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Nachrichten

04.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die chinesische Regierung hat dem blinden Bürgerrechtler Chen Guangcheng eine mögliche Ausreise in Aussicht gestellt. Er könne einen Antrag zum Studium im Ausland stellen, teilte das Außenministerium in Peking mit. Zuvor hatte Chen in einem telefonischen Appell vom Krankenhaus aus um seine Ausreise in die USA gebeten. Er wolle dort aber nicht Asyl beantragen, sondern nur studieren. In Peking fühle er sich in ernster Gefahr, seine ganze Familie sei ungeschützt. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte sich im Rahmen des laufenden strategischen und wirtschaftlichen Dialogs beider Länder mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao sowie mit Regierungschef Wen Jiabao getroffen. Auch bei den offiziellen Gesprächen dürfte der Fall des Bürgerrechtlers eine Rolle gespielt haben.

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Der Streit um die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko wird zur Belastungsprobe für die Beziehungen zwischen Berlin und Kiew. Der Vize-Präsident der Partei von Präsident Viktor Janukowitsch, Leonid Koschara, warnte Deutschland angesichts der Überlegungen für einen Boykott der Fußball-Europameisterschaft vor wirtschaftlichen Konsequenzen, wie "Spiegel Online" berichtete. Sollten Vereinbarungen wie das derzeit auf Eis liegende EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine am Fall Timoschenko scheitern, würden auch die Wirtschaftsbeziehungen zur Bundesrepublik in Mitleidenschaft gezogen. Unterdessen haben alle Mitglieder der EU-Kommission angekündigt, sie wollten den Spielen der Europameisterschaft in der Ukraine fernbleiben.

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Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat im Kampf um seine Wiederwahl einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der populäre Liberale Francois Bayrou, in der ersten Runde ausgeschiedener Kandidat, stellte sich auf die Seite von Sarkozys Herausforderer, den Sozialisten Francois Hollande. Zur Begründung verwies er auf die Jagd des Präsidenten nach Stimmen im Lager der Rechtsextremen. Es ist das erste Mal in Jahrzehnten, dass sich ein liberaler Kandidat für einen Linken ausspricht. Bayrou kündigte in Paris an, in der Stichwahl am Sonntag für Hollande zu stimmen, verzichtete aber auf eine Wahlempfehlung für die Anhänger seiner Partei "Demokratische Bewegung".

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Facebook peilt bei seinem anstehenden Börsengang mehr als doppelt so hohe Einnahmen an wie bislang bekannt. Wie aus dem in New York aktualisierten Börsenprospekt hervorgeht, will das weltgrößte soziale Online-Netzwerk bis zu 11,8 Milliarden Dollar (knapp neun Milliarden Euro) erlösen. Die Preisspanne für eine Aktie setzte Facebook auf 28 bis 35 Dollar fest. Der genaue Preis wird erst später festgelegt. Schon jetzt ist klar, dass es der größte Börsengang einer Internetfirma in der Geschichte wäre. Der Suchmaschinen-Primus Google hatte bei seinem Börsendebut im Jahr 2004 rund 1,7 Milliarden Dollar eingenommen.

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Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind nach jüngsten Berichten mindestens 18 Menschen getötet worden. Mehr als 40 weitere Personen wurden verletzt, als der Attentäter sich in Bajaur an der Grenze zu Afghanistan in die Luft sprengte. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um einen gezielten Angriff auf einen Kontrollposten des pakistanischen Militärs handelte. Bajaur gilt als eine Hochburg radikal-islamischer Extremisten.

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