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Nachrichten

04.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Wegen der eskalierenden Gewalt im Jemen zieht Deutschland seine Diplomaten aus dem Land ab. Die Botschaft in der Hauptstadt Sanaa werde vorübergehend geschlossen, kündigte Außenminister Guido Westerwelle an. Im Jemen hatte zuletzt nur noch eine kleine Gruppe von Botschaftsmitarbeitern gearbeitet. Insgesamt halten sich etwa 30 Bundesbürger in dem ärmsten Land der arabischen Halbinsel auf. Diese sollten den Jemen so rasch wie möglich verlassen, so Westerwelle weiter. Zudem forderte er Präsident Ali Abdullah Saleh erneut auf zurückzutreten. - Mit einem Angriff auf den Präsidentenpalast hatten die Auseinandersetzungen am Freitag einen neuen Höhepunkt erreicht. Saleh und mehrere Regierungsvertreter waren verletzt worden. Für die Tat machte Jemens Führung den Haschid-Stamm von Scheich Sadek al Ahmar verantwortlich. Dessen Kämpfer liefern sich seit Tagen Gefechte mit Regierungstruppen. Dabei wurden mindestens 60 Menschen getötet. Tausende fliehen aus der Hauptstadt.

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Die NATO hat im Krieg in Libyen ihre Taktik geändert, um am Boden präziser und flexibler operieren zu können. Erstmals kamen auch britische und französische Kampfhubschrauber zum Einsatz. Am Vortag hatten die Aufständischen wichtige Geländegewinne erkämpft. Wie das Londoner Verteidigungsministerium bestätigte, griffen Apache-Hubschrauber Ziele nahe der Ölhafenstadt Brega an und zerstörten unter anderem eine Radarstation. Auch französische Helikopter vom Typ "Gazelle" seien beteiligt gewesen.

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Bei den jüngsten Protesten gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sind nach Angaben der Opposition mindestens 63 Demonstranten getötet worden. Allein in der Stadt Hama hätten Sicherheitskräfte mehr als 50 Menschen erschossen, teilte die Menschenrechtsgruppe "Sawasiah" mit. In Rastan im Zentrum Syriens seien sieben Tote gezählt worden. Die Stadt wird von Panzern belagert. Nach Berichten des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira hat die Führung in Damaskus inzwischen in vielen Landesteilen die Internetverbindungen unterbrochen. Die Opposition solle daran gehindert werden, sich über soziale Netzwerke zu organisieren oder Aufnahmen von Opfern ins Ausland zu senden.

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US-Verteidigungsminister Robert Gates hält politische Gespräche mit den radikal-islamischen Taliban noch in diesem Jahr für möglich. Sollten die NATO-Truppen in Afghanistan weiterhin militärisch vorankommen und Druck auf die Aufständischen ausüben, könnten Verhandlungen oder Versöhnungsgespräche angestoßen werden, sagte Gates auf einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Allerdings müssten die Taliban ihre Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida kappen, die Waffen niederlegen und sich zur afghanischen Verfassung bekennen.

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Ein weiterer ranghoher pakistanischer Al-Kaida-Terrorist soll bei einem amerikanischen Drohnen-Angriff im Grenzgebiet zu Afghanistan getötet worden sein. Der Tod von Mohammad Ilyas Kashmiri wurde auch von dessen islamistischer Rebellengruppe und von pakistanischen Geheimdienstlern bestätigt. Kashmiri steht seit August 2010 auf der UN-Liste der meistgesuchten Extremisten. Nach unbestätigten Berichten soll sich der 47-jährige in einem Dorf im Stammesgebiet Süd-Waziristan aufgehalten haben, auf das mehrere Raketen abgefeuert wurden. Bei dem Angriff auf einen Terrorstützpunkt seien bereits am Freitag insgesamt neun Menschen getötet worden, hieß es aus Militärkreisen. --- Nachdem Al-Kaida-Führer Osama bin Laden Anfang Mai in Pakistan von US-Militärs erschossen worden war, soll Kashmiri neu in den obersten Führungsrat der Al-Kaida berufen worden sein.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte meist sonnig. Sonst Wechsel zwischen Sonne und Wolken mit steigender Schauer- oder Gewitterneigung. Höchstwerte zwischen 22 und 30 Grad. Die weiteren Aussichten: An der Küste und nordöstlich der Elbe heiter. Sonst von Südwesten her teils kräftige Schauer oder Gewitter. 24 bis 31 Grad.

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