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Nachrichten

05.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Im Konflikt mit Nordkorea hat die US-Regierung nach den Worten eines Sprechers von Präsident Barack Obama "alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen" eingeleitet. Zugleich bezeichnete er die Kriegsdrohungen Nordkoreas als "altbekannte Verhaltensmuster" der Führung in Pjöngjang. Der Generalstab der nordkoreanischen Volksarmee hatte zuvor mitgeteilt, es sei nun offiziell grünes Licht für einen Atomangriff auf die USA gegeben worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief Nordkorea zu einem Kurswechsel auf. Atomwaffen seien kein Spielzeug, betonte Ban nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy in Madrid.

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Nach zwei Jahren Bürgerkrieg in Syrien hat sich die humanitäre Lage dort deutlich verschlechtert. Nach neuen Schätzungen der Vereinten Nationen ist rund ein Viertel der Bevölkerung auf der Flucht. Allein innerhalb Syriens gebe es derzeit rund vier Millionen Flüchtlinge, erklärte eine Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks UNHCR gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Hinzu kommen etwa 1,2 Millionen Menschen, die angesichts der Gewalt ins Ausland geflohen sind. Derzeit überarbeiten die Vereinten Nationen ihre Schätzung, die neue Zahl soll in den kommenden Tagen offiziell veröffentlicht werden.

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Nach den internationalen Medienberichten über Steueroasen haben Politiker in Deutschland eine entschlossene Strafverfolgung gefordert. Das Bundesfinanzministerium in Berlin erklärte, man gehe davon aus, dass die "relevanten Unterlagen" an die zuständigen Steuerbehörden der Länder übermittelt würden. Auch der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Michael Meister, forderte, die belastenden Dokumente schnell an die Strafverfolgungsbehörden zu übergeben. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verlangte eine härtere Gangart gegen die Täter. Steuerhinterziehung und Steuerbetrug seien keine Kavaliersdelikte, sondern kriminell, erklärte er.

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In die Debatte um den Zugang für türkische Beobachter beim bevorstehenden Prozess gegen Mitglieder der rechtsradikalen NSU hat sich die bayerische Staatsregierung eingeschaltet. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigte Verständnis für das starke Interesse türkischer Medien an dem Gerichtsverfahren. Schließlich seien unter den Opfern acht türkisch-stämmige Mitbürger gewesen, sagte Herrmann der "Bild"-Zeitung. Auch wenn die deutsche Justiz unabhängig entscheide, würde er sich "sehr freuen, wenn sich bis zum Beginn des Prozesses noch neue Lösungen finden ließen", so Hermann. Das Gericht steht in der Kritik, weil türkischen Medien und Beobachtern keine festen Plätze im Gerichtssaal mehr zugesagt wurden.

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Die rechtsextreme NPD muss aus Geldnot die Mitarbeiter in ihrer Berliner Parteizentrale entlassen. Dies bestätigte ein Sprecher der Partei. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung mit der Bundestagsverwaltung. Diese hatte die Auszahlung der Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung gestoppt, weil die NPD eine Strafe von 1,27 Millionen Euro wegen eines fehlerhaften Rechenschaftsberichts bislang nicht beglichen hat. Die Partei klage ihrerseits dagegen. Die Kündigungen der Mitarbeiter würden erst in zwei bis drei Monaten wirksam, hieß es von der NPD.

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Das soziale Netzwerk Facebook, das in letzter Zeit mit einem Rückgang der Nutzerzahlen zu kämpfen hat, will mit einer neuen Software den Konkurrenten von Google Paroli bieten. Das Programm "Home" mit verschiedenen Apps wendet sich vor allem gegen das Betriebssystem Android des Wettbewerbers Google. Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagte bei der Vorstellung in den USA, "Home" werde es den Facebook-Mitgliedern ermöglichen, automatisch einlaufende Nachrichten und Fotos direkt auf dem Bildschirm anzuschauen. Die Facebook-Aktie reagierte mit einem Kursplus auf die Neuerung.

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Der US-Journalist Roger Ebert, einer der weltweit bekanntesten Filmkritiker, ist tot. Ebert erlag im Alter von 70 Jahren einem Krebsleiden. Der Autor der "Chicago Sun-Times" galt als einflussreichster Rezensent in den USA und war unter Cineasten eine Legende. Ebert, der auch im Fernsehen auftrat, gewann den Pulitzer-Preis und wurde auch mit einem eigenen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood geehrt.

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