1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

05.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach Kritik an der Präsidentenwahl in Russland hat der scheidende Kremlchef Dmitri Medwedew der Opposition Entgegenkommen signalisiert. Der Präsident wies die Generalstaatsanwaltschaft an, bis zum 1. April die Verurteilung des inhaftierten Kremlgegners und Ex-Öl-Managers Michail Chodorkowski zu überprüfen. Die Freilassung des politischen Gefangenen gehört zu den Hauptforderungen der Opposition, aber auch der internationalen Gemeinschaft. Der derzeitige Ministerpräsident Wladimir Putin hatte die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl wie erwartet gewonnen. Laut der Zentralen Wahlkommission kam der 59-Jährige nach Auszählung fast aller Stimmen auf knapp 64 Prozent. Sein Herausforderer von der Kommunistischen Partei, Gennadi Sjuganow, erreichte mit etwa 17 Prozent den zweiten Platz. Putin erklärte sich vor tausenden Anhängern in Moskau zum Wahlsieger. Unabhängige russische Wahlbeobachter hatten zuvor von mehr als 3000 Unregelmäßigkeiten berichtet. Die Opposition rief für diesen Montag zu Demonstrationen auf.

***

Durch eine Serie von Explosionen in einem Munitionsdepot in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, sind nach jüngsten Angaben mindestens 200 Menschen getötet und 1500 verletzt worden. Ausgelöst wurden die Detonationen nach Angaben der Regierung durch einen Brand im Waffenlager der Kaserne. Zahlreiche Häuser in der Umgebung stürzten ein, etliche wurden beschädigt. Im Umkreis von 700 Metern zersprangen an Gebäuden die Scheiben. Der Verteidigungsminister des zentralafrikanischen Landes rief in einer Fernsehansprache zur Ruhe auf. Es sei kein Krieg ausgebrochen und es habe auch keinen Staatsstreich gegeben.

***

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat in Peking die diesjährige Tagung des Volkskongresses eröffnet. Zum Auftakt stimmte er die rund 3000 Delegierten in der Großen Halle des Volkes auf eine weitere Abkühlung des Wirtschaftswachstums in der Volksrepublik ein. Als Ziel für dieses Jahr nannte er ein Wachstum von 7,5 Prozent und eine Inflationsrate von vier Prozent. Das Haushaltsdefizit werde er bei etwa 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anlegen. Die exportorientierte chinesische Wirtschaft leidet unter der Schuldenkrise in Europa. Es ist die letzte Sitzung des Volkskongresses vor dem im Herbst geplanten Generationswechsel an der Spitze der Kommunistischen Partei.

***

Im Westen des Irak sind bei einer Serie von Angriffen mindestens 21 Angehörige der irakischen Sicherheitskräfte getötet und fünf weitere verletzt worden. Rund fünfzig Bewaffnete hätten am frühen Montagmorgen in der Stadt Haditha mehrere Kontrollposten angegriffen, sagte ein Polizeioffizier. Haditha befindet sich in der sunnitischen Provinz Anbar im Westen des Irak. Nach dem Einmarsch der US-Truppen im Irak 2003 war die Stadt eine der Hochburgen des Terrornetzwerks Al Kaida. Im Jahr 2006 schlugen sich die örtlichen Stämme jedoch auf die Seite des US-Militärs. Seitdem wurden die Aufständischen aus der Provinz verdrängt. In Haditha war es zuletzt weitgehend ruhig gewesen.

***

Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) befasst sich in Wien mit dem umstrittenen Nuklear-Programm des Iran. Dem Gremium liegt der jüngste Bericht von IAEA-Chef Yukiya Amano vor. Darin wird darauf hingewiesen, dass der Iran seine Anreicherung von Uran deutlich gesteigert hat. Zudem verweigerte Teheran Inspektoren der UN-Behörde im Januar und Februar den Zutritt zu einer "Forschungsanlage". Der Westen verdächtigt das Land, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung am Bau der Atombombe zu arbeiten. Teheran bestreitet dies.

WWW-Links

Audio und Video zum Thema