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Langsam gesprochene Nachrichten

05.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:50

Nachrichten von Samstag, 5. August 2017 – langsam gesprochen als MP3

USA wollen neue UN-Sanktionen gegen Nordkorea:

Die USA haben im UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf mit schärferen Sanktionen gegen Nordkorea vorgelegt. Der Entwurf zielt auf die Exporteinnahmen des kommunistischen Landes ab. Laut Diplomaten soll am Samstag darüber abgestimmt werden. Pjöngjang soll der Geldhahn zugedreht werden, indem der Regierung rund eine Milliarde US-Dollar entzogen würde. Der Exportbann würde Ausfuhren von Kohle, Stahl, Eisen, Blei und Meeresfrüchten betreffen. Im Zuge des Konflikts mit Nordkorea hatte Washington zuletzt auch ein Verbot für US-Bürger verhängt, in das ostasiatische Land zu reisen. Dieses Verbot soll im September in Kraft treten.

 

Ruandas Präsident Kagame im Amt bestätigt:

Ruandas langjähriger Präsident Paul Kagame ist wie erwartet mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt worden. Der 59-Jährige erhielt bei der Präsidentschaftswahl mehr als 98 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das teilte die Wahlkommission nach der Auszählung von rund 80 Prozent der Stimmen mit. Lediglich zwei unbekannte Gegenkandidaten waren zu der Wahl zugelassen gewesen. Der mit harter Hand regierende Kagame dominiert Ruandas Politik seit dem Ende des Völkermords 1994. Vor zwei Jahren holte er sich in einem Volksentscheid eine überwältigende Zustimmung für eine Verfassungsänderung. Sie ermöglichte ihm die Kandidatur für eine dritte Amtszeit.

 

Klimaverhandlungen weiter mit Beteiligung der USA:

Trotz ihres angekündigten Rückzugs aus dem Pariser Klimaschutzabkommen werden die USA auch weiterhin an internationalen Klimaverhandlungen teilnehmen. Die US-Regierung werde sich insbesondere an der kommenden jährlichen Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bonn beteiligen, erklärte das Außenministerium. Es gehe darum, US-Interessen zu schützen. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg seines Landes aus dem Klimaabkommen angekündigt und erklärt, sein Land werde die Vereinbarung "ab sofort" nicht mehr umsetzen. Zur Begründung sagte er, das Abkommen gehe einseitig zulasten der USA und koste dort Jobs.

 

Mauretanien stimmt über Verfassungsreform ab:

In Mauretanien sind rund 1,4 Millionen Menschen dazu aufgerufen, über eine umstrittene Verfassungsreform abzustimmen. Die Änderungen sehen unter anderem vor, das Oberhaus des mauretanischen Parlaments abzuschaffen und es durch einen Regionalrat mit gewählten Vertretern aus dem ganzen Land zu ersetzen. Die Opposition hat zum Boykott des Referendums aufgerufen. Sie wirft Mauretaniens Präsident Mohammed Ould Abdel-Aziz vor, die Verfassung ändern zu wollen, um nach Ablauf seiner Amtszeit 2019 noch einmal kandidieren zu können. Der Präsident wies dies zurück. In Mauretanien gibt es seit Wochen immer wieder Proteste gegen die geplante Verfassungsänderung. Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen kritisiert, dass dabei mehrfach Anführer der Demonstranten gewaltsam niedergeschlagen oder verhaftet wurden.

 

Vorwürfe gegen Audi-Chef Stadler:

In der Abgasaffäre gibt es einem Medienbericht zufolge konkrete Vorwürfe gegen Rupert Stadler, den Vorstandschef der VW-Tochter Audi. Stadler soll persönlich angeordnet haben, dass den US-Umweltbehörden Manipulationen im Umgang mit einem Abgasreiniger verschwiegen wurden, berichtet der Rechercheverbund aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Die Technik habe dazu geführt, dass der Abgasreiniger bei schneller Fahrweise gedrosselt wurde und umso mehr gesundheitsschädliche Stickoxide ausgestoßen worden seien. Nach US-Recht ist das illegal. Audi habe die Tricks erst nach und nach offengelegt, so der Rechercheverbund. Auf Anfrage bei Audi und VW zu den Vorwürfen hieß es, man habe "keine Hinweise auf Verfehlungen ehemaliger oder aktiver Vorstandsmitglieder".

 

In Niedersachsen könnte es bald Neuwahlen geben:

Nach dem überraschenden Wechsel einer Grünen-Abgeordneten zur CDU steht Niedersachsen vor vorgezogenen Neuwahlen. SPD-Ministerpräsident Stephan Weil sagte, er halte es für unabdingbar, dass der Landtag möglichst rasch seine Selbstauflösung beschließe. Die Neuwahl könnte dann auch bundespolitische Bedeutung bekommen. Als möglicher Termin gilt der Tag der Bundestagswahl am 24. September. Landeswahlleiterin Ulrike Sachs sagte, ein solches Datum sei theoretisch möglich. Eine Grünen-Abgeordnete hatte am Freitag ihren Wechsel zur CDU angekündigt. Weil Rot-Grün bislang nur über eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme verfügt, steht die Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nun ohne Mehrheit da.

 

Erster Sieger bei Leichtathletik-WM in London:

Der britische Läufer Mo Farah hat die erste Goldmedaille der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London gewonnen. Über 10.000 Meter holte der gebürtige Somalier seinen sechsten WM-Titel. Der 34-Jährige siegte in der Weltjahresbestzeit von 26:49,51 Minuten. Supersprinter Usain Bolt legte bei seiner letzten WM-Teilnahme einen mäßigen Start hin. Der Jamaikaner gewann seinen 100-Meter-Vorlauf zwar locker in 10,07 Sekunden. Doch sieben Konkurrenten waren in den Vorläufen schneller als der Titelverteidiger. Am Samstag wird Bolt sein letztes Einzelrennen absolvieren.

 

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