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Nachrichten

05.01.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:38

Nachrichten von Montag, 5. Januar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Weiter Debatte um möglichen Euro-Ausstieg der Griechen :

Die Bundesregierung will die Griechen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel grundsätzlich weiter in der Eurozone halten. Gegenteilige Pläne gebe es nicht, versicherte der SPD-Vorsitzende in einem Interview der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Wie zuvor ein Berliner Regierungssprecher äußerte Gabriel aber zugleich die Erwartung, dass Griechenland seinen Verpflichtungen dauerhaft nachkomme. Am Wochenende hatte das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone habe mittlerweile für Kanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Schrecken verloren und könne notfalls verkraftet werden. Sollte eine neue Athener Regierung unter dem Linkspolitiker Aleksis Tsipras nach den Wahlen am 25. Januar eine radikale Kurswende einleiten, sei ein solches Szenario sogar nahezu unausweichlich.

Euro-Talfahrt geht weiter: Tiefster Stand seit Anfang 2006:

Wegen der unsicheren Lage in Griechenland und der Aussicht auf ein weiteres Öffnen der Geldschleusen durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist der Euro auf den tiefsten Stand seit rund neun Jahren gefallen. In den ersten Handelsstunden der neuen Woche ist der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,1864 Dollar gefallen. Das war der tiefste Stand seit März 2006. Zuletzt konnte sich der Euro allerdings etwas erholen, lag aber mit 1,1938 Dollar immer noch deutlich unter der Marke von 1,20 Dollar, unter der er zuletzt im Sommer 2010 gestanden hatte. Händler begründeten die erneuten Kursverluste mit der Geldpolitik der EZB sowie der Lage in Griechenland. Drei Wochen vor der dortigen Neuwahl ist die Debatte über einen Austritt des Krisenlandes aus der Eurozone wieder voll entbrannt.

Ostukraine: OSZE schlägt Alarm - Krisentreffen in Berlin:

Die andauernden Gefechte in der Ostukraine haben die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) alarmiert. Der Sprecher der OSZE-Mission in Kiew, Michael Bociurkiw, kündigte an, die Zahl der Beobachter in der Ex-Sowjetrepublik werde noch im Januar auf 500 verdoppelt. An diesem Montag sollen in Berlin die politischen Direktoren der Außenministerien Deutschlands, Russlands, Frankreichs und der Ukraine nach Wegen aus der Krise suchen. Das sagte der stellvertretende russische Außenminister Grigori Karassin der Agentur Interfax. Als Reaktion auf die angespannte humanitäre Lage in den Separatistengebieten Donezk und Luhansk schickte Russland seinen elften Hilfskonvoi auf den Weg. Mehr als 120 Fahrzeuge mit etwa 1400 Tonnen Ladung sollen am Donnerstag im Krisengebiet eintreffen. Die Ukraine bezeichnet die russischen Hilfslieferungen erneut als Verletzung ihrer Souveränität.

Libanon führt Visumspflicht für Syrer ein:

Knapp vier Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien gilt im Libanon ab sofort erstmals eine allgemeine Visumspflicht für Syrer. Damit soll der Zustrom von Flüchtlingen noch stärker reglementiert werden. Der Libanon hat bereits mehr als 1,1 Millionen Syrer aufgenommen. Insgesamt soll es sechs Visakategorien geben, darunter Arbeitsvisa und Touristenvisa. Bereits zum Jahreswechsel hatte das Generaldirektorat für Sicherheit in Beirut Angaben zu den neuen Visabestimmungen auf seiner Internetseite veröffentlicht und eine Hotline geschaltet. Im Oktober war ein grundsätzliches Einreiseverbot verhängt worden und die Zahl der neu registrierten Flüchtlinge soll um mehr als 50 Prozent zurückgegangen sein.

China hebt Exportbeschränkungen für Seltene Erden auf:

China hat laut Berichten staatlicher Medien die Exportbeschränkungen für Seltene Erden aufgehoben. Damit komme es einem Schiedsspruch der Welthandelsorganisation (WTO) nach, die die Ausfuhrquoten für unzulässig erklärt hatte, berichteten die Medien. Aus China stammen mehr als 90 Prozent der Weltproduktion an den begehrten Industriemetallen. Sie werden für Rüstungs- und viele Technologieerzeugnisse wie Computer, Handys, Windturbinen und Batterien benötigt. China hatte die Ausfuhr 2010 mit der Begründung beschränkt, Umwelt und Ressourcen besser schützen zu wollen. Das WTO-Schiedsgericht hatte im März nach einer Klage der USA, der EU und Japans geurteilt, dass die Exportquoten chinesischen Firmen unfaire Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Beschränkungen hatten die Weltmarkt-Preise für die stark gefragten Rohstoffe drastisch in die Höhe getrieben.

Prozess gegen "Boston-Bomber" beginnt :

Fast zwei Jahre nach dem Anschlag auf den Marathonlauf von Boston beginnt an diesem Montag der Prozess gegen den überlebenden mutmaßlichen Attentäter Dschochar Zarnajew. Zunächst erfolgt vor einem Bundesgericht im US-Staat Massachusetts die Auswahl der Geschworenen, was Monate dauern könnte. Zarnajew hatte laut Anklage zusammen mit seinem Bruder Tamerlan am 15. April 2013 im Zielbereich des Laufs in Rucksäcken zwei selbstgebastelte Bomben versteckt. Drei Menschen wurden getötet, mehr als 260 weitere verletzt. Auf ihrer Flucht erschossen die aus einer tschetschenischen Familie stammenden Brüder zudem einen Polizisten. Tamerlan wurde bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei getötet. Für den mittlerweile 21-jährigen Dschochar fordert die Anklage die Todesstrafe.

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