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Nachrichten

04.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Im Europäischen Parlament wird an diesem Mittwoch über das umstrittene internationale Urheberrechtsabkommen ACTA abgestimmt. Politische Beobachter gehen davon aus, dass das Abkommen im Plenum in Straßburg scheitern wird. ACTA soll Produkt- und Markenpiraterie verhindern und den Schutz geistigen Eigentums verbessern. Kritiker befürchten hingegen vor allem einen Eingriff in die Freiheitsrechte im Internet. Ohne die Zustimmung des EU-Parlaments können internationale Abkommen in der Europäischen Union nicht in Kraft treten.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Italiens Regierungschef Mario Monti kommen im Rahmen der deutsch-italienischen Regierungskonsultationen an diesem Mittwoch in Rom zusammen. Dabei geht es unter anderem um die Nachbereitung der Beschlüsse des EU-Gipfels in der vergangenen Woche in Brüssel. Dort hatte sich Monti durchgesetzt und wesentliche Maßnahmen zur Schuldenbegrenzung in seinem Land erreicht. Die Details der Gipfelbeschlüsse müssen noch ausgearbeitet werden. Merkel wird bei den Gesprächen in der römischen Villa Madama von mehreren Fachministern begleitet, darunter Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

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Die internationalen Truppen in Afghanistan können wieder auf dem Landweg über Pakistan mit Nachschub versorgt werden. Die Regierung in Islamabad beendete die im November nach einem NATO-Luftangriff auf einen pakistanischen Grenzposten verhängte Blockade der Nachschubrouten, wie US-Außenministerin Hillary Clinton mitteilte. Im Gegenzug hatte sie sich für den Angriff ausdrücklich entschuldigt, bei dem 24 pakistanische Soldaten getötet worden waren. Der Landweg über Pakistan ist einer der wichtigsten Versorgungswege für die internationalen Streitkräfte am Hindukusch. Auch für den bis Ende 2014 geplanten Abzug aller ausländischen Truppen ist die Öffnung der Routen von großer Bedeutung. Das Material könne nun "zu viel geringeren Kosten" heimgeholt werden, sagte Clinton.

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Ein zweitägiges Treffen syrischer Oppositioneller in Kairo ist im Chaos geendet. Wie Teilnehmer berichteten, gingen Delegierte aufeinander los und beschimpften sich derart wüst, dass Frauen im Saal zu weinen begannen. Auslöser war die Entscheidung syrischer Kurden, das Treffen zu verlassen. Die Konferenz habe den Status der kurdischen Minderheit nicht anerkennen wollen, sagte Abdel Asis Othman vom Nationalen Kurdenrat. Weil es bisher nicht gelang, die verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen hinter einer Führung zu versammeln, ringt die Opposition in Syrien weiter um internationale Anerkennung. Die Spaltung der Regimegegner gilt als einer der Gründe, warum sich Staatschef Baschar al-Assad trotz des inzwischen seit mehr als 16 Monaten andauernden Volksaufstands weiter an der Macht halten kann. Zudem profitiert Assad von der Uneinigkeit der internationalen Gemeinschaft. So scheiterten UN-Sanktionen gegen Syrien bisher vor allem am Widerstand Russlands.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen aufgerufen, den internationalen Waffenhandel zu begrenzen. Zwar sorgten Atomwaffen für Schlagzeilen; es seien aber die konventionellen Waffen, die jeden Tag Menschen töteten, erklärte Ban zur Eröffnung einer UN-Konferenz in New York. Ziel der fast vierwöchigen Konferenz ist der Abschluss eines Vertrages, der Transparenz und klare Regelungen auf dem Waffenmarkt schafft. Mächtige Waffenlieferanten wie die USA, Russland und China sowie wichtige Käufer wie Indien wollen indes allzu strenge Beschränkungen verhindern.

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