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Nachrichten

04.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Opposition fordert von der Bundesregierung mehr Informationen über die Lieferung von deutschen U-Booten an Israel: Man erwarte vor allem Auskunft darüber, ob die U-Boote auch mit atomaren Trägersystemen ausgerüstet werden können, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, dem Internetportal "Spiegel Online". Bisher sei die Auslieferung von drei U-Booten der "Dolphin"-Klasse unter anderem damit gerechtfertigt worden, dass es sich um konventionelle Abschreckungssysteme handele. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin bezeichnete es in der Zeitung "Die Welt" als verwunderlich, dass die Bundesregierung in dieser Frage offenbar ihre eigenen Bedingungen nicht ernst nehme. Die Regierung hat die U-Boot- Lieferung verteidigt. Man stehe damit in der Kontinuität der Vorgängerregierungen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

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Die Parteichefs der schwarz-gelben Koalition wollen am Mittag in Berlin über ihre zahlreichen Streitthemen beraten. Das Spitzentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und dem FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler soll vor allem die atmosphärischen Störungen im Regierungsbündnis beseitigen. FDP-Generalsekretär Patrick Döring macht die CSU für das schlechte Erscheinungsbild der Regierung verantwortlich: Die CSU zeige immer wieder Eigensinn, wenn es darum gehe, gemeinsam Verabredetes umzusetzen, sagte er der Zeitung "Die Welt". Döring sprach von einem "Irrlichtern" der CSU und verwies konkret auf die immer wiederkehrende Forderung nach einer Pkw-Maut.

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Die Europäische Union will Russland bei den bilateralen Beratungen an diesem Montag zu einem Kurswechsel im Syrien-Konflikt bewegen. Dies erklärte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton vor Beginn des EU-Russland-Gipfels in St. Petersburg. Russland spiele eine entscheidende Rolle für den Erfolg des internationalen Friedensplans. Die EU wolle daher eng mit der Regierung in Moskau zusammenarbeiten, um einen Weg für ein Ende der Gewalt und die Durchsetzung des Friedensplans des UN-Sondergesandten Kofi Annan zu finden, sagte Ashton. Russland ließ allerdings bislang keine Bereitschaft zu einem härteren Vorgehen gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad erkennen.

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Nach dem Flugzeugabsturz in Nigeria hat Präsident Goodluck Jonathan eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Bei dem Unglück in der Wirtschaftsmetropole Lagos sind alle etwa 150 Insassen des Passagierflugzeugs ums Leben gekommen. Da die McDonnell Douglas MD-83 der nigerianischen Gesellschaft Dana Air in ein Wohnviertel stürzte, werden auch dort Todesopfer befürchtet. Offizielle Angaben liegen noch nicht vor, auch die Absturzursache ist noch nicht bekannt.

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Der ägyptische Generalstaatsanwalt hat Berufung gegen die umstrittenen Urteile im Prozess gegen Ex-Präsident Husni Mubarak und seine Mitangeklagten eingelegt. Dies berichtete das Fernsehen des Landes. Sechs in dem Verfahren freigesprochene ehemalige Polizeioffiziere dürften Ägypten nicht verlassen. Ein Strafgericht in Kairo hatte Mubarak für seine Mitschuld an der Tötung von mehr als 800 Demonstranten am Samstag zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe für den 84-Jährigen gefordert. Mubaraks beide Söhne waren vom Vorwurf der Korruption freigesprochen worden. Tausende Ägypter hatten gegen die ihrer Meinung nach zu milden Urteile demonstriert.

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Mehr als 17 Jahre nach dem tödlichen Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn hat die Polizei eines der beiden letzten flüchtigen Mitglieder der Aum-Sekte gefasst. Die 40-Jährige habe gestanden, an der Produktion des Kampfstoffs Sarin beteiligt gewesen zu sein, berichten japanische Medien. Allerdings wolle sie damals nicht gewusst haben, um was es sich dabei gehandelt habe. Aufgrund eines Hinweises konnte die Frau westlich von Tokio aufgespürt werden, wo sie unbehelligt unter falschem Namen lebte. - Bei der Giftgasattacke im März 1995 waren 13 Menschen getötet und Tausende verletzt worden. 189 Aum-Mitgliedern wurde bislang der Prozess gemacht. Sektenchef Shoko Asahara und zwölf weitere Männer wurden zum Tode verurteilt. Vollstreckt wurden die Urteile aber noch nicht.

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