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Nachrichten

04.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei der Parlamentswahl in Thailand hat das oppositionelle Lager des ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra nach dem vorläufigen Endergebnis eine klare Mehrheit gewonnen. Wie die Wahlkommission nach Auszählung aller Stimmen mitteilte, erhielt die Puea-Thai-Partei 265 von 500 Mandaten. Die Partei des amtierenden Regierungschefs Abhisit Vejjajiva rutschte auf 159 Mandate ab. Er kündigte umgehend seinen Rücktritt als Parteivorsitzender an. Die Wahlbeteiligung lag bei fast 75 Prozent. Da Thaksin seit seinem Sturz durch das Militär 2006 im Exil lebt, trat seine jüngste Schwester Yingluck Shinawatra als Spitzenkandidatin an. Die 44-jährige Geschäftsfrau hat keine Erfahrung in politischen Ämtern. Verteidigungsminister Prawit Wongsuwon teilte nach einem Treffen mit Kommandeuren des mächtigen Militärs mit, dieses erkenne den Wahlsieg Thaksins an.

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Ein von der Afrikanischen Union vorgelegter Friedensplan für ein Ende des Bürgerkrieges in Libyen ist von den dortigen Aufständischen mit Skepsis aufgenommen worden. Während der Vorsitzende ihres so genannten Übergangsrates, Mustafa Abdel Dschalil, dem international isolierten Machthaber Muammar Gaddafi nach einem Rücktritt Asyl in der Heimat anbot, lehnte einer seiner Stellvertreter die Vorschläge der Union kategorisch ab. Grund sei, dass diese nicht den Abgang Gaddafis, seiner Söhne und seines engsten Umfeldes vorsähen, sagte Abdel Hafis Ghoga in der Rebellen-Hochburg Bengasi. Die Staatschefs der Afrikanischen Union hatten vorgeschlagen, dass Gaddafi nicht an den Verhandlungen zur Lösung der Krise in seinem Land teilnehmen solle. Seinen Machtverzicht verlangten die Staatschefs aber nicht ausdrücklich. Außerdem lehnten sie eine Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ab, der Gaddafi per Haftbefehl sucht.

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Im Streit um internationale Hilfsaktionen für den Gazastreifen hat Griechenland den Palästinensern Unterstützung angeboten. Die Regierung in Athen sei bereit, das palästinensische Küstengebiet in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen mit Lebensmitteln und Medikamenten zu beliefern, sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou nach einem Telefonat mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas. Dieser habe das Angebot unterstützt. Griechenland hatte zuletzt auf Druck von UN und EU sowie der USA und Russlands ein Schiff von Aktivisten in einem seiner Häfen gestoppt.

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Die Bürger in Deutschland können von 2013 an mit niedrigeren Steuern und geringeren Sozialabgaben rechnen. Trotz enger finanzieller Spielräume verständigten sich die Spitzen der Regierungsparteien CDU, CSU und FDP darauf, die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen im Jahr der nächsten Bundestagswahl zu entlasten. Das Kabinett werde bereits am kommenden Mittwoch einen entsprechenden Grundsatzbeschluss fassen, heißt es. Konkrete Zahlen zum Umfang der geplanten Steuer- und Abgabensenkungen sollen allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt feststehen. Die Opposition kritisierte das Vorhaben als "Rettungspaket für die FDP", deren Umfragewerte zuletzt deutlich eingebrochen waren. Die Liberalen hatten vor der Bundestagswahl 2009 deutliche Steuerentlastungen versprochen, diese in der Koalition mit CDU und CSU aber bisher nicht durchsetzen können.

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Nach der Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland startet an diesem Montag der neue Freiwilligendienst der Bundeswehr. Verteidigungsminister Thomas de Maiziere will in Berlin einige der ersten rund 3400 Rekruten persönlich begrüßen. Ihr Dienst dauert bis zu 23 Monate, ihr Sold ist deutlich höher als beim bisherigen Wehrdienst. Die Aussetzung der Wehrpflicht ist Teil der Reform der Bundeswehr, die in den kommenden Jahren von derzeit rund 220.000 auf bis zu 185.000 Soldaten verkleinert werden soll.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordosthälfte überwiegend wolkig, örtlich Regen mit Gewittern. Sonst wechselnde Bewölkung und meist trocken, vor allem im Südwesten im Tagesverlauf längere sonnige Abschnitte. Die Höchstwerte liegen zwischen 16 Grad im Erzgebirge und bis zu 27 Grad am Oberrhein. Die weiteren Aussichten: Ab Dienstag wieder mehr Sonne, nur gebietsweise Schauer. Die Tagestemperaturen steigen.

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