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Nachrichten

05.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der russische Präsident Wladimir Putin ist zu einem dreitägigen Besuch in China eingetroffen. Bei den Gesprächen mit der Führung in Peking geht es um den Ausbau der bilateralen Beziehungen, die Energiepolitik, um das iranische Atomprogramm und die Lage in Afghanistan. Mit Staats- und Parteichef Hu Jintao sind auch Beratungen über den Syrien-Konflikt geplant. Chinas UN-Botschafter Li Baodong hatte vor dem UN-Sicherheitsrat vor einem Bürgerkrieg in Syrien gewarnt, der sich auf die gesamte Region ausbreiten könnte. Er rief die Regierung in Damaskus ebenso wie die Aufständischen auf, das Morden zu stoppen und den Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan umzusetzen. Sein Land versuche nicht, Präsident Baschar Assad zu schützen und es werde den Willen des syrischen Volkes respektieren. Russland lehnt einen härteren Kurs gegen Assad weiterhin ab. Am Montag hatte die aufständische "Freie Syrische Armee" erklärt, sie fühle sich nicht mehr an den Friedensplan gebunden und werde massive Angriffe auf Regierungstruppen starten.

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Außenminister Guido Westerwelle ist im Rahmen seiner Syrien-Mission in Katar eingetroffen, der ersten Station seiner fünftägigen Nahost-Reise. In der Hauptstadt Doha will der FDP-Politiker unter anderem mit Emir Hamad bin Chalifa al Thani und Außenminister Scheich Hamad bin Jassim bin Dschabor el Thani sprechen. Bis Freitag will Westerwelle zudem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in der Türkei und im Libanon die deutsche Krisendiplomatie fortsetzen und für eine politische Lösung in Syrien werben.

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die von Deutschland an Israel gelieferten U-Boote als eine sehr wichtige Ergänzung der Sicherheit seines Landes bezeichnet. Deutschland habe das Bekenntnis zu Israels Sicherheit gerade durch den Verkauf eines weiteren U-Boots zum Ausdruck gebracht, sagte Netanjahu der "Bild"-Zeitung. Er wisse das zu schätzen. Israel würde aber niemals andere Nationen bitten, für den jüdischen Staat zu kämpfen, betonte er. Die Bundesregierung hatte am Montag Kritik der Opposition an der Lieferung des letzten von insgesamt drei U-Booten des Typs "Dolphin" zurückgewiesen. Für Aufregung sorgte dabei ein Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", wonach Israel die U-Boote, die teilweise auch von Deutschland bezahlt wurden, mit nuklear bestückten Marschflugkörpern ausstattet.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt an diesem Dienstag mit Vertretern der großen Wirtschaftsverbände und der Gewerkschaften zusammen. Bei dem Treffen im Gästehaus der Bundesregierung auf Schloss Meseberg geht es um Wirtschaftswachstum und um Fachkräftemangel. Merkel wird von sieben Ministern begleitet. Die Wirtschaftsdelegation wird von Hans Heinrich Driftmann angeführt, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ist. Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, vertritt die Gewerkschaftsseite. Driftmann sagte der "Rheinischen Post", die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte gehöre in ein Gesamtkonzept zur Fachkräftesicherung. DGB-Chef Sommer verlangte zuletzt deutlich mehr Engagement bei der Weiterbildung von jungen Menschen, älteren Beschäftigten, Frauen und Migranten.

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Das Bundesverfassungsgericht verhandelt an diesem Dienstag über das neue Wahlrecht für Bundestagswahlen. SPD und Grüne hatten Klage gegen eine Regelung eingereicht, die Union und FDP im vorigen September durchgesetzt hatten. Zudem liegt eine Verfassungsbeschwerde von mehr als 3000 Bürgern vor. Die Änderung war nötig, weil Karlsruhe 2008 das Wahlrecht für teilweise rechtswidrig erklärt hatte. Grund war der paradoxe Effekt, dass eine Partei unter Umständen weniger Sitze im Bundestag bekam, wenn die Zahl ihrer Zweitstimmen stieg. So hatte die SPD bei der Bundestagswahl 2009 für ein Parlamentsmandat mehr als 68.000 Stimmen gebraucht, die CDU dagegen nur 61.000.

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