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Nachrichten

05.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: In Libyen liefern sich Truppen von Staatschef Gaddafi und Aufständische weiter heftige Gefechte. Allein in der Stadt Sawija sollen nach Korrespondentenberichten bis zu 50 Menschen getötet worden sein. Die Lage war unübersichtlich, beide Seiten gaben an, die Stadt zu kontrollieren. Kämpfe wurden auch aus dem weitgehend von Aufständischen kontrollierten Osten des Landes gemeldet. Die Rebellen nahmen nach eigenen Angaben die Stadt Ras Lanuf mit ihrem wichtigen Ölhafen ein. Die Truppen Gaddafis hätten die Stadt verlassen. Bei der Explosion eines Waffendepots in der Nähe der von Aufständischen gehaltenen zweitgrößten Stadt Bengasi kamen nach Krankenhaus-Angaben mindestens 17 Menschen ums Leben.

BERLIN / GABES: Die Deutsche Marine hat vor der tunesischen Küste mit der Evakuierung von Flüchtlingen begonnen. Zwei Fregatten und ein Einsatzgruppenversorger seien vor der tunesischen Hafenstadt Gabes vor Anker gegangen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Flüchtlinge sollten in ihr Heimatland Ägypten gebracht werden. In den vergangenen Tagen waren zehntausende Menschen vor den Unruhen in Libyen in das Nachbarland Tunesien geflüchtet. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks hat sich der Flüchtlingsstrom aus Libyen wegen Schikanen und Übergriffen von Soldaten abgeschwächt. Zehntausende Gastarbeiter würden sich aus Angst um ihr Leben nicht auf den Weg machen.

PEKING: Der chinesische Volkskongress hat seine Plenarsitzung begonnen. Zum Auftakt plädierte Ministerpräsident Wen vor den 3.000 Delegierten in Peking für ein langsameres Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft, um eine nachhaltigere Entwicklung zu erreichen. Als Wachstumsziel gab Wen für dieses Jahr nur noch rund acht Prozent vor. Chinas Wirtschaft war im Vorjahr um 10,3 Prozent gewachsen. Der Regierungschef versprach einen schärferen Kampf gegen die Inflation, bessere Sozialsysteme und eine gerechtere Einkommensverteilung. Auf seiner zehntägigen Tagung will der Volkskongress den neuen Fünf-Jahres-Plan beschließen, der eine Umstrukturierung der Wirtschaft anstrebt.

DOHA: Bundespräsident Wulff hat in einem Interview mit dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira seinen umstrittenen Satz über die Integration der Muslime in Deutschland wiederholt. Wulff sagte, der Islam sei ein Teil von Deutschland. Die muslimischen Einwanderer hätten die gleichen Rechte wie alle anderen Deutschen, da auch sie zum Aufbau des Staates beitrügen. Ähnlich hatte sich der Bundespräsident bereits in seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit geäußert. Dafür war er vor allem von Politikern der CDU/CSU kritisiert worden. Zuletzt hatte ihm auch der neue Bundesinnenminister Friedrich widersprochen.

BERLIN: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat vor möglichen schweren Folgen für die deutsche Wirtschaft infolge weiterer Lokführer-Streiks gewarnt. DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben sagte der "Berliner Zeitung", die Wirtschaft sei auf zuverlässigen Verkehr angewiesen. Streiks im Schienengüterverkehr könnten bereits nach wenigen Tagen zu Produktionsstörungen führen, weil ausbleibende Bahntransporte oft nicht kurzfristig auf die Straße oder das Binnenschiff verlagert werden könnten. Wansleben reagierte damit auf die Ankündigung der Lokführer-Gewerkschaft GDL, demnächst stärker den Güterverkehr zu bestreiken. Die GDL erwartet bei ihrer bis Montag laufenden Urabstimmung eine große Zustimmung für einen regulären Arbeitskampf.

HAVANNA: Die kubanische Regierung will nach Angaben der katholischen Kirche acht weitere Gefangene freilassen, darunter einen prominenten Dissidenten. Pedro Arguelles wurde unter anderem wegen Hochverrats zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er dürfe nun nach Hause zurückkehren, teilten seine Frau und ein Kirchensprecher mit. Arguelles gehört zu einer Gruppe von 75 Intellektuellen und Oppositionellen, die 2003 inhaftiert wurden. Nach seiner Freilassung bleiben noch vier von ihnen in Haft. Die sieben anderen Gefangenen sollen nach Spanien ausreisen dürfen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Norden zunächst stark bewölkt mit gelegentlichem Regen. Südlich des Mains freundlicher. Höchstwerte zwischen drei und elf Grad. Am Vormittag meldeten bei überwiegend dunstigem Himmel: Hamburg: 3 Grad, leichter Regen; Berlin: minus 2 Grad: Dresden: minus 1 Grad; Köln/Bonn: minus 2 Grad; Frankfurt am Main: 1 Grad; und München: minus 2 Grad.

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