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Nachrichten

04.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als Audio-Datei.

Audio anhören 08:45

Nachrichten von Montag, 4. Juli 2016 – langsam gesprochen als MP3

Frankreich stürmt ins Halbfinale:

Bei der Fußball-EM hat Gastgeber Frankreich durch einen 5:2-Sieg gegen Island vor 76.000 Zuschauern das Halbfinale erreicht. Die Franzosen treffen nun am kommenden Donnerstag in Marseille auf die deutsche Mannschaft, die zuvor im Elfmeterschießen Italien ausgeschaltet hatte. Das andere Halbfinale bestreiten Wales und Portugal am Mittwoch in Lyon.

130 Tote bei Anschlag in Bagdad:

Nach dem Terroranschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die Zahl der Toten nach Berichten des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira auf mindestens 130 gestiegen. Die Opferzahl könnte sich noch erhöhen, weil viele Verletzte in Lebensgefahr schweben und Opfer unter den Trümmern zerstörter Gebäude vermutet werden. Wenige Tage vor dem Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan war in einem beliebten Einkaufsviertel eine Autobombe explodiert. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich im Internet zu der Tat. Es war der schwerste Anschlag im Irak in diesem Jahr.

Britische Regierung will Unternehmen deutlich bei Steuern entlasten:

Mit einer deutlichen steuerlichen Entlastung will der britische Finanzminister George Osborne Unternehmen nach dem Brexit-Votum zu einem Verbleib in Großbritannien bewegen. Die Körperschaftsteuer solle von derzeit 20 Prozent auf unter 15 Prozent gesenkt werden, berichtete die "Financial Times". Dieser Satz wäre im Vergleich der großen Volkswirtschaften der Erde der niedrigste. Ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union würde nach Einschätzung des Prognos-Instituts einen massiven Schrumpfkurs der dortigen Wirtschaft auslösen. Zwar seien die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung gegenwärtig noch sehr unsicher. In einem "plausiblen Szenario" rechnet Prognos indes damit, dass die britische Wirtschaftsleistung im Jahr 2025 rund 15 Prozent niedriger liegen würde als ohne Austritt aus der EU.

Sanktionen gegen Spanien und Portugal gefordert:

EU-Kommissar Günther Oettinger hat EU-Sanktionen gegen Spanien und Portugal gefordert. Beide Länder hätten 2015 ihre Haushaltsverpflichtungen nicht erreicht. Wenn die Kommission ihre Glaubwürdigkeit bei der Einhaltung von Etatregeln bewahren wolle, müsse man Sanktionen gegen Spanien und Portugal beschließen, sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Zuvor hatte bereits EU-Vize-Kommissionschef Valdis Dombrovskis dafür plädiert, Maßnahmen gegen die südeuropäischen Länder zu verhängen. Der Euro-Stabilitätspakt sieht eine Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung vor. Ländern, die dagegen verstoßen, drohen Bußgelder, die bisher aber noch nie verhängt wurden. Die EU-Kommission hatte zuletzt noch vorgeschlagen, beiden Ländern ein Jahr mehr Zeit zum Sparen zu geben, auch mit Blick auf die Parlamentswahl im Juni in Spanien.

Netanjahu kündigt aggressive Maßnahmen im Westjordanland an:

Nach neuen tödlichen Anschlägen von Palästinensern hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu harte Maßnahmen im besetzten Westjordanland angekündigt. Man befinde sich in einem fortgesetzten Kampf gegen den Terrorismus und setze nun auch aggressive Maßnahmen ein, die in der Vergangenheit nicht verwendet worden seien, sagte Netanjahu. Er nannte unter anderem eine Blockade des gesamten Gebiets um Hebron im Süden des israelisch besetzten Westjordanlands, die 700.000 Menschen betreffe. Einwohnern des Dorfes Bani Naim, aus dem mehrere Angreifer stammten, sollten ihre Arbeitsgenehmigungen in Israel entzogen werden. Die Armee werde zwei weitere Brigaden in das Westjordanland verlegen. Die israelischen Siedlungen sollten außerdem weiter gestärkt werden. In den vergangenen neun Monaten sind bei einer Welle palästinensischer Anschläge 35 Israelis getötet worden. Mehr als 220 Palästinenser starben, meist bei ihren eigenen Attacken.

Attentäter sprengt sich nahe US-Konsulat in Saudi-Arabien in die Luft:

In unmittelbarer Nähe des US-Konsulats in der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda hat sich ein Attentäter in die Luft gesprengt. Größere Schäden konnten offenbar verhindert werden, weil Sicherheitskräfte in der Nacht zu Montag auf den Mann aufmerksam geworden und eingeschritten seien, teilte das Innenministerium in Riad mit. Als sich die Beamten näherten, habe der Mann auf einem Krankenhaus-Parkplatz gegenüber dem Konsulat einen Sprengstoffgürtel gezündet. Die beiden Beamten seien leicht verletzt worden, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Die regierungsnahe Zeitung "Sabk" zeigte Bilder vom Explosionsort. Darauf waren Blut und beschädigte Autos zu sehen. Die Zeitung sprach von einem fehlgeschlagenen Bombenattentat. Die Behörden nahmen nach Ministeriumsangaben Ermittlungen auf. Die Identität des Attentäters war zunächst unklar, ebenso etwaige Verbindungen zu radikalen Gruppen.

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