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Langsam gesprochene Nachrichten

05.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:46

Nachrichten von Mittwoch, 5. Juli 2017 – langsam gesprochen als MP3

USA kündigen nach Nordkoreas Raketentest härtere Sanktionen an:

Die USA haben nach Nordkoreas Test einer Interkontinentalrakete "härtere Maßnahmen" gegen Pjöngjang angekündigt. Wie zuvor US-Präsident Donald Trump auf Twitter verurteilte auch Außenminister Rex Tillerson in einer schriftlichen Mitteilung den Raketentest scharf. Er stelle "eine neue Eskalation der Bedrohung" für die Vereinigten Staaten dar. Als Warnung an Machthaber Kim Jong Un hielten das amerikanische und südkoreanische Militär zudem eine gemeinsame Raketenübung ab. Dabei hätten die USA und Südkorea ihre "präzise Feuerkraft" demonstriert, heißt es in einer Mitteilung des amerikanischen Militärs. Für diesen Mittwoch ist auf Antrag der USA eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates geplant. Mit dem mutmaßlich ersten Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete ist eine neue Eskalationsstufe im Streit um Nordkoreas Atomprogramm erreicht, der als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit gilt.

 

Ausländische Mediziner sollen chinesischen Friedensnobelpreisträger behandeln:

Der an Leberkrebs erkrankte chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo erhält medizinische Hilfe aus dem Ausland. Nach Angaben chinesischer Behörden hatte seine Familie führende Experten aus den USA, Deutschland und anderen Ländern eingeladen, den 61-Jährigen zu behandeln. Liu war kürzlich wegen seiner schweren Erkrankung aus dem Gefängnis entlassen und in ein Krankenhaus überstellt worden. Menschenrechtsaktivisten und mehrere westliche Länder wie die USA forderten die chinesische Regierung daraufhin auf, dem Dissidenten eine Behandlung im Ausland zu ermöglichen. Liu war 2009 wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu elf Jahren Haft verurteilt worden.

 

Ankara lässt geflüchtete Soldaten im Ausland ausspähen:

Die Türkei lässt geflohene Soldaten offenbar systematisch bespitzeln. Nach Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR soll der Generalstab alle türkischen Militärattachés sowie die türkischen Offiziere auf NATO-Stützpunkten im Ausland angewiesen haben, die ehemaligen Kameraden auszuforschen. Unter anderem wolle Ankara wissen, wo diese wohnen, ob sie Asylanträge gestellt haben und ob sie in Kontakt zu westlichen Regierungen oder Medien stehen. Zahlreiche türkische Militärangehörige, aber auch Diplomaten hatten nach dem gescheiterten Putsch Zuflucht in Europa gesucht, vor allem in Deutschland. Mehreren Offizieren der türkischen Armee wurde hierzulande Asyl gewährt. Die mutmaßlichen Spionageaktivitäten der Türkei in Deutschland sorgen seit Längerem für Verstimmungen zwischen Berlin und Ankara.

 

Katars Gegner beraten über weitere Schritte in Golf-Krise:

In der Krise am Golf wollen Katars Kontrahenten an diesem Mittwoch über die Reaktion des Emirats auf ihren weitreichenden Forderungskatalog beraten. Die Außenminister von Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten treffen sich dazu in Kairo. Sollte ihnen Katars Antwort nicht ausreichen, könnten sie weitere Sanktionen beschließen. Katars Außenminister Abdulrahman al-Thani hatte die 13 Forderungen kurz vor Ablauf des Ultimatums als "unrealistisch und unzulässig" zurückgewiesen. Die Gegner werfen dem Emirat vor, Terroristen zu unterstützen und fordern, dies zu beenden. Zudem soll Katar unter anderem seinen TV-Kanal Al-Dschasira schließen und die Beziehungen zum Iran zurückfahren. Außenminister Sigmar Gabriel rief in Katar zu einer Lösung "am Verhandlungstisch" auf. Gabriel wird am Mittwoch in Kuwait erwartet. Damit beendet er seine dreitägige Reise durch die Region, bei der er sich um eine Entspannung des Konflikts bemüht.

 

Prozess um geplanten Anschlag in Düsseldorf beginnt:

Drei mutmaßliche IS-Terroristen müssen sich von diesem Mittwoch an vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Sie wollten laut Bundesanwaltschaft in der Altstadt der Landeshauptstadt ein verheerendes Blutbad anrichten. Ihre Pläne sahen demnach vor, dass zunächst zwei Selbstmordattentäter Sprengwesten zünden und danach weitere Attentäter mit Schnellfeuergewehren möglichst viele flüchtende Menschen erschießen sollten. Doch der mutmaßliche Kopf der Terrorzelle, der Syrer Saleh A., stellte sich nach Behördenangaben in Paris und verriet die Pläne. Daraufhin wurden seine mutmaßlichen Komplizen in Asylunterkünften in Deutschland festgenommen. Der Auftrag für den Anschlag soll Saleh A. bereits 2014 von der Führungsebene der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) erteilt worden sein. Allen drei Angeklagten wird die IS-Mitgliedschaft und die Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen. Daneben gibt es noch einen vierten Verdächtigen. Das Verfahren gegen ihn wird getrennt geführt.

 

Weltmeister Peter Sagan von der Tour ausgeschlossen:

Doppel-Weltmeister Peter Sagan ist wegen seines Ellbogenchecks gegen den Briten Mark Cavendish von der Tour de France ausgeschlossen wurden. Das teilte die Rennjury mit. Cavendish muss nach dem Angriff mit einer Schulterverletzung von der Tour ausscheiden. Der Slowake Sagan hatte beim Sprint-Finale auf der vierten Etappe in Vittel den Briten in das Absperrgitter abgedrängt. Die Jury hatte Sagan zunächst nur mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden in der Gesamtwertung belegen wollen, später aber dann ihr Urteil drastisch verschärft. Zuvor hatte auch Cavendishs Sportdirektor Rolf Aldag den Ausschluss gefordert.

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