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Nachrichten

05.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zu den Ermittlungspannen bei der Aufdeckung des Neonazi-Terrors setzt seine Befragungen von Spitzenbeamten des Verfassungsschutzes fort. Aussagen zu den Ermittlungen gegen die rechtsextreme Terror-Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) soll auch der scheidende Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Heinz Fromm. Die Abgeordneten im Gremium erhoffen sich von ihm Aufklärung darüber, wie es zur Vernichtung wichtiger Akten über die rechtsextreme Szene durch einen Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes im November 2011 kurz nach Bekanntwerden der Neonazi-Mordserie kam. Befragt wird auch der Referatsleiter, der das Schreddern angeordnet hatte. Der Untersuchungsausschuss versucht zu klären, warum Mitglieder der Terrorzelle jahrelang mordend durch Deutschland ziehen konnten, ohne entdeckt zu werden.

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Außenminister Guido Westerwelle reist an diesem Donnerstag zu einem eintägigen Besuch nach Moskau. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow steht der Konflikt in Syrien. Russland blockiert bislang alle Versuche, den syrischen Machthaber Baschar al-Assad zum Rücktritt zu bewegen. Westerwelle will in Moskau auch mit Vertretern der russischen Opposition sprechen. Noch am Abend reist der deutsche Außenminister nach Paris weiter. In Frankreichs Hauptstadt findet am Freitag auf Einladung von Präsident François Hollande ein Treffen der internationalen Syrien-Freundesgruppe statt.

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Gemeinsam für ein wettbewerbsfähiges Europa: Unter diesem Motto demonstrierten der italienische Ministerpräsident Mario Monti und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Rom Einigkeit. Sie seien fest entschlossen, die momentanen Schwierigkeiten Europas gemeinsam zu überwinden, erklärte die Kanzlerin nach Gesprächen mit Monti, und zwar nach dem Prinzip "Einigkeit auf der einen, Solidarität auf der anderen Seite". Monti betonte den gemeinsamen Glauben an das Projekt einer wettbewerbsfähigen sozialen Marktwirtschaft. Verflogen schienen die Spannungen nach dem erbitterten Tauziehen zwischen Rom und Berlin beim EU-Gipfel der vergangenen Woche. Monti hatte in Brüssel gemeinsam mit seinem spanischen Kollegen Mariano Rajoy Merkel Finanzhilfen aus dem Eurorettungsschirm ESM abgerungen. Dies wurde vielfach als Einknicken der Kanzlerin gewertet.

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Der Volkswagen-Konzern übernimmt bereits zum 1. August die zweite Hälfte des Porsche-Sportwagengeschäfts und zahlt dafür 4,46 Milliarden Euro und eine Aktie. Das teilten die beiden Autobauer in Wolfsburg und Stuttgart mit. Sie nutzen damit ein Schlupfloch in der Steuergesetzgebung und vermeiden hohe Abgaben an den Staat. Rein steuerrechtlich handelt es sich nicht um einen Verkauf, sondern um einen internen Umbau. Daher muss auch die eine Aktie fließen. VW rechnet nach eigenen Angaben damit, dass der Kauf noch im laufenden Jahr den Gewinn des Konzerns erhöht. Porsche will nach eigenen Angaben mit dem Kaufpreiserlös zunächst zwei Milliarden Euro Bank-Schulden zurückzahlen. Der Rest soll in Beteiligungen mit Schwerpunkt Autoindustrie verwendet werden. Die erste Hälfte der Porsche-Sportwagenfabrikation hatte VW bereits vor Jahren nach dem Sieg im Machtkampf mit Porsche übernommen.

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Südkorea will wie auch Japan den Walfang wieder zulassen, offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken. Das kündigte der südkoreanische Delegationsleiter bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission in Panama-Stadt an. Die Population der Mink-Wale vor der Küste seines Landes habe sich derart gut erholt, dass sie ein ernsthaftes Problem für die örtlichen Fischer darstelle. - Internationale Tierschutzorganisationen reagierten entsetzt auf die Ankündigung.

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