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Nachrichten

04.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:02

Nachrichten von Freitag, 4. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Der US-Senat hat für eine teilweise Veröffentlichung von Geheimberichten über Foltermethoden des Geheimdienstes CIA gestimmt. Damit kann eine 500 Seiten lange Kurzfassung des 6300-Seiten-Berichts der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Nach Ansicht der Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses, Dianne Feinstein, zeige die Dokumentation der CIA-Methoden eine Brutalität, die im vollständigen Widerspruch zu den Werten der USA stehe. Der CIA war in den vergangenen Monaten vorgeworfen worden, nach den Anschlägen vom 11. September 2001 Verdächtige mit Methoden wie dem umstrittenen "Waterboarding" verhört zu haben. Kritiker bezeichnen das als Folter.

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Die US-Militärbasis im deutschen Ramstein spielt laut einem Medienbericht eine weit wichtigere Rolle im weltweiten Drohnenkrieg als bislang bekannt. Die Rundfunksender NDR und WDR sowie die "Süddeutsche Zeitung" berichteten, auf dem Luftwaffenstützpunkt in Rheinland-Pfalz würden Live-Bilder der völkerrechtlich umstrittenen Drohneneinsätze analysiert und mit nachrichtendienstlichen Erkenntnissen abgeglichen. Zudem werde Ramstein auch dazu genutzt, Steuerungsbefehle an die weltweit operierende Drohnenflotte zu übermitteln. Bislang wurde angenommen, dass lediglich Drohnenangriffe in Afrika von Deutschland aus gesteuert werden. Die Bundesregierung erklärte den Medien auf Anfrage, die US-Regierung habe ihr versichert, "dass von amerikanischen Stützpunkten in Deutschland Einsätze bewaffneter ferngesteuerter Luftfahrzeuge weder geflogen noch befehligt" würden.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Kritik an seinen umstrittenen Äußerungen zur Ukraine-Krise zurückgewiesen. Er habe niemanden mit Adolf Hitler verglichen, sagte der CDU-Politiker im ARD-Fernsehen. Russland hatte sich zuvor offiziell bei der Bundesregierung über Schäuble beschwert. Das Außenministerium in Moskau sprach von einem pseudohistorischen Exkurs des deutschen Ministers und von einer Provokation. Der Finanzminister hatte zu Wochenbeginn bei einer Veranstaltung mit Schülern Parallelen zwischen Russlands Vorgehen auf der Krim und der Annexion des Sudetenlandes 1938 durch Nazi-Deutschland gezogen. Schäuble sagte vor den Jugendlichen: "Das kennen wir alles aus der Geschichte. Mit solchen Methoden hat schon der Hitler das Sudetenland übernommen - und vieles andere mehr."

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Deutsche Ermittler haben erneut Millionen gestohlener Zugangsdaten für E-Mail-Konten sichergestellt. Insgesamt seien der Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Verden 18 Millionen E-Mail-Adressen und die zugehörigen Passwörter in die Hände gefallen, erklärte ein Sprecher der Behörde und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Nicht bestätigen wollte er Informationen des Magazins, wonach derzeit mit drei Millionen betroffenen Nutzern allein in Deutschland gerechnet werde. Es handelt sich um den zweiten großen Fall von Internetkriminalität innerhalb weniger Monate. Bereits im vergangenen Jahr entdeckten Staatsanwälte aus Verden eine Datenbank mit 16 Millionen E-Mail-Adressen und den dazugehörenden Passwörtern. In beiden Fällen handle es sich um denselben Ermittlungskomplex, sagte der Behördensprecher weiter.

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In Madrid und zahlreichen anderen spanischen Städten haben erneut zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung und der Europäischen Union protestiert. Zu den Kundgebungen hatten die großen Gewerkschaftsverbände des Landes aufgerufen. Die Demonstranten forderten die Rückkehr zu einer Wachstumspolitik und mehr Arbeitsplätze. In Spanien leiden weite Teile der Bevölkerung unter dem Sparkurs infolge der Banken- und Immobilienkrise. Der konservative Ministerpräsident Mariano Rajoy hat angekündigt, dass er für die zweite Hälfte der Legislaturperiode keine weiteren drastischen Einsparungen oder Steuererhöhungen mehr plane.

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David Letterman, der wichtigste Talkshow-Moderator im US-Fernsehen, hat seinen Rückzug angekündigt. Der 66-Jährige will im kommenden Jahr seine "Late Show with David Letterman" auf CBS beenden, teilte der US-Sender mit. Letterman hatte seine Sendung mehr als zwei Jahrzehnte lang präsentiert und dabei TV-Moderatoren in der ganzen Welt als Vorbild gedient. CBS-Chef Leslie Moonves erklärte, Letterman habe dem Sender in der Nacht zu "Geist, Schwung und Brillanz" verholfen. Der mehrfach preisgekrönte TV-Star war seit 1982 zunächst bei NBC und dann bei CBS aufgetreten - länger als jeder andere Moderator in einem solchen Format im US-Fernsehen.

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