aber auch auf ein Scheitern vorbereitet. Innerhalb der Konservativen herrscht Uneinigkeit darüber, wie der Austritt aus der Europäischen Union erfolgen soll. So wirbt Außenminister Boris Johnson für einen harten Bruch. Die Premierministerin entschuldigte sich beim Parteitag auch für das schlechte Ergebnis ihrer Partei bei den Parlamentswahlen im Juni, bei denen die Tories ihre absolute Mehrheit im Unterhaus verloren.

 

UN-Ermittler haben Hinweise auf weiteren Giftgas-Angriff in Syrien:

UN-Ermittler haben nach eigenen Angaben Hinweise auf einen weiteren Giftgasangriff in Syrien. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen -OPCW- berichtete, bei einem Vorfall Ende März im Nordwesten des Landes seien etwa 70 Menschen durch das Nervengift Sarin verletzt worden. Dies habe die Analyse von Proben ergeben. Wenige Tage später wurden bei einem Giftgasangriff auf das ebenfalls im Nordwesten des Landes gelegene Dorf Chan Scheichun mehr als 80 Menschen getötet. In einem im September veröffentlichten Bericht hatten Ermittler der Vereinten Nationen erstmals das Regime von Präsident Baschar al-Assad für den Angriff verantwortlich gemacht.

 

AI wirft Europäern rechtswidrige Abschiebungen nach Afghanistan vor:

Amnesty International (AI) hat der EU und den Regierungen der einzelnen Mitgliedstaaten vorgeworfen, Menschen illegal nach Afghanistan abzuschieben. 2016 seien in dem Land knapp 11.500 Menschen bei Gewaltakten getötet oder verletzt worden, darunter zunehmend Frauen und Kinder. Die Zahl der Opfer liege so hoch wie seit 2009 nicht mehr, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Trotzdem seien im vergangenen Jahr aus der EU rund 10.000 Afghanen abgeschoben worden. Für 2017 sei eine weitere Verschlechterung der Lage in Afghanistan zu erwarten. Die Entschlossenheit der Europäer, dessen ungeachtet die Zahl der Abschiebungen zu steigern, sei rücksichtslos und ungesetzlich, kritisierte Anna Shea, zuständig für Flüchtlingsrecht bei AI.

 

Medien: Heynckes soll Bayern München bis Saisonende trainieren:

Laut einem Medienbericht wird Jupp Heynckes neuer Trainer des FC Bayern München. Der 72-Jährige soll den deutschen Rekordmeister bis zum Saisonende trainieren, berichtete die "Bild"-Zeitung. Der Verein bestätigte die Personalentscheidung bislang nicht. Heynckes hatte 2013 mit dem FC Bayern das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League gewonnen und wurde anschließend von Pep Guardiola abgelöst. Nach der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti am vergangenen Donnerstag war heftig über die Nachfolge spekuliert worden.

 

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