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Nachrichten

05.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Kairo

Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Kairo

Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften ist in der ägyptischen Hauptstadt Kairo Medienberichten zufolge mindestens ein Mensch getötet worden. Fast 400 Personen seien verletzt worden, berichtete der arabische Sender Al-Dschasira unter Berufung auf Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums. Drei Wochen vor der ersten freien Präsidentenwahl war es in Kairo erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Armee gekommen. Die Demonstranten forderten vor dem Verteidigungsministerium den Rücktritt des Chefs des regierenden Militärrates, Feldmarschall Hussein Tantawi, und warfen Steine auf die Soldaten. Die Armee setzte Wasserwerfer, Tränengas und Schlagstöcke ein. Der Militärrat verhängte eine nächtliche Ausgangssperre rund um das Ministerium. Unter den Demonstranten waren auch viele radikal-islamische Salafisten, die gegen den Ausschluss ihrer Kandidaten von der Wahl protestierten.

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Die Bundesregierung will ihre politischen Forderungen an die Ukraine nicht auf die Lösung des Falles der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko beschränken. Vielmehr gehe es um eine Normalisierung des Umgangs der Führung in Kiew mit der Opposition insgesamt, sagte Innenminister Hans-Peter Friedrich der "Bild am Sonntag". Zugleich begrüßte der CSU-Politiker die Boykott-Drohungen gegen die Fußball-Europameisterschaftsspiele in der Ukraine. Kiew wisse, dass Europa auf das osteuropäische Land schaue. Insofern seien die Drohungen hilfreich. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier lehnt dagegen einen Boykott der Fußball-EM ab. Sportliche Wettbewerbe sollten nicht in den Dienst der Politik gestellt werden, erklärte Steinmeier. Auch biete die Europameisterschaft in der Ukraine den deutschen Spielern die Möglichkeit, offen ihre Meinung zu sagen. Der ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow forderte den Westen auf, Berichte über angebliche Misshandlungen Timoschenkos nicht kritiklos zu übernehmen.

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Die Übereinkunft zwischen China und den USA über eine mögliche Ausreise des blinden chinesischen Bürgerrechtlers Chen Guangcheng stößt auf vorsichtige Reaktionen. Das Versprechen erscheine hohl, solange der chinesische Staat die Familie des Aktivisten festhalte, heißt es in einer Mitteilung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Amnesty-Vizedirektorin Catherine Baber wies darauf hin, dass die chinesische Regierung die Sicherheit und Freiheit Chens jahrelang missachtet habe. Nach tagelangem Ringen hatte Chinas Führung beim Besuch von US-Außenministerin Hillary Clinton in Peking angeboten, dass Chen Guangcheng eine Ausreise zum Studium beantragen könne. Der 40-Jährige war nach langem Hausarrest in seinem Heimatdorf in der Provinz Shandong entkommen und zwischenzeitlich in die US-Botschaft in Peking geflüchtet.

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Bei einem US-Drohnenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind acht mutmaßliche Extremisten getötet worden. Der unbemannte Flugkörper feuerte pakistanischen Behördenangaben zufolge Raketen auf ein Gelände in Nord-Waziristan, das vermutlich als Unterschlupf radikaler Muslime gedient habe. Die schwer zugängliche Bergregion gilt als Rückzugsgebiet für Kämpfer der Extremistenorganisation Al-Kaida und der radikal-islamischen Taliban. Die Drohnenangriffe sind umstritten. Für das US-Militär sind sie ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Extremisten. Dagegen sieht Pakistan durch die Attacken seine staatliche Souveränität verletzt und auch die Bemühungen erschwert, die militanten Islamisten in der Grenzregion zu isolieren.

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Die Wähler in Großbritannien haben der konservativen Regierung von Premierminister David Cameron eine herbe Niederlage beigebracht. Bei der Kommunalwahl in 181 Gemeinden in Schottland, England und Wales verloren die Konservativen ersten Ergebnissen zufolge hunderte von Sitzen. Klarer Gewinner ist die oppositionelle Labour-Partei. Nach vorläufigen Hochrechnungen kommen Camarons Tories auf nur noch 31 Prozent der Stimmen, Labour liegt danach bei 38 Prozent. Unter anderem ging mit Birmingham die zweitgrößte britische Stadt an die Sozialdemokraten. In London konnte sich Bürgermeister Boris Johnson knapp gegen seinen Labour-Herausforderer Ken Livingstone behaupten und bleibt für vier weitere Jahre im Amt. Im Londoner Stadtparlament errang dagegen Labour die Mehrheit.

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