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Nachrichten

05.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Aus der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Erwin Sellering als klarer Sieger hervorgegangen und können zwischen zwei möglichen Koalitionspartnern wählen. Rechnerisch möglich sind sowohl die Fortsetzung der Koalition mit der CDU als auch ein Bündnis mit der Linkspartei. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt die SPD auf 35,7 Prozent der Stimmen, ein Plus von 5,5 Punkten. Die CDU verliert 5,7 Punkte und erhält 23,1 Prozent. Die Linke verbessert sich leicht auf 18,4 Prozent. Die Grünen legen deutlich zu und schaffen mit 8,4 Prozent der Stimmen den Einzug in den Landtag in Schwerin. Die FDP verliert 6,9 Punkte und scheitert mit nur noch 2,7 Prozent der Stimmen klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Die rechtsextreme NPD schafft mit sechs Prozent den Wiedereinzug in den Landtag. Nur 51,4 Prozent der rund 1,4 Millionen Wahlberechtigten beteiligten sich an der Abstimmung - ein Negativrekord für Mecklenburg-Vorpommern.

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In der Regierungskoalition in Berlin wächst die Sorge, dass das hochverschuldete Griechenland seine Reformzusagen nicht einhält und damit die Bemühungen um eine Rettung des Euro gefährden könnte. Außenminister Guido Westerwelle appellierte an die Regierung in Athen, bei ihren Bemühungen um die Haushaltskonsolidierung nicht nachzulassen. Er erwarte von Griechenland, dass es seine Hausaufgaben erledige, sagte Westerwelle dem "General-Anzeiger" in Bonn. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen forderte Anreize für Schuldenstaaten wie Griechenland, damit diese einen unpopulären aber notwendigen Sparkurs durchhielten. Die Gespräche der griechischen Regierung mit der EU, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds über die Sparpolitik sind jüngst ins Stocken geraten.

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EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso rechnet trotz der jüngsten Eintrübung der Konjunktur weiter mit einem moderaten Wirtschaftswachstum in Europa. Bei einem Besuch in Australien betonte Barroso, er erwarte keine Rezession. Die Europäische Union und der Euro seien stark und widerstandsfähig. Der Kommissionschef kam in Canberra mit der australischen Regierungschefin Julia Gillard und mehreren Ministern zusammen.

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Ungeachtet des Öl-Embargos der Europäischen Union und neuer Sanktionsdrohungen geht das syrische Regime weiter hart gegen Regierungsgegner vor. Aktivisten berichteten von Militäraktionen und Massenfestnahmen nahe der türkischen Grenze und im Osten des Landes. Dabei soll es erneut viele Tote gegeben haben. Die Gespräche der Europäer über weitere Strafmaßnahmen gegen die syrische Regierung würden fortgesetzt, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Frankreichs Außenminister Alain Juppé drohte damit, dass der Druck auf das Regime in Damaskus erhöht werden müsse, sollte Staatschef Baschar al-Assad keine Bereitschaft zu einem Kurswechsel erkennen lassen. Der Chef des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, Jakob Kellenberger, berät in Damaskus mit führenden Mitgliedern der Regierung darüber, seiner Hilfsorganisation die Versorgung insbesondere inhaftierter Regimegegner zu gestatten.

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Syrien erhält trotz EU-weiter Sanktionen noch Entwicklungshilfe aus Deutschland. Die Zusammenarbeit sei zwar seit Mai weitgehend ausgesetzt, sechs Projekte im Umfang von rund fünf Millionen Euro liefen aber weiter, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Eine Sprecherin des Entwicklungshilfeministeriums bestätigte den Bericht und erklärte, bei den noch laufenden Projekten handele es sich um Ausnahmen, die palästinensischen und irakischen Flüchtlingen oder direkt der syrischen Bevölkerung zugutekämen. Mit der syrischen Regierung gebe es hingegen keine Zusammenarbeit mehr.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten dichte Wolken, teils schauerartiger Regen. Nach Westen hin Wechsel aus Sonne und Wolken, meist trocken. Tageswerte um 17 Grad am Alpenrand und bis 23 Grad im Rhein-Main-Gebiet und an der Neiße. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Dienstag meist heiter, nur zur Nordsee hin Schauer. Tagestemperaturen 17 bis 24 Grad.

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