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Nachrichten

04.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner setzt sich der Favorit Mitt Romney weiter ab. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts gewann wie erwartet die Vorwahlen in den US-Bundsstaaten Maryland, Wisconsin und dem Hauptstadtbezirk Washington DC. Damit hat er schon jetzt mehr als die Hälfte der für die Nominierung auf dem Parteitag Ende August benötigten Delegiertenstimmen sicher. Auch US-Präsident Barack Obama scheint sich bereits auf Romney als Gegenkandidaten einzustellen. In seinem neusten Werbespot greift er ihn als Unterstützer der profitgierigen Ölindustrie an. In einer Rede vor Zeitungsverlegern warf er den Republikanern vor, dass sie zwar Sozialprogramme radikal kürzen, die Steuervorteile der Reichen aber nicht antasten wollten. Dies sei ein "nur zart verschleierter Sozialdarwinismus".

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Die Lage im westafrikanischen Mali spitzt sich weiter zu. Nach der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS verhängte auch die Afrikanische Union Sanktionen gegen die Putschisten und ihre Verbündeten. Neben Reisebeschränkungen würden die Konten der Militärs gesperrt, sagte der zuständige AU-Kommissar Ramtane Lamamra in Addis Abeba. Auch die USA verhängten ein Einreiseverbot gegen die Führer des Putsches und deren Familienangehörige. Zudem droht dem Land nach Angaben der Vereinten Nationen die Spaltung. Tuareg-Rebellen und mit ihnen verbündete Kämpfer des Terror-Netzwerkes Al Kaida kontrollierten fast den gesamten Norden Malis, sagte UN-Unterstaatssekretär Lynn Pascoe in New York. Unterdessen missachten die Putschisten weiterhin den Aufruf der internationalen Staatengemeinschaft, die verfassungsmäßige Ordnung unverzüglich wieder herzustellen.

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Syrien hat nach eigenen Angaben mit dem Rückzug seiner Truppen aus einigen Städten begonnen. Zunächst würden die Soldaten vor allem aus ruhigen Städten abgezogen, sagte ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP. In Spannungsregionen würden die Regierungstruppen in Positionen am Rande der Städte neu positioniert. Gegner des Regimes von Präsident Baschar al-Assad widersprachen den Angaben. So würden am Rande der Hauptstadt Damaskus Panzer und Soldaten zusammengezogen. In der Provinz Daraa und an der Grenze zur Türkei kam es nach Augenzeugenberichten erneut zu schweren Kämpfen. Damaskus hatte am Wochenende dem Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan zugestimmt. Er sieht einen Rückzug der Truppen und einen Waffenstillstand vom 10. April an vor. Die UN-Botschafterin der USA, Susan Rice, forderte erneut ernsthafte und schnelle Reaktionen des UN-Sicherheitsrates, wenn das Assad-Regime den Termin nicht einhalte.

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Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, hat die Länder der Euro-Zone angesichts der jüngsten Entspannung in der Schuldenkrise vor Selbstgefälligkeit gewarnt. Zwar sei die Lage mittlerweile deutlich besser als noch vor wenigen Monaten, die Politik müsse jedoch die Atempause nutzen, um ihren Job zu machen, sagte Lagarde bei einem Treffen der US-Zeitungsverleger in Washington. Auch die Erholung der Weltwirtschaft sei noch sehr fragil. Größte Gefahrenquellen seien das strapazierte Finanzsystem in Europa, hohe öffentliche und private Schulden sowie hartnäckige Arbeitslosigkeit. Auch hätten steigende Ölpreise das Potential, eine Menge Schaden anzurichten. Die IWF-Chefin warnte zudem davor, Regierungsausgaben in den USA oder der EU zu schnell zu kürzen. Dies könne die Lage verschlimmern statt entspannen.

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Die französische Polizei hat bei einer weiteren Razzia gegen mutmaßliche Islamisten rund zehn Verdächtige festgenommen. Ermittlerkreisen zufolge richtete sich der Einsatz gegen Personen, die verdächtigt werden, in Afghanistan und Pakistan gewesen zu sein oder dies geplant zu haben. Die Polizei war vor allem in Marseille im Süden und in Roubaix im Norden des Landes im Einsatz. Die französische Regierung hatte nach der Attentatsserie von Toulouse eine härtere Gangart gegen mutmaßliche Islamisten eingeschlagen. Nach dem Tod des Attentäters Mohamed Merah bei einem Polizeieinsatz am 22. März hatte Präsident Nicolas Sarkozy die Sicherheitskräfte aufgefordert, die Gefährlichkeit von Verdächtigen zu überprüfen, die für ihre Sympathien für islamistische Ideen bekannt sind. Am Freitag waren bei einer groß angelegten Razzia bereits etwa 20 Verdächtige in Polizeigewahrsam genommen worden.

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