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Nachrichten

04.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach dem Weltsicherheitsrat hat auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, ein Ende der Gewalt gegen die Opposition in Syrien verlangt. Der Tod so vieler Demonstranten sei grausam und schockierend, sagte er in New York. Ban kündigte an, direkten Kontakt mit Syriens Präsident Baschar el Assad und anderen ranghohen Vertretern des Landes aufnehmen zu wollen. Der Sicherheitsrat hatte nach wochenlangen zähen Verhandlungen eine Erklärung verabschiedet, in der von Menschenrechtsverletzungen und Gewaltanwendung gegen Zivilisten durch die syrischen Behörden die Rede ist. Das Papier, bei dem es sich auf Betreiben Russlands und Chinas nicht um eine formelle Resolution handelt, verlangt zudem, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssten. Nur der Libanon distanzierte sich von der Erklärung.

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Die Hungersnot in Somalia weitet sich aus. Fachleute der Vereinten Nationen warnten im kenianischen Nairobi, dass die Hilfsleistungen für die notleidende Bevölkerung am Horn von Afrika noch immer nicht ausreichten. Wegen der dramatischen Situation in den Dürregebieten wurden drei weitere Regionen Somalias offiziell zu Katastrophengebieten erklärt. Grund sei die steigende Zahl der an akuter Unterernährung leidenden Menschen im Süden und im Zentrum des Bürgerkriegslandes, hieß es. Auch die Sterberate sei deutlich erhöht. Allein in Somalia sollen 3,7 Millionen Menschen von der Krise betroffen sein. 3,2 Millionen von ihnen benötigen nach Angaben der Helfer sofortige, lebensrettende Maßnahmen.

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Nach der Absage des Fluglotsen-Streiks ist der Luftverkehr am Frankfurter Flughafen reibungslos angelaufen. Es herrsche reger Flugbetrieb, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Auch von anderen deutschen Flughäfen werden keine Verzögerungen gemeldet. Die Airports hatten sich auf Flugausfälle und veränderte Flugpläne eingestellt. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte den Streik am Mittwochabend in erster Instanz gestoppt, die Gewerkschaft der Flugsicherung blies daraufhin den Arbeitskampf etwa zehn Stunden vor dem geplanten Beginn ab. Zu einer Berufungsverhandlung kam es nicht mehr. Die Gewerkschaft will an diesem Donnerstag über das weitere Vorgehen beraten. Die Fluglotsen haben sich für ihren Arbeitskampf eine Vorwarnzeit von 24 Stunden auferlegt. Sie fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

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Im Grenzstreit zwischen Serbien und dem Kosovo bleiben die Fronten verhärtet. Eine Vereinbarung zwischen der NATO-Truppe KFOR und serbischen Vertretern, die umstrittenen Grenzübergänge vorerst unter internationaler Kontrolle zu lassen, wurde von der kosovarischen Regierung zurückgewiesen .Die KFOR hatte erklärt, dass die NATO-Soldaten bis mindestens Mitte September "Kontrolle und Oberbefehl" über die Grenzübergänge Jarinje und Brnjak im Nordkosovo behalten sollten. Falls notwendig, könnte dies verlängert werden. Belgrad habe sich bereit erklärt, dass alle von Angehörigen der serbischen Minderheit im Norden des Kosovo errichteten Straßensperren abgebaut würden. Die Regierung des Kosovo wies die vorläufige Einigung aber als "inakzeptabel und unausführbar" zurück.

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Angesichts des Höhenflugs des Yens hat Japan auf den Devisenmärkten eingegriffen. Finanzminister Yoshihiko Noda sagte, die Regierung in Tokio habe damit "exzessiven Entwicklungen" bei der japanischen Währung begegnen wollen. Der starke Yen habe die Erholung der exportabhängigen Wirtschaft des Landes von den Folgen der Tsunami-Katastrophe und des Reaktorunglücks in Fukushima im März gefährdet. Wegen der Schuldenkrisen in Europa und den Vereinigten Staaten hatte es in den vergangenen Tagen eine Flucht aus dem Euro und dem Dollar in japanische Yen und Schweizer Franken gegeben. Die Wettbewerbsfähigkeit von Japan und der Schweiz wird damit massiv geschwächt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt mit Schauern und Gewittern. Im Westen auch längere sonnige Abschnitte. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte von 20 bis 28 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Auch am Freitag bleibt es wechselhaft mit zum Teil kräftigen Schauern und Gewittern. Die Sonne zeigt sich nur selten bei Maximaltemperaturen zwischen 20 und 27 Grad.

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