05.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 05.02.2015
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Nachrichten

05.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:26

Nachrichten von Donnerstag, 5. Februar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Jordanien will "gnadenlosen Krieg" gegen IS:

Jordanien hat nach der Ermordung eines Piloten seiner Luftwaffe durch die IS-Terrormiliz einen "gnadenlosen Krieg" gegen die Extremisten angekündigt. Diese Terrororganisation bekämpfe die wirklichen Werte des Islam, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Petra König Abdullah. Sein Land werde diese Clique von Kriminellen suchen und in ihren eigenen Häusern angreifen. Das Blut des Märtyrerhelden Muas al-Kassasba wird nicht umsonst gewesen sein, kündigte der Monarch an. Der IS hatte am Dienstag ein Video verbreitet, in dem zu sehen ist, wie der jordanische Militärpilot bei lebendigem Leib verbrannt wird. Nur Stunden nach der Veröffentlichung der Bilder waren als Vergeltung zwei zum Tode verurteilte Terroristen hingerichtet worden. Jordanien gehört zu der von den USA geführten internationalen Koalition gegen den IS und beteiligt sich an den Luftangriffen auf die Dschihadisten in Syrien.

UN werfen IS-Miliz Gräueltaten an Kindern vor:

Die Vereinten Nationen haben den Terrormilizen des "Islamischen Staates" (IS) Gräueltaten an Kindern vorgeworfen. In einem Bericht des UN-Ausschusses für die Rechte der Kinder heißt es, der IS setze Kinder als Soldaten, Selbstmordattentäter und Sexsklaven ein. Für tödliche Anschläge würden auch geistig behinderte Kinder benutzt. Der Bericht dokumentiert zudem mehrere Fälle, in denen ganze Gruppen von Minderjährigen hingerichtet wurden. Im Einflussgebiet der Terrorgruppe im Irak und in Syrien habe es auch Enthauptungen, Kreuzigungen und das lebendige Begraben von Kindern gegeben.

Poroschenko drängt NATO-Staaten zu Waffenhilfen:

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko drängt die NATO-Staaten zu Waffenlieferungen an sein Land. Die Eskalation des Konflikts und die wachsende Zahl an zivilen Opfern müssten die Allianz dazu bewegen, noch mehr Unterstützung für die Ukraine zu leisten, sagte Poroschenko der Zeitung "Die Welt". Die Ukraine wolle den Frieden. Aber den müsse man verteidigen und dazu brauche sein Land eine starke Armee mit neuen modernen Waffen. Die Bundesregierung lehnt Waffenlieferungen an Kiew ab, weil sie dadurch eine Verschärfung des Konflikts mit Russland befürchtet. Eine Aufrüstung der Ukraine war von US-Politikern in die Diskussion gebracht worden. Zuletzt hatten sich die USA aber wieder zurückhaltender geäußert. US-Vizepräsident Joe Biden sagte der "Süddeutschen Zeitung", es gebe für diese Krise keine militärische Lösung. Genau das wolle aber Russland, kritisierte Biden. Mögliche Waffenlieferungen an die Ukraine sind auch Thema des Treffens der NATO-Verteidigungsminister an diesem Donnerstag in Brüssel.

NATO berät in Brüssel über schnelle Eingreiftruppe:

Die NATO plant angesichts der angespannten Sicherheitslage eine deutliche Verstärkung ihrer schnellen Eingreiftruppe für weltweite Einsätze (NRF). Die aus Land-, Luft-, See- und Spezialkräften bestehende Truppe solle künftig rund 30.000 Soldaten umfassen, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Auftakt eines Treffens der Verteidigungsminister der Bündnisstaaten in Brüssel. Er erwarte von den Ministern einen Beschluss dazu. Der schnell einsatzbereite Teil der aktuellen Truppe besteht derzeit aus rund 13.000 Soldaten. Er soll zu einer superschnellen Eingreiftruppe mit rund 5000 Soldaten weiterentwickelt werden, die binnen 48 Stunden einsatzbereit ist. Beim Aufbau der Truppe spielt die deutsche Bundeswehr eine Schlüsselrolle. Themen des Verteidigungsministertreffens sind auch die Ukraine-Krise und der Aufbau neuer NATO-Stützpunkte in osteuropäischen Ländern, die dem Bündnis angehören.

EZB hebt Sonderregelung für Griechenland-Bonds auf:

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den angeschlagenen griechischen Banken ihre Hauptgeldquellen stillgelegt. Ab dem 11.Februar werde sie keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheiten für weitere Bankkredite akzeptieren, teilte die EZB in Frankfurt am Main mit. Damit reagiert die EZB auf die Abkehr Griechenlands vom bisherigen Reformkurs. Die EZB könne derzeit nicht davon ausgehen, dass die Überprüfung des Reformprogrammes erfolgreich abgeschlossen wird. Obwohl die Schuldtitel Griechenlands bisher von Ratingagenturen als "Ramschanleihen" bewertet werden, durfte das Land seine Bonds als Sicherheit einbringen. Auf den Schritt der EZB reagierte das Finanzministerium in Athen gelassen und erklärte, griechische Banken könnten ihren Kapitalbedarf auch über andere Kanäle decken.

Viele Tote bei Racheaktion von Boko Haram:

Die nigerianische Terrororganisation Boko Haram hat bei einem Angriff auf den Grenzort Fotokol im benachbarten Kamerun etwa 100 Zivilisten getötet. Ein Sprecher der kamerunischen Streitkräfte sagte, es sei noch nicht möglich, eine genaue Zahl der Opfer zu nennen. Zahlreiche Menschen seien in Moscheen, auf den Straßen oder in ihren Häusern abgeschlachtet worden. Der Angriff war offenbar ein Racheakt für eine Offensive der tschadischen Armee, bei der am Dienstag auf nigerianischer Seite rund 200 Kämpfer der sunnitischen Fundamentalisten getötet worden waren. Die Boko Haram hat ihre Aktivitäten zuletzt auch auf Kamerun und den Tschad ausgeweitet. Die Armeen beider Länder hatten daraufhin eine Zusammenarbeit mit den Streitkräften Nigerias begonnen.

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