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Nachrichten

04.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:12

Nachrichten von Samstag, 4. Juni 2016 – langsam gesprochen als MP3

Muhammad Ali im Alter von 74 Jahren gestorben:

Muhammad Ali ist tot. Der größte Boxer der Geschichte starb in einem Krankenhaus bei Phoenix im US-Bundesstaat Arizona, wie ein Sprecher der Familie mitteilte. Der Sportler wurde 74 Jahre alt. Der dreimalige Schwergewichtsweltmeister war am Donnerstag wegen Atemproblemen in die Klinik gebracht worden. Der seit mehr als 30 Jahren an Parkinson leidende Ali, dreifacher Weltmeister im Schwergewicht und Olympiasieger im Halbschwergewicht, hatte seine Karriere im Jahr 1981 beendet. In den vergangenen Jahren hatte er bereits mehrfach wegen gesundheitlicher Beschwerden im Krankenhaus behandelt werden müssen.

"Bild": Bundespräsident Gauck will keine zweite Amtszeit:

Bundespräsident Joachim Gauck will einem Zeitungsbericht zufolge nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. Der 76-Jährige wolle sich am Montag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen, um ihr die Gründe für seine Entscheidung mitzuteilen, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf politische Kreise in Berlin. Am Dienstag wolle Gauck seine Entscheidung der Öffentlichkeit bekannt geben. Zu den Gründen für den Verzicht zählen demnach Gaucks Alter und gesundheitliche Beschwerden. Eine Sprecherin des Bundespräsidenten wollte den Bericht nicht kommentieren. Gauck ist seit 2012 Bundespräsident. Im kommenden Jahr endet seine Amtszeit.

Merkel warnt vor Schließung des Brenner-Passes:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts steigender Flüchtlingszahlen in Italien davor gewarnt, als Reaktion den Brenner-Pass nach Österreich zu schließen. Auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow sagte Merkel wörtlich: "So einfach geht das nicht. Dann ist Europa zerstört." Sie betonte erneut die Notwendigkeit, die EU-Außengrenzen besser zu schützen und damit die Reisefreiheit in der Europäischen Union zu erhalten. Gelinge dies nicht, werde jedes Land auf seinen eigenen Grenzschutz zurückfallen, mit Folgen für Währung und Wirtschaft. Als zentrales Ziel hob Merkel hervor, in Europa zu einer vernünftigen Solidarität zu gelangen. Dies dauere aber länger als gedacht, sagte sie mit Blick auf die Flüchtlingskrise. Nötig seien zudem Abkommen mit den Staaten am Rande der Krisenregionen. Man müsse mit mehr Entwicklungshilfe und humanitärer Unterstützung erreichen, dass die Menschen dort "nicht mehr an Anreiz haben zu uns zu kommen".

Syrien genehmigt Hilfskonvois in belagerte Städte:

Unter internationalem Druck hat die syrische Regierung die Lieferung von Hilfsgütern in zwölf belagerte Städte und Gebiete auf dem Landweg erlaubt. Im Fall von drei weiteren Städten habe die Führung zugestimmt, zumindest gewisse Hilfsgüter hereinzulassen, teilte das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) mit. Zu zwei umkämpften Städten gebe es aber weiterhin keinen Zugang. Der Leiter der UN-Hilfseinsätze, Stephen O'Brien, bezeichnete bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats die Ankündigung Syriens als unzureichend und forderte vollständigen Zugang zu allen belagerten Städten. Wenn dies nicht passiere, wolle man Hilfsgüter aus der Luft abwerfen. Bei neuen Luftangriffen des syrischen Militärs in und um Aleppo wurden mindestens 57 Zivilisten getötet.

Kroatische Regierung nach wenigen Monaten zerbrochen:

Nur fünf Monate nach ihrem Amtsantritt ist die Regierung in Kroatien auseinandergebrochen. Die große Regierungspartei HDZ hat dem parteilosen Regierungschef Tihomir Oreskovic die Unterstützung entzogen. Oreskovic genieße nicht mehr das Vertrauen seiner Partei, sagte der HDZ-Vorsitzende und stellvertretende Regierungschef Tomislav Karamarko in Zagreb. In Zukunft werde es auch keine Zusammenarbeit mehr mit der Reformpartei Most geben. Die war bislang als Juniorpartner Teil der Regierung. Die HDZ-Parteispitze will am Samstag entscheiden, ob es Neuwahlen gibt.

Polen will Streitkräfte um die Hälfte vergrößern:

Aus Sorge vor Russland will die polnische Regierung die Streitkräfte deutlich vergrößern. Verteidigungsminister Antoni Macierewicz sagte, die Streitkräfte würden im kommenden Jahr von 100.000 auf 150.000 Soldaten aufgestockt. Bei den zusätzlich 50.000 Soldaten würden die 35.000 Mann einer neuen paramilitärischen Truppe mitgezählt, die ab September aufgestellt werden soll. Die Truppe soll sich aus Zivilisten rekrutieren, die eine militärische Ausbildung erhalten. Seit Beginn der Ukraine-Krise haben Bürgerwehren und paramilitärische Gruppen in Polen regen Zulauf. Die Zahl ihrer Mitglieder wird auf 12.000 geschätzt.

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