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Nachrichten

05.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die syrische Armee hat nach eigenen Angaben die Hauptstadt Damaskus wieder vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Ein hochrangiger Offizier sagte vor Journalisten, es gebe keine bewaffneten Gruppen mehr in der Stadt, die Lage sei stabil. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA meldet dagegen, dass Unbekannte in Damaskus 48 Pilger aus dem Iran entführt haben. Die Wallfahrer seien auf dem Weg zum internationalen Flughafen verschleppt worden, über ihr Schicksal sei nichts weiter bekannt. In Aleppo gingen die Kämpfe unterdessen weiter.

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In Deutschland wächst die Sorge um die christliche Minderheit in Syrien. Angesichts des eskalierenden Bürgerkriegs in dem Land sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder der Zeitung "Bild am Sonntag", die Christen seien zwischen die Fronten geraten, ihre Lage sei "dramatisch". Man prüfe, wie zumindest den Christen, die in Nachbarländer geflüchtet seien, geholfen werden könne. Nach Angaben der Vereinten Nationen befinden sich in Syrien derzeit Hunderttausende Menschen auf der Flucht vor den anhaltenden Kämpfen. Allein aus der Millionenstadt Aleppo seien in den vergangenen Tagen 200.000 Menschen geflohen - unter ihnen auch viele Christen.

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Im Süden des Jemen sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens 35 Menschen getötet und bis zu 40 weitere verletzt worden. Nach Medienberichten galt das Attentat Mitgliedern einer Miliz, die gegen Al Kaida gekämpft und zur Rückeroberung der Stadt Dschaar beigetragen haben. Dschaar war gemeinsam mit anderen Ortschaften im vergangenen Jahr vorübergehend in die Hände der Terroristen gefallen und erst nach schweren Kämpfen wieder zurückerobert worden.

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat Somalia zur schnellen Bildung einer Zentralregierung aufgefordert. Clinton traf im Rahmen ihrer Afrika-Reise in Kenia den somalischen Präsidenten Sharif Sheikh Ahmed. Dabei sagte sie Somalia weitere Finanzhilfen zu und lobte die von der somalischen Nationalversammlung jüngst verabschiedete neue Verfassung. Diese räumt den Bürgern viele Rechte ein und sieht unter anderem vor, dass noch im August ein neuer Präsident gewählt wird. Somalia ist ein von innerem Zerfall gekennzeichneter Staat. Große Landesteile sind in der Gewalt der islamistischen Al-Schabaab-Miliz, die Kontakte zum Terrornetzwerk Al-Kaida hat.

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In Israel haben erneut mehrere tausend Menschen gegen soziale Ungerechtigkeit demonstriert. Die Proteste in Tel Aviv richteten sich unter anderem gegen die jüngsten Sparbeschlüsse der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die hohen Lebenskosten und die enorme Jugendarbeitslosigkeit in Israel hatten im vergangenen Sommer zu einer bis dahin beispiellosen Protestwelle geführt. Auf deren Höhepunkt hatte am 3. September eine halbe Million Menschen gegen die steigenden Wohnungspreise demonstriert. In diesem Sommer nahmen sich zwei Demonstranten durch Selbstverbrennung das Leben.

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In Serbien hat das Parlament mit deutlicher Mehrheit ein Gesetz zur stärkeren Kontrolle der Zentralbank verabschiedet. Die erst seit Juli amtierende Regierung aus Nationalkonservativen und Sozialisten sichert sich damit auch die Unterstützung der Notenbank im Kampf gegen die schwierige Wirtschaftslage. Zentralbankchef Dejan Soskic war aus Protest gegen diese Instrumentalisierung zurückgetreten. Er warf der Regierung vor, einen drohenden Staatsbankrott mit Hilfe der Devisenreserven vermeiden zu wollen. Die Europäische Union, der IWF und die USA sehen die Unabhängigkeit der serbischen Zentralbank in Gefahr.

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