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Langsam gesprochene Nachrichten

04.03.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:07

Nachrichten von Samstag, 4. März 2017 – langsam gesprochen als MP3

Eiszeit zwischen Deutschland und Türkei:

Die Absagen von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland haben in Ankara einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der türkische Justizminister Bekir Bozdag bezeichnete den Stopp seines Auftritts im baden-württembergischen Gaggenau als, so wörtlich, "faschistisches Vorgehen". Auch der Fall des in der Türkei inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel sorgt weiter für Streit. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warf Yücel in einer Rede Spionage für Deutschland vor. Für kommenden Mittwoch ist ein Treffen zwischen Außenminister Sigmar Gabriel und seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu geplant.

 

15 zum Tode verurteilte Menschen in Jordanien hingerichtet:

In Jordanien sind 15 Todesurteile vollstreckt worden. Zehn Menschen seien im Suaga-Gefängnis südlich der Hauptstadt Amman wegen Terrorvorwürfen gehenkt worden, sagte Informationsminister Mahmud al-Momani der amtlichen Nachrichtenagentur Petra. Die Jordanier seien Mitglieder einer "Terrorzelle" gewesen, die für mehrere blutige Anschläge unter anderem auf Geheimdienste und Sicherheitskräfte verantwortlich gewesen sei. Fünf weitere Jordanier seien unter anderem wegen Vergewaltigungen verurteilt und hingerichtet worden. Als Folge eines inoffiziellen Moratoriums waren in Jordanien seit 2006 keine Todesstrafen vollstreckt worden. Das Moratorium endete mit einer Massenhinrichtung im Dezember 2014. Damals waren elf Männer wegen Mordes gehenkt worden.

 

Syrien-Friedensgespräche werden fortgesetzt:

Die vierte Runde der Syrien-Friedensgespräche ist nach acht Tagen zäher Verhandlungen in Genf mit einem Minimalkonsens zu Ende gegangen. "Wir hatten schwierige, aber auch sehr konstruktive Gespräche", sagte UN-Vermittler Staffan de Mistura am Abend. Nach seinen Angaben haben die Teilnehmer eine "klare Agenda" für das weitere Vorgehen erarbeitet. Diese umfasse vier Punkte, darunter Fragen der Regierungsführung und des Kampfs gegen den Terrorismus. Wie in den bisherigen Verhandlungsrunden verliefen die Genfer Gespräche auch diesmal nicht direkt zwischen den Konfliktparteien. Direkte Verhandlungen blieben das Ziel, aber es gebe "Momente, in denen es effizienter ist, indirekte Diskussionen zu führen", sagte de Mistura. Noch im März soll eine fünfte Runde der Friedensgespräche folgen.:

 

Protestantische DUP gewinnt Wahl in Nordirland:

In Nordirland hat die pro-britische DUP knapp die Parlamentswahl gewonnen. Die protestantische Partei erzielte nach dem vorläufigen Endergebnis 28 Sitze, gefolgt von der katholisch-republikanischen Sinn Fein, die auf 27 Mandate kommt. Die Wahlbeteiligung lag bei 65 Prozent. Die beiden zerstrittenen Parteien haben nun drei Wochen Zeit, sich auf eine Provinzregierung zu einigen. Andernfalls müsste erneut gewählt werden, oder die Region wird vorübergehend von London aus regiert. - Es war bereits die zweite Parlamentswahl in Nordirland binnen zehn Monaten. Sie wurde nötig, weil der bisherige Vize-Regierungschef Martin McGuinness von der Sinn-Fein-Partei zurückgetreten war.

 

Gewerkschafter Wendt bekam Beamtensold, ohne als Polizist zu arbeiten:

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, ist nach einem Medienbericht über viele Jahre vom Land NRW bezahlt worden, ohne als Polizist zu arbeiten. Wendt räumte laut ARD-Politikmagazin "Report München" kurz vor seinem vorzeitigen Ausscheiden aus dem nordrhein-westfälischen Polizeidienst ein, er bekomme eine Besoldung als Hauptkommissar, obwohl er diese Tätigkeit nicht ausübe. Der 60-Jährige hatte nach Auskunft des NRW-Innenministeriums Ende Februar einen Antrag auf vorzeitigen Ruhestand gestellt, dem das Land entsprochen habe.

 

Haitis Ex-Präsident Préval gestorben:

Der frühere haitianische Präsident René Préval ist tot. Er starb im Alter von 74 Jahren an einem Herzinfarkt, wie die Nachrichtenagentur HPN berichtete. Der amtierende Staatschef Jovenel Moïse erklärte, er verneige sich "vor diesem würdigen Sohn Haitis". Préval war von 1996 bis 2001 und von 2006 bis 2011 Präsident des Karibikstaates. Er setzte eine Reihe von Reformen um und privatisierte zahlreiche Staatsbetriebe. 2008 kam es zu schweren Hungerprotesten, nachdem die Preise für Grundnahrungsmittel angestiegen waren. In Prévals Amtszeit fiel auch das schwere Erdbeben von 2010, bei dem mehr als 220.000 Menschen ums Leben kamen.

 

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