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Langsam gesprochene Nachrichten

04.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:29

Nachrichten von Samstag, 4. November 2017 – langsam gesprochen als MP3

Spanien stellt europäischen Haftbefehl gegen Puigdemont aus:

Die spanische Justiz hat Europäische Haftbefehle gegen den katalanischen Ex-Präsidenten Carles Puigdemont und vier seiner früheren Minister erlassen. Die Politiker hatten sich nach der Entmachtung der Regionalregierung in Barcelona nach Brüssel abgesetzt. Einer Vorladung der spanischen Justiz waren sie nicht gefolgt, daraufhin wurden nun die Haftbefehle ausgestellt. Nach einer Festnahme in Belgien könnten sie nach Spanien ausgeliefert werden. Dort droht ihnen eine Anklage wegen Rebellion, Aufruhr und Missbrauch öffentlicher Gelder. Dafür drohen in Spanien Haftstrafen von bis zu 30 Jahren. Puigdemont sagte im Fernsehen, er sei bereit, mit den Justizbehörden Belgiens zusammenzuarbeiten. Den spanischen Behörden wolle er sich aber nicht stellen. Außerdem erklärte er seine Bereitschaft, bei den Neuwahlen in Katalonien am 21. Dezember zu kandidieren.

 

Weißes Haus gibt düsteren Klimareport frei:

US-Behörden haben einen Klimareport veröffentlicht, der in weiten Teilen der Position der Regierung von US-Präsident Donald Trump zum Klimawandel widerspricht. In dem 477 Seiten langen Dokument heißt es, die globale Erwärmung werde zum weitaus größten Teil vom Menschen verursacht. Es gebe dafür "keine überzeugende alternative Erklärung". Der Bericht wurde von mehr als 100 Wissenschaftlern erstellt. Trotz des krassen Kontrasts zu den eigenen Standpunkten habe das Weiße Haus nicht versucht, die Veröffentlichung zu blockieren oder zu verändern, zitierten US-Medien Experten. Trump hatte vor seiner Wahl zum Präsidenten den Klimawandel wiederholt als Erfindung bezeichnet. In seiner bisherigen Amtszeit hat er damit begonnen, die Klimaschutzmaßnahmen zurückzufahren. Außerdem verkündete er den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.

 

Vor Weltklimakonferenz wollen Tausende in Bonn gegen Kohle demonstrieren:

Zwei Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn hat ein breites Bündnis für Samstag zu einer internationalen Großdemonstration aufgerufen. Bei zwei Kundgebungen und einem Protestzug unter dem Motto "Klima schützen - Kohle stoppen" erwarten die Veranstalter mehrere tausend Teilnehmer in der ehemaligen Hauptstadt. Zu der Demonstration aufgerufen haben unter anderem die Organisationen Germanwatch, BUND, WWF, Greenpeace und Oxfam. Zusätzlich wollen rund 1000 Radfahrer von Köln ins rund 30 Kilometer entfernte Bonn fahren. Die am Montag beginnenden Gespräche sind die größte zwischenstaatliche Konferenz, die es je auf deutschem Boden gegeben hat. Mehr als 23.000 Menschen aus 197 Ländern treffen sich, um den Kampf gegen den Klimawandel voranzutreiben.

 

Juristische und berufliche Konsequenzen für Oscar-Preisträger Kevin Spacey:

Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung und des Missbrauchs haben für Oscar-Preisträger Kevin Spacey juristische und berufliche Konsequenzen: Der Streamingdienst Netflix kündigte am Freitag jegliche Zusammenarbeit mit dem Star auf. Zuvor waren bereits die Dreharbeiten zur sechsten Staffel von "House of Cards" gestoppt worden. In der US-Fernsehserie spielt Spacey die Hauptrolle. Acht Mitarbeiter von "House of Cards" hatten gegenüber CNN offen über sexuelle Belästigung durch den Schaupieler gesprochen. Indessen bestätigte die britische Polizei, nach einer Anzeige zu einem Vorfall aus dem Jahr 2008 im Süden Londons Ermittlungen gegen Spacey eingeleitet zu haben. Der 58-Jährige ist einer von mehreren Hollywood-Stars, die sich derzeit mit Belästigungs- und Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert sehen.

 

Belästigungsvorwürfe: Weitere britische Politiker suspendiert:

Im Skandal um sexuelle Belästigung im britischen Parlament sind weitere Abgeordnete suspendiert worden. Wie britische Medien berichteten, wurde der konservative Abgeordnete für Dover, Charles Elphicke, wegen "schwerer Vorwürfe" vorläufig aus der Partei ausgeschlossen. Die Polizei sei in dem Fall eingeschaltet worden, hieß es. Elphicke bestritt über Twitter jedes Fehlverhalten. Auch die oppositionelle Labour-Partei suspendierte einen Abgeordneten. Der heute 76-jährige Kelvin Hopkins soll eine junge Frau bei einer Veranstaltung im Jahr 2014 sexuell belästigt haben. Wegen Belästigungsvorwürfen war am Mittwochabend auch der britische Verteidigungsminister Michael Fallon zurückgetreten. Die britische Premierministerin Theresa May gab unterdessen einen Verhaltenskodex zum Umgang mit derartigen Vorfällen heraus. Darin wird zum Beispiel festgelegt, dass bei der Aufklärung eine unabhängige Person hinzugezogen werden muss.

 

Mehr als 30 Tote bei Flüchtlingsunglück im Mittelmeer:

Zahlreiche Migranten sind bei einem neuen Flüchtlingsunglück auf dem Mittelmeer ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen seien auf dem Weg nach Italien gestorben, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR auf Twitter mit. Viele weitere würden vermisst. Die EU-Marinemission Sophia sprach auf ihrer Facebookseite von 23 Toten, die von Einsatzkräften aus dem Mittelmeer geborgen worden seien. In den vergangenen Tagen gab es viele Rettungseinsätze, bei denen insgesamt mehr als 1300 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen zwischen Januar und Oktober rund 150.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Mindestens 2800 Menschen starben auf der Überfahrt oder werden vermisst.

 

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