1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

04.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

In Syrien ist weiterhin kein Ende der Gewalt in Sicht. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen prangerte in einer nicht bindenden Resolution die Gewalt in Syrien an und rief den Sicherheitsrat auf, endlich zu handeln. Gesucht wird auch ein neuer Sondervermittler, nachdem der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan seinen Rücktritt einreichte. Nach Medienberichten haben die Vereinten Nationen inzwischen auch die Hälfte ihres Beobachter-Teams vorübergehend aus der umkämpften Stadt Aleppo abgezogen. Eine UN-Sprecherin sagte, Grund dafür seien nicht die Gefechte, sondern der Zusammenbruch des Mobilfunknetzes. Das Internationale Rote Kreuz bezeichnete die humanitäre Lage im Land als besorgniserregend.

***

Der Sudan und der Südsudan haben ihren Streit über die gemeinsamen Erdölreserven offenbar beigelegt. Beide Staaten hätten ein Abkommen über die finanziellen Details getroffen, erklärte der Vermittler der Afrikanischen Union, Thabo Mbeki, in Addis Abeba, wo Gespräche zwischen beiden zerstrittenen Ländern stattfinden. Der frühere südafrikanische Präsident kündigte an, dass die seit Januar gestoppte Förderung des Erdöls im Südsudan wieder aufgenommen werde. Mbeki zufolge haben der Sudan und Südsudan nun bis zum 22. September Zeit, andere noch strittige Punkte zu klären. Der Streit über die gemeinsamen Erdölreserven hatte in den vergangenen Monaten zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen beiden Staaten mit vielen Toten geführt.

***

Weißrussland hat den schwedischen Botschafter des Landes verwiesen. Das teilte Schwedens Außenminister Carl Bildt in Stockholm mit. Grund für die Ausweisung sei der Einsatz des Botschafters für die Demokratie in Weißrussland gewesen. Die Regierung in Minsk erklärte dagegen, man habe lediglich die Akkreditierung des Botschafters nicht verlängert. Als Reaktion auf die Ausweisung des schwedischen Botschafters forderte Stockholm inzwischen zwei weißrussische Diplomaten auf, das skandinavische Land zu verlassen.

***

Der regierungskritische russische Medien-Mogul Alexander Lebedew zieht sich aus seinem Heimatland zurück. Der 53-jährige Milliardär kündigte an, seine Geschäfte in Russland abzuwickeln. Grund dafür seien fortgesetzte Drohungen und Erpressungen des Inlandsgeheimdienstes. Er kapituliere vor dem Druck und der Hetze, die gegen seine Familie und gegen seine Unternehmen ausgeübt würden. Lebedew hatte in der Vergangenheit prominente Oppositionelle unterstützt und ist Teilhaber der regierungskritischen Zeitung „Nowaja Gaseta“. Sein Vermögen wird auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

***

Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat sich für die Sicherheit von Touristen in seinem Land verbürgt. Bei einem Besuch des Urlaubsorts Luxor sagte Mursi, sein Land sei heute sicherer als vor dem Beginn des politischen Umsturzes. Mursi lud alle Ausländer dazu ein, "Ägyptens Klima und antike Sehenswürdigkeiten" zu genießen. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Ägyptens. Er war nach den Unruhen im Frühjahr 2011, die zum Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak geführt hatten, massiv eingebrochen und erholt sich nur langsam.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema