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Nachrichten

04.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:53

Nachrichten von Donnerstag, 4. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

Tschetschenische Rebellen stürmen Pressegebäude:

Bei einem Feuergefecht mit tschetschenischen Rebellen sind in der russischen Teilrepublik mehrere Polizisten getötet worden. Nach Angaben des russischen Anti-Terror-Komitees stürmten die Rebellen in der Hauptstadt Grosny zunächst einen Kontrollposten der Verkehrspolizei und dann ein Gebäude, in dem Medienbetriebe untergebracht sind. Zu der Zahl der Getöteten machte die Behörde keine Angaben. Die russische Nachrichtenagentur RAI-Novosti berichtete von mindestens fünf getöteten und mehreren verletzten Polizisten. Der Präsident der Teilrepublik, Ramsam Kadyrow, sagte, auch sieben Rebellen seien getötet worden. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet unter Berufung auf Kadyrow, mehrere Rebellen hätten sich in einer Schule im Stadtzentrum verschanzt. Ob Geiseln genommen wurden, sei unklar. Der Überfall ereignete sich wenige Stunden bevor der russische Präsident Wladimir Putin eine Rede an die Nation halten wollte. In den russischen Teilrepubliken im Nordkaukasus kämpfen islamistische Extremisten für einen von Moskau unabhängigen Gottesstaat. In Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen Rebellen und Moskau-treuen Einheiten.

Wieder keine Anklage gegen US-Polizisten nach Tod von Afroamerikaner :

Erneut muss sich ein weißer Polizist in den USA nicht für den Tod eines Afroamerikaners unter zweifelhaften Umständen verantworten. Eine Grand Jury in New York verzichtete auf eine Anklage gegen einen Polizeibeamten, der einen schwarzen Familienvater in den Würgegriff genommen hatte. Der 43-jährige Eric Garner war Mitte Juli in New York von mehreren weißen Polizisten niedergerungen worden, die ihn des illegalen Zigarettenverkaufs verdächtigten. Auf einem Amateurvideo ist zu sehen, wie der unter Asthma leidende, übergewichtige Garner mehrmals sagt, keine Luft mehr zu bekommen. Dann verliert er das Bewusstsein. Im Krankenhaus wurde Garner für tot erklärt. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio rief die Bevölkerung auf, "keine Gewalt und kein Chaos" zu verursachen. Aber kurz nach dem Gerichtsbeschluss kam es wieder zu Ausschreitungen und zahlreichen Festnahmen. Zuvor hatten Hunderte Menschen am Times Square friedlich gegen die Gerichtsentscheidung protestiert. US-Justizminister Eric Holder kündigte nationale Ermittlungen an. Es werde geprüft, ob im Fall Garner Bürgerrechte verletzt worden seien, sagte Holder.

17 US-Bundesstaaten klagen gegen Obamas Einwanderungspolitik:

In den USA gehen mehrere Bundesstaaten juristisch gegen Präsident Barack Obamas Vorstoß in der Einwanderungspolitik vor. Unter der Führung von Texas reichten 17 Staaten Klage gegen Obamas umstrittenes Einwanderer-Dekret ein. Es sei gesetzeswidrig, sagte der designierte Gouverneur von Texas, Greg Abbott. Der Republikaner warf Obama vor, unrechtmäßig das Einwanderungsrecht umschreiben zu wollen und die vom Kongress verabschiedeten Gesetze zu missachten. Viele der klagenden Staaten wie Alabama, Idaho, Mississippi und Utah sind Hochburgen der Republikaner, der politischen Gegenspielern Obamas. Der US-Präsident will mehr als vier Millionen Menschen, die sich illegal in den USA aufhalten, per Anordnung vor Abschiebung schützen. Angesichts des Vorstoßes haben die Republikaner bereits damit gedroht, Obamas Haushalt abzulehnen und so einen Stillstand der öffentlichen Verwaltung wie vor einem Jahr zu provozieren.

US-Armee: IS trainiert Milizen auch in Libyen:

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) versucht nach Beobachtungen der US-Armee, möglicherweise auch in Libyen Fuß zu fassen. Im Osten des nordafrikanischen Landes seien Trainingscamps "im Entstehen" begriffen, teilte der Chef des Afrika-Kommandos, General David Rodriguez, in Washington mit. Die Anzahl der Trainingsteilnehmer liege bei etwa 200. Generell seien Ausmaß und Hintergründe der IS-Aktivitäten in Libyen aber noch ungeklärt, so Rodriguez weiter. Derzeit kontrolliert die Extremistenorganisation weite Teile in Syrien und im Irak. Eine internationale Militärkoalition geht in beiden Ländern gegen die IS-Kämpfer vor. Libyen zerfällt nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi 2011 immer stärker in Einflussgebiete verschiedener Milizen. Gegenwärtig ringen zwei Regierungen mit Sitz in Tripolis beziehungsweise Tobruk um die Macht.

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