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Nachrichten

05.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Veto-Mächte Russland und China haben erneut verhindert, dass der Weltsicherheitsrat die Gewalt in Syrien verurteilt. Die übrigen 13 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums stimmten in New York für einen von Marokko eingebrachten und von der Arabischen Liga und europäischen Staaten unterstützten Resolutionsentwurf. Er sah eine Verurteilung der von der Führung in Damaskus begangenen Menschenrechtsverletzungen vor. Die Blockade der Resolution durch Russland und China stieß international auf scharfe Kritik. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einer großen Enttäuschung. Die UN-Botschafterin der USA, Susan Rice, nannte den Vorgang beschämend. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, dies sei ein Veto gegen die Menschen in Syrien. Kurz vor der Abstimmung im Weltsicherheitsrat war das syrische Regime erneut gewaltsam gegen Zivilisten vorgegangen. Bei einem Armee-Angriff auf die Protesthochburg Homs wurden mindestens 300 Menschen getötet.

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In Ägypten haben sich Demonstranten und Polizei wieder heftige Straßenschlachten geliefert. In Kairo kam es erneut in der Nähe des Innenminsteriums zu Zusammenstößen. Dabei bewarfen Demonstranten Polizisten mit Steinen. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Schrotpatronen gegen die Protestteilnehmer vor. In der Nacht zum Sonntag wurde nach einem Bericht des Staatsfernsehens das Finanzamt der Hauptstadt in Brand gesetzt. Teile des Gebäudes brannten lichterloh. Bei den seit vier Tagen andauernden Protesten gegen die ägyptische Regierung gab es nach offiziellen Angaben in den Städten Kairo und Suez insgesamt zwölf Todesopfer. Mehr als 2500 Menschen seien verletzt worden. Auslöser der Unruhen waren Krawalle bei einem Fußballspiel in der Stadt Port Said. Dabei waren am Mittwoch 74 Menschen getötet worden.

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Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, hat Griechenland mit einem Ende der EU-Hilfen gedroht. Sollte Athen die notwendigen Reformen nicht umsetzen, könne es nicht erwarten, dass "Solidaritätsleistungen" von den anderen Ländern erbracht würden, sagte Juncker dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". In diesem Fall würde im März die Staatspleite erklärt. Allein die Möglichkeit, dass so etwas passieren könnte, sollte aber den Griechen Muskeln verleihen, wo sie im Augenblick noch Lähmungserscheinungen hätten, fügte der Euro-Gruppen-Chef hinzu. Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos will bis Sonntagabend mit der Troika aus Vertretern von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds eine Einigung über einen Schuldenschnitt erzielen. Nach dem Verhandlungsmarathon der vergangenen Wochen stehe das Schicksal seines Landes jetzt auf Messers Schneide, sagte Venizelos.

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Der führende republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney hat die Vorwahlen im US-Staat Nevada offenbar klar gewonnen. Nach dem letzten Stand der Stimmenauszählung liegt der frühere Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär mit etwa 42 Prozent der Stimmen deutlich vor seinen Mitbewerbern. Auf Platz zwei folgt danach sein größter Rivale Newt Gingrich mit rund 25 Prozent vor den beiden übrigen Bewerbern Ron Paul und Rick Santorum. Es wäre Romneys zweiter Vorwahlsieg nach dem Erfolg in Florida am vergangenen Dienstag. Abgestimmt wird auch im Bundesstaat Maine. Das Verfahren dort erstreckt sich allerdings über eine Woche. Am kommenden Dienstag folgen die Vorwahlen in den US-Bundestaaten Colorado, Minnesota und in Missouri.

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Gegen Bundespräsident Christian Wulff gibt es neue Vorwürfe im Zusammenhang mit einem möglichen Verstoß gegen das Ministergesetz. Wulff habe in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident beim VW-Konzern einen Skoda zu Aufsichtsratskonditionen geleast, berichtete das Magazin "Spiegel". Als Aufsichtsrat habe Wulff nur ein Prozent vom Neuwagenpreis als monatliche Leasinggebühr zahlen müssen, während gewöhnliche Kunden 1,5 Prozent abführen müssten. Dies habe einem Vorteil von 1.200 Euro innerhalb eines Jahres entsprochen. Laut Ministergesetz hätte er aber keine Vergünstigungen in Bezug auf sein Amt annehmen dürfen. Wegen des Anteils Niedersachsens an VW ist der Ministerpräsident des Landes Mitglied des Aufsichtsrats.

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