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Nachrichten

05.05.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat sich US-Präsident Barack Obama gegen die Veröffentlichung eines Fotos der Leiche entschieden. Eine Veröffentlichung könne die nationale Sicherheit bedrohen, sagte Obama in einem Fernsehinterview. Er wolle vermeiden, dass Fotos als Propagandamittel oder zum Aufruf zu weiterer Gewalt missbraucht würden. Der Al-Kaida-Chef war in seinem Versteck in Pakistan von einer amerikanischen Spezialeinheit durch Kopfschuss getötet und kurze Zeit später auf hoher See bestattet worden. Präsident Obama erklärte zudem, ungeachtet der Kritik aus Islamabad auch weiterhin in Pakistan gegen Terrorverdächtige vorgehen zu wollen. An diesem Donnerstag will er Ground Zero in New York besuchen, wo Gefolgsleute bin Ladens am 11. September 2001 zwei entführte Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers steuerten und 2600 Menschen töteten. Obama will sich mit Angehörigen der Opfer treffen und einen Kranz niederlegen. Bei der Bekanntgabe des Todes bin Ladens in der Nacht zum Montag hatte Obama die Hoffnung geäußert, dass die Familien der Opfer nun zumindest etwas Frieden finden könnten.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich geht davon aus, dass die Auswertung des beim US-Einsatz gegen Terrorchef Osama bin Laden sichergestellten Materials auch Deutschland bei der Terrorbekämpfung zugutekommen wird. Bei seinem Besuch in Washington sagte der CSU-Politiker, es sei keine Frage dass Deutschland davon profitieren werde. Die US-Spezialeinheit hatte nach der Tötung bin Ladens in dessen Versteck in Pakistan Computer, Festplatten und andere Unterlagen sichergestellt. Das Material wird jetzt in den USA ausgewertet. - Friedrich war in Washington unter anderem mit Heimatschutzministerin Janet Napolitano zusammengetroffen.

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Ein Selbstmordattentäter hat im Irak einen Anschlag auf ein Polizeirevier verübt und mindestens zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Polizeiangaben hatte der Attentäter ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in das Gebäude der Polizeiwache in Hilla gesteuert. Die Wucht der Detonation riss Betonbarrieren um, die das Gebäude umgeben. 30 Menschen seien verletzt worden. In dem überwiegend von Schiiten bewohnte Ort Hilla verübten sunnitische Aufständische, die dem Terrornetzwerk Al Kaida nahestehen, in den vergangenen Jahren immer wieder Attentate.

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Die internationale Libyen-Kontaktgruppe trifft sich heute in Rom, um über die Finanzierung der Aufständischen sowie diplomatische Auswege aus dem Konflikt in dem nordafrikanischen Land zu beraten. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte am Mittwoch erstmals eine finanzielle Unterstützung der Rebellen gefordert und dies mit Blick auf die militärische Pattsituation als hilfreich bezeichnet. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte sich bereits zuvor dafür ausgesprochen, eingefrorene Guthaben von Machthaber Muammar al Gaddafi für den Übergangsrat in Bengasi bereitzustellen. Der Kontaktgruppe gehören neben NATO-Staaten auch Vertreter der Arabischen Liga und der Afrikanischen Union an. Sie wurde Ende März gegründet und soll unter anderem den politischen Prozess für die Zeit nach Gaddafi vorbereiten.

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Bundespräsident Christian Wulff ist in Brasilien eingetroffen, der letzten Station seiner einwöchigen Lateinamerika-Reise. In der Hauptstadt Brasília steht an diesem Donnerstag zunächst ein Treffen mit der neuen Präsidentin Dilma Rousseff auf dem Programm. Anschließend fliegt er in die Wirtschaftsmetropole São Paulo. Wulff, der zuvor in Mexiko und Costa Rica war, wird begleitet von einer ranghohen Wirtschaftsdelegation. Die deutschen Unternehmer hoffen bei den anstehenden Milliarden-Projekten für die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele in Rio 2016 auf Aufträge. Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Politisch dürfte die Reform der Vereinten Nationen eine Rolle spielen. Deutschland und Brasilien streben beide einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat an.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Freundlich mit viel Sonnenschein und nur wenigen Wolken. Im äußersten Osten vorübergehend auch dichter bewölkt, dabei vereinzelt kurze Schauer. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen zwölf und 21 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag gibt es wieder viel Sonne. Mit Höchstemperaturen zwischen 13 und 25 Grad wird es etwas wärmer als in den vergangenen Tagen.

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