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Langsam gesprochene Nachrichten

04.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:55

Nachrichten von Montag, 4. Dezember 2017 – langsam gesprochen als MP3

Ferber bestätigt Berichte über Seehofers Abgang als Ministerpräsident:

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer will dieses Amt nach Informationen aus der Partei aufgeben. Seehofer werde bei der Landtagswahl im kommenden Jahr nicht mehr als Spitzenkandidat antreten, bestätigte der CSU-Europaabgeordenete Markus Ferber entsprechende Zeitungsberichte. Den Vorsitz der CSU wolle Seehofer aber behalten. Nach massiven Verlusten bei der Bundestagswahl hatte sich der Druck auf den Parteichef deutlich erhöht. Parteiintern waren zuletzt immer mehr Stimmen laut geworden, die einen Machtwechsel an der Spitze anmahnten.

 

Brexit: Treffen von May mit EU-Kommissionschef Juncker:

Die britische Premierministerin Theresa May kommt an diesem Montag in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammen. Bei dem Mittagessen soll klargestellt werden, zu welchen Zugeständnissen Großbritannien beim Austritt aus der EU 2019 bereit ist. Bislang hat es angesichts des Streits um Finanzforderungen bei den Brexit-Verhandlungen kaum Fortschritte gegeben. Beobachter rechnen damit, dass die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommende Woche die Ausweitung der Verhandlungen einläuten könnten, sofern die Klarstellungen Mays als ausreichend angesehen werden.

 

Eurogruppe bestimmt neuen Vorsitzenden:

Die Finanzminister der Eurozone wählen an diesem Montag einen neuen Vorsitzenden. Vier Kandidaten haben sich für die Nachfolge von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem aus den Niederlanden beworben, dessen Mandat Mitte Januar ausläuft. Es handelt sich um den portugiesischen Finanzminister Mário Centeno, den Slowaken Peter Kazimir, den Luxemburger Pierre Gramegna und die Lettin Dana Reizniece-Ozola. Abgestimmt wird in geheimer Wahl. Nötig ist die Unterstützung durch mindestens zehn der 19 Euro-Staaten. Daneben beraten die Euro-Finanzminister über Reformen Griechenlands, die Voraussetzung für weitere Hilfsgelder sind. Eine Entscheidung über die Auszahlung weiterer Mittel aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren dritten Hilfspaket ist aber erst Anfang 2018 geplant. 

 

Deutschland liegt bei Asylentscheiden weiter an der Spitze:

Im ersten Halbjahr 2017 sind in Deutschland nach Informationen der Zeitung "Die Welt" mehr Asylentscheidungen getroffen worden als in den übrigen 27 EU-Staaten zusammen. Das Blatt berichtet unter Hinweis auf das EU-Statistikamt Eurostat, den etwa 358.000 Entscheidungen in Deutschland stünden rund 199.000 Entscheidungen in den anderen 27 EU-Staaten gegenüber. Die Angaben der europäischen Statistiker weichen ab von denen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das im ersten Halbjahr sogar 388.201 Entscheidungen über Erstanträge gezählt habe. Viele Migranten reisten unerlaubt in ihre bevorzugten Staaten weiter, vor allem nach Deutschland. Seit April 2016 kommen dem Bericht zufolge monatlich rund 15.000 neue Schutzsuchende an. Damit sei Deutschland bis heute das mit Abstand wichtigste Zielland geblieben.

 

Südkorea und USA starten bisher größte Luftwaffenübung:

Südkoreanische und US-Streitkräfte haben ihre bisher größte Luftwaffenübung begonnen, was die Zahl der Flugzeuge angeht. An dem Manöver "Vigilant Ace" sollen nach Militärangaben mehr als 230 US-Kampfflugzeuge sowie etwa 12.000 Soldaten teilnehmen. Die fünftägige Übung soll die "Bereitschaft" der beiden verbündeten Länder stärken. Nach unbestätigten südkoreanischen Medienberichten könnten daran auch US-Langstreckenbomber des Typs B-1B teilnehmen. Im November 2016 nahmen gut 16.000 Soldaten und mehr als 200 Flugzeuge an der alljährlichen Übung teil. Vor wenigen Tagen hatte Nordkorea eine weitere Interkontinentalrakete gestartet, der Test war international scharf kritisiert worden. Das diplomatisch isolierte Land erklärte kurz danach, es könne jetzt das gesamte Festland der USA mit Atomsprengköpfen angreifen. Pjöngjang wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten. 

 

Venezuelas Staatschef will neue Kryptowährung:

Das hochverschuldete Venezuela hat die Einführung einer Kryptowährung angekündigt. Die neue Währung "Petro" sei eine Antwort auf die finanzielle Blockade seines Landes im Zuge der US-Sanktionen, sagte Präsident Nicolas Maduro. Die Währung werde gestützt durch die natürlichen Ressourcen des ölreichen Landes. Die USA hatten im August ihre Sanktionen gegen Venezuela verschärft und erklärt, damit solle die "Tyrannei" Maduros gestoppt werden. Dieser kündigte dann im November angesichts der katastrophalen Wirtschaftslage an, venezolanische Schulden nicht wie vereinbart zurückzuzahlen. Vielmehr solle zunächst die Lage der Bevölkerung in dem einst wohlhabenden Land verbessert werden. Es fehlt vielerorts an Nahrungsmitteln und Medikamenten. Hinzu kommt eine extrem hohe Inflation, die nach Angaben der Opposition Ende des Jahres bei 1400 Prozent liegen könnte.

 

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