1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

04.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:06

Nachrichten von Mittwoch, 4. Juni 2014 – langsam gesprochen als MP3

***

Am 25. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz in Peking haben die Behörden mit einem Großaufgebot der Polizei die Sicherheitsmaßnahmen im Zentrum der chinesischen Hauptstadt verschärft. Aus Angst vor Protesten wurden alle Passanten, die auf den Platz wollten, kontrolliert. Besonders genau wurden Ausländer überprüft. In den umliegenden Straßen des Platzes standen Polizeiwagen, Busse, Krankenwagen und weitere Einsatzfahrzeuge. Während in China jegliches Gedenken an den brutalen Militäreinsatz in der Nacht zum 4. Juni 1989 unterbunden wird, ist in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong eine Großdemonstration geplant. In der Nacht zum 4. Juni war die chinesische Armee mit Panzern gegen Studenten vorgegangen, die seit Wochen auf dem Tiananmen-Platz für mehr Demokratie demonstrierten. Dabei wurden hunderte Menschen getötet. Die genaue Zahl ist bis heute nicht bekannt. Die kommunistische Führung unterbindet jegliche Aufarbeitung der Vorgänge.

***

US-Präsident Barack Obama trifft am zweiten Tag seiner Europareise in Polen erstmals mit dem gewählten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zusammen. Anschließend hält Obama auf dem Schlossplatz in Warschau eine Rede zum 25. Jahrestag der ersten teilweise freien Wahlen in Polen, die das Ende des Kommunismus im ehemaligen Ostblock einleiteten. Wie schon bei den politischen Gesprächen am Vortag dürften in der Rede Obamas die Entwicklung in der Ukraine und das Verhalten Russlands eine entscheidende Rolle spielen. An dem "Fest der Freiheit" in Warschau nehmen auf Einladung des polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski neben Obama auch Frankreichs François Hollande und Bundespräsident Joachim Gauck teil. Von Warschau reist Obama noch am Mittwoch weiter zum G7-Gipfel nach Brüssel, wo die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten zusammenkommen.

***

Generalbundesanwalt Harald Range will im Fall des abgehörten Handys von Kanzlerin Angela Merkel Medienberichten zufolge nun wohl doch ermitteln. Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sowie der Sender NDR und WDR sollen Ermittlungen gegen Unbekannt wegen Spionage eingeleitet werden. Die Vorwürfe richten sich aber gegen den US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) und andere ausländische Nachrichtendienste. Nach Darstellung der drei Medien hat sich Range gegen erhebliche Bedenken in seinem Haus durchgesetzt, um auf den starken öffentlichen Druck zu reagieren.

***

Im Streit um den Posten des EU-Kommissionschefs hat der sozialdemokratische Europa-Spitzenkandidat Martin Schulz die Gegner des konservativen Politikers Jean-Claude Juncker zum Einlenken aufgefordert. Dies sei nicht die Zeit für Parteipolitik. Der Wahlkampf sei beendet, sagte der im Wettstreit um den Posten unterlegene Schulz dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der EU-Parlamentspräsident bekräftigte, dass der frühere Luxemburger Ministerpräsident Juncker aus seiner Sicht klar Favorit für den Posten des Kommissionschefs sei. Viele Sozialdemokraten, Konservative und andere seien bereit, einer neuen EU-Kommission unter Führung von Jean-Claude Juncker das Vertrauen auszusprechen, wenn sie diese Aufgaben beherzt angehe. Gegen Juncker hatte sich unter anderem der britische Premierminister David Cameron ausgesprochen. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, Bundeskanzlerin Angela Merkel bevorzuge die französische IWF-Chefin Christine Lagarde als künftige Kommissionschefin. Diese Gerüchte wurden aber vom Sprecher Merkels dementiert.

****

Unmittelbar nach dem Ende der Stimmabgabe bei der Präsidentschaftswahl in Syrien hat nach Agenturberichten die Auszählung begonnen. Die Wahllokale schlossen um Mitternacht. Das Ergebnis der Wahl solle am Donnerstag verkündet werden, hieß es aus einer regierungsnahen Quelle. Der Sieg von Syriens Staatschef Baschar al-Assad galt als sicher. Der Staatschef hatte nur zwei ihm getreue Gegenkandidaten aufstellen lassen. Oppositionspolitiker traten nicht an. Wegen der Kämpfe in dem Bürgerkriegsland konnte nur in den von den Regierungstruppen kontrollierten Regionen gewählt werden. Das sind etwa 40 Prozent des Staatsgebiets. Die USA kritisierten die Abstimmung erneut scharf. Die Wahl sei eine "Schande", erklärte das Außenministerium in Washington.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema