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Nachrichten

05.05.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:04

Nachrichten von Montag, 5. Mai 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unternimmt einen neuen Anlauf, in der Ukraine zu vermitteln. Das Schweizerische Außenministerium teilte mit, der amtierende OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter werde am Mittwoch nach Moskau reisen, um mit Präsident Wladimir Putin Gespräche zu führen. Laut Bundesregierung war der Besuch Burkhalters auch Schwerpunkt eines Telefongesprächs von Kanzlerin Angela Merkel und Putin am Sonntag. So sollten Runde Tische unter OSZE-Schirmherrschaft eingerichtet werden, die einen nationalen Dialog in der Ukraine vor den am 25. Mai geplanten Präsidentschaftswahlen erleichtern sollen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier machte sich unterdessen für eine zweite Genfer Konferenz zum Konflikt in der Ukraine stark. Bei der ersten hatten sich die Ukraine und Russland darauf geeinigt, alle illegalen Gruppen zu entwaffnen. Nun müssten "endlich klare Verabredungen getroffen werden", um eine politische Lösung des Konflikts zu erreichen, sagte Steinmeier.

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Im ostukrainischen Donezk sowie weiteren Großstädten haben die prorussischen Separatisten nach eigenen Angaben wieder zentrale Gebäude unter ihre Kontrolle gebracht. Die Lage sei ruhig, die Gefechte seien vorübergehend eingestellt worden. Die prowestliche Regierung in Kiew hatte ihre Armee-Offensive gegen die Separatisten am Wochenende ausgeweitet. In Odessa griffen dagegen mehr als 2000 prorussische Demonstranten das Polizeipräsidium an. In der Stadt war am Freitagabend die Gewalt zwischen Anhängern der Regierungen in Kiew und Moskau eskaliert. Fast 40 Menschen waren beim Brand eines Gewerkschaftshauses ums Leben gekommen.

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Der in Nordirland im Zusammenhang mit einem Mord aus dem Jahr 1972 festgenommene Chef der Partei Sinn Fein, Gerry Adams, ist nach viertägigen Vernehmungen wieder freigelassen worden. Die Ermittlungsakten würden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, teilte ein Polizeisprecher in Belfast mit. Nach einem Bericht der britischen Zeitung "Times" empfahl die Polizei, ein Strafverfolgungsverfahren gegen den 65-Jährigen einzuleiten. Adams war zum Mord an der nordirischen Witwe Jean McConville befragt worden, die von der katholischen Untergrundorganisation IRA getötet worden war. Adams streitet jegliche Mitverantwortung in dem Fall ab. Seine Festnahme hatte in Nordirland hohe Wellen geschlagen. Die nationalistische Sinn Fein gilt als politischer Arm der IRA, die drei Jahrzehnte lang gewaltsam für den Anschluss der britischen Provinz Nordirland an die mehrheitlich katholische Republik Irland kämpfte. Adams gilt als einer der Architekten des sogenannten Karfreitagsabkommens von 1998, das den Konflikt beendete.

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Trotz der jüngsten Friedensmission von US-Außenminister John Kerry wird im Südsudan weiter gekämpft. Die südsudanesische Armee eroberte die Stadt Bentiu in dem ölreichen Bundesstaat Unity zurück, die seit Mitte April in den Händen der Rebellen war. Nach UN-Angaben war es damals zu Massakern unter der Bevölkerung gekommen. Kerry hatte deshalb davor gewarnt, dass es im Südsudan zu einem "Völkermord" kommen könne. Erst am Freitag hatte der südsudanesische Präsident Salva Kiir gegenüber Kerry versichert, dass er zu Friedensgesprächen bereit sei. Seit einem halben Jahr kämpfen er und sein früherer Stellvertreter Riek Machar um die Macht im Südsudan.

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In der Ägäis sind nach griechischen Angaben zwei Boote mit mindestens 60 Flüchtlingen an Bord gekentert. Bislang seien zwei Tote geborgen worden, 36 Menschen hätten gerettet werden können, teilten die Behörden mit. An der Suche nach den etwa 30 Vermissten seien mehrere Schiffe und ein Hubschrauber beteiligt. Die Flüchtlinge waren offensichtlich von der türkischen Küste gegenüber der griechischen Insel Samos gestartet.

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Die japanische Hauptstadt Tokio ist vom schwersten Erdbeben seit mehr als drei Jahren erschüttert worden, von größeren Schäden jedoch verschont geblieben. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatte das Beben eine Stärke von 6,0. Nach Behördenangaben bestand keine Tsunami-Gefahr. In der dicht bebauten Millionenmetropole wackelten zahlreiche Häuser, einige Züge wurden durch das automatische Verkehrssicherheitssystem vorübergehend angehalten. Das Epizentrum lag in der Nähe der Insel Izu Oshima südwestlich der Bucht von Tokio, wie Japans Wetterbehörde mitteilte.

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