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Langsam gesprochene Nachrichten

05.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichtenn

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:41

Nachrichten von Montag, 5. Juni 2017 – langsam gesprochen als MP3

IS bekennt sich zu Terroranschlag in London:

Die Dschihadisten-Miliz "Islamischer Staat" hat die jüngste Terrorattacke in London für sich reklamiert. IS-Kämpfer hätten die Tat ausgeführt, teilte ihr Sprachrohr Amak im Internet mit. Bei dem Anschlag waren am späten Samstagabend im Zentrum der britischen Hauptstadt sieben Menschen getötet worden, etliche Verletzte schweben noch in Lebensgefahr. Die drei Attentäter waren zunächst auf der London Bridge mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge gerast. Anschließend gingen sie in einem Kneipenviertel willkürlich mit Messern auf Passanten und Lokalbesucher los. Polizisten konnten die Angreifer erschießen. Im Zusammenhang mit der Tat wurden mehrere Objekte und Wohnungen durchsucht. Elf festgenommene Verdächtige befänden sich noch in Gewahrsam, hieß es in der Nacht zum Montag. Premierministerin Theresa May kündigte eine härtere Gangart gegen den islamischen Extremismus an. Sie wolle diese Strömung in der britischen Gesellschaft "ausrotten", sagte May. Londons Bürgermeister Sadiq Khan rief dazu auf, bei einer Mahnwache an diesem Montag der Opfer zu gedenken. "Wir werden uns nie vom Terrorismus einschüchtern lassen", erklärte Khan.

 

Benefizkonzert mit Staraufgebot für Opfer von Manchester:

Als Zeichen gegen den Terror haben sich in Manchester rund 50.000 Menschen zu einem Benefizkonzert für die Opfer des Selbstmordanschlags in der nordenglischen Stadt vor zwei Wochen versammelt. Die Großveranstaltung unter dem Motto "One Love Manchester" begann am Sonntagabend mit einer Schweigeminute. Die Konzertbesucher demonstrierten ihre Solidarität auf verschiedene Weise: Viele trugen Hemden mit einer Biene, dem Wahrzeichen der Stadt Manchester. Einige hielten Zettel mit der Aufschrift "Wir stehen zusammen" hoch oder trugen Anstecker mit der Aufschrift "Für unsere Engel". Am 22. Mai hatte sich am Ende eines Konzerts der US-Popsängerin Ariana Grande ein libyschstämmiger Brite in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Grande hatte das Benefizkonzert angekündigt, um den Opfern und Hinterbliebenen zu helfen. Neben ihr traten etliche weitere Weltstars auf, darunter Katy Perry, Justin Bieber und Miley Cyrus.

 

Diplomatische Offensive mehrerer arabischer Staaten gegen Katar:

Das Emirat Katar ist überraschend von seinen Nachbarländern isoliert worden. In einer offenkundig konzertierten Aktion brachen Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch Ägypten alle diplomatischen Beziehungen zu Katar ab. Wie der Fernsehsender Al-Arabiya berichtete, erklärten die unmittelbaren Nachbarn des Emirats zudem alle Grenzen für geschlossen und forderten die Bürger Katars auf, ihre jeweiligen Länder in spätestens 14 Tagen zu verlassen. Grund für diese Maßnahme sei Dohas "anhaltende Unterstützung des Terrorismus im Jemen und in Syrien".

 

Gabriel bemüht sich in Türkei um bessere Beziehungen:

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel wird an diesem Montag in Ankara erwartet, wo er sich um eine Entschärfung der Krise zwischen Deutschland und der Türkei bemühen will. Im Zentrum der Gespräche dürfte der Streit um das Besuchsrecht für deutsche Abgeordnete bei den Bundeswehrsoldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik stehen. Falls die Türkei den Parlamentariern den Besuch weiterhin verbietet, sollen die rund 260 Soldaten aus Incirlik abgezogen werden. Sie beteiligen sich von dort aus am Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" in Syrien. Die Türkei ist vor allem verärgert darüber, dass türkische Soldaten kürzlich in Deutschland Asyl erhalten hatten. Ankara wirft ihnen eine Beteiligung am Putschversuch im vergangenen Jahr vor. Gabriel will bei seinem Besuch auch den Fall des inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel ansprechen.

 

Putin bestreitet Insiderwissen über Trump:

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Worten keine kompromittierenden Informationen über US-Präsident Donald Trump. Das sei alles Blödsinn, sagte Putin in einem Interview des US-Senders NBC News. Zwischen ihm und Trump bestehe keine persönliche Beziehung, versicherte der Kreml-Chef. Auch Trumps früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn kenne er kaum. Erst vor wenigen Tagen hatte Putin bestritten, dass es zwischen der Führung in Moskau und Trump vor dessen Amtsantritt Geheimabsprachen gegeben habe. Mehrere Ausschüsse des US-Kongresses untersuchen derzeit, ob Russland im Präsidentenwahlkampf 2016 zugunsten Trumps Einfluss nahm und ob es Absprachen zwischen dessen Wahlkampfteam und Russland gab. Flynn wird zu den Schlüsselfiguren der sogenannten "Russland-Connection" gerechnet.

 

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