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Nachrichten

04.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:10

Nachrichten von Montag, 4. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Kommandeur des Islamischen Dschihad bei Luftangriff getötet:

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist ein ranghoher Kommandeur der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad getötet worden. Die Gruppierung ist mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas verbündet. Nach israelischen Armeeangaben war der Kommandeur für die Koordinierung von Raketenangriffen auf Israel zuständig. Nach Medienberichten wurde er in Dschabalija getötet. Derweil trat eine von Israel angekündigte Waffenruhe für den Großteil des Gazastreifens in Kraft. Die siebenstündige Feuerpause soll vor allem die Bergung von Toten und die Versorgung von Verletzten ermöglichen. Zudem können in der Zeit humanitäre Güter in den Landstreifen gebracht werden. Ausgenommen ist allerdings die Region um die Stadt Rafah. Dort befinden sich weiterhin israelische Armee-Einheiten im Kampfeinsatz.

Berlin stoppt Rüstungsgeschäft mit Russland:

Angesichts der Ukraine-Krise hat die Bundesregierung ein Rüstungsgeschäft der Firma Rheinmetall mit Russland endgültig gestoppt. Eine von der schwarz-gelben Vorgängerregierung erteilte Genehmigung für den Bau eines Gefechtsübungszentrums sei widerrufen worden, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte das Geschäft im Umfang von 100 Millionen Euro als Reaktion auf die Krim-Krise bereits im März vorläufig gestoppt. Hintergrund für den nun erteilten Widerruf sind die von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland. Das Gefechtsübungszentrum, das in der Stadt Mulino in der Wolga-Region erbaut und noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden sollte, war zur Ausbildung von Soldaten mit technisch hochentwickelten Simulationsinstrumenten vorgesehen. Pro Jahr hätten bis zu 30.000 Soldaten in einer solchen Anlage ausgebildet werden können.

Immer mehr Tote bei Erdbeben in China:

Die Provinz Yunan im Südwesten Chinas ist vom stärksten Beben seit 14 Jahren erschüttert worden. Dabei kamen mehr als 380 Menschen ums Leben. Etwa 1880 Einwohner erlitten Verletzungen, als ein heftiger Erdstoß die abgelegene Bergregion durchschüttelte. Mindestens 12.000 Häuser wurden zerstört, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet. Weitere 30.000 Gebäude wurden beschädigt. Nach Messungen der US-Erdbebenwarte erreichte der Erdstoß eine Stärke von 6,3 und ereignete sich in nur einem Kilometer Tiefe. Das Epizentrum lag im Bezirk Ludian in der Nähe der Stadt Zhaotong. Ein Anwohner sagte, die Gegend gleiche einem "Schlachtfeld nach einer Bombardierung". Die Regierung schickte Feuerwehrleute und 2500 Soldaten in die Region. Zudem ließ sie Tausende von Zelten, Betten und Kleidungsstücke ins Katastrophengebiet bringen. Inzwischen wurden 44 Nachbeben von der Stärke 5 und stärker registriert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bot China Hilfe an.

Geldspritze für portugiesische Krisenbank BES:

Die angeschlagene portugiesische Bank Espírito Santo (BES) bekommt eine Finanzspritze von 4,9 Milliarden Euro. Zudem sollen faule Kredite und Geschäfte der größten Privatbank des Landes in eine Bad Bank ausgelagert werden. Zentralbankchef Carlos Costa versicherte, die Rettungsaktion werde weder den Staat noch die Einlagenbesitzer in Mitleidenschaft ziehen. Am Mittwoch hatte die Bank für das erste Halbjahr den größten Verlust verkündet, den jemals ein portugiesisches Bankhaus erlitten hatte. Er beläuft sich auf 3,57 Milliarden Euro. Die Notenbank sprach von Hinweisen auf illegale Geschäfte. Ausgelöst wurden die Schwierigkeiten durch Geldprobleme der Gründerfamilie der Bank. Mehrere Unternehmen der Familie sind insolvent. Mit der Rekapitalisierung der Bank will die Regierung weitere Auswirkungen auf Portugals fragile Wirtschaft verhindern. Die Europäische Kommission teilte mit, dass sie den Rettungsplan billige.

Algenalarm in Ohio: Trinkwasser für 400.000 US-Bürger gesperrt :

Die Behörden der Stadt Toledo im US-Bundesstaat Ohio haben wegen einer erhöhten Algenkonzentration im Leitungswasser Alarm geschlagen. Rund 400.000 Menschen wurden aufgerufen, vorerst kein Leitungswasser zu trinken. Gouverneur John Kasich rief den Notstand in der Region aus und schickte die Nationalgarde, um die Bevölkerung mit Wasserflaschen zu versorgen. Die städtischen Behörden hatten erstmals am Samstag vor dem verseuchten Trinkwasser gewarnt, nachdem zu hohe Werte des giftigen Algenprodukts Microzystin gemessen worden waren. Nach Angaben des Roten Kreuzes kann Mikrozystin im Trinkwasser Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Nierenschäden verursachen. Am Sonntag seien die Werte zwar gesunken, es seien aber weitere Tests nötig, um Risiken auszuschließen, sagte Bürgermeister Michael Collins. Die Stadt Toledo bezieht ihr Trinkwasser aus dem Eriesee.

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