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Nachrichten

04.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Kenia sind am Tag der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen mindestens zwölf Menschen getötet worden. Darunter seien sechs Polizisten und sechs Angreifer, teilte die Polizei mit. Bewaffnete hätten Ordnungskräfte in der Küstenstadt Mombasa angegriffen. Im Vorfeld des Urnengangs waren bereits Unruhen befürchtet worden. Landesweit sind deshalb 99.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Bei der Präsidentenwahl ist laut Umfragen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Regierungschef Raila Odinga und seinem Stellvertreter Uhuru Kenyatta zu rechnen. Letzterer ist vom Weltstrafgericht in Den Haag angeklagt, weil er nach den Wahlen 2007 zu Gewalt angestiftet haben soll. Bei den Ausschreitungen waren 1200 Menschen ums Leben gekommen. Das Wahlergebnis soll bis zum 11. März bekanntgegeben werden. Erreicht kein Politiker die absolute Mehrheit, wird es am 11. April eine Stichwahl geben.

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Bei einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Millionenmetropole Karachi sind mindestens 45 Menschen getötet und etwa 150 verletzt worden. Die Detonation ereignete sich nach dem Abendgebet. Die Zahl der Toten könne noch beträchtlich steigen, weil es viele lebensgefährlich Verletzte gebe, teilten die Behörden mit. Unter den Trümmern zerstörter Häuser würden außerdem noch weitere Opfer vermutet. Die Explosion erschütterte ein Wohnviertel, in dem vorwiegend Angehörige der schiitischen Minderheit leben. Unter den Toten seien aber auch Sunniten, hieß es von Seiten der Polizei. Von den rund 180 Millionen Einwohnern Pakistans sind etwa ein Fünftel Schiiten.

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In der ägyptischen Hafenstadt Port Said hat sich erstmals das Militär in die fortwährenden Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei eingeschaltet. Bei den Ausschreitungen am Sonntag wurden nach Behördenangaben mehr als 250 Menschen verletzt. Das Innenministerium teilte mit, ein Polizist und ein Soldat seien getötet worden. Rund 5000 Demonstranten gingen in Port Said auf die Straßen und bewarfen Polizisten mit Steinen und Brandbomben. Die Polizei setzte Tränengas und Schrot ein. Das Militär schritt ein und bildete eine Reihe zwischen den beiden Seiten. Bereits am Samstag hatte es bei Protesten in der Stadt und anderen Teilen des Landes zahlreiche Verletzte gegeben.

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In Bulgarien haben auch nach dem Rücktritt der Regierung zehntausende Menschen gegen Armut und Korruption demonstriert. Allein in der Schwarzmeer-Stadt Varna gingen 50.000 Menschen auf die Straße, wie örtliche Medien berichteten. Ministerpräsident Boiko Borissow war nach gewaltsamen Protesten gegen gestiegene Strompreise vor wenigen Tagen zurückgetreten. In Kürze soll deshalb eine Übergangsregierung ernannt werden, die das Land bis zu Neuwahlen im Mai führt. In Umfragen zeichnet sich aber weder für Borissows rechtsgerichtete Partei GERB noch für die Sozialisten eine Mehrheit im neuen Parlament ab. Die Bürger sind zutiefst unzufrieden und fühlen sich von keiner der etablierten Parteien ausreichend vertreten. Die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit hat Borissow abgelehnt.

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Nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. beginnen an diesem Montag die offiziellen Vorbereitungen zur Wahl seines Nachfolgers. Im Vatikan kommen die Kardinäle zusammen, um das Konklave auf den Weg zu bringen. Dabei geht es unter anderem darum, wann mit der Wahl des neuen Papstes begonnen wird. Erwartet wird ein Termin um den 10. März herum. Ab dann geben 115 Kardinäle hinter verschlossenen Türen ihre Stimmzettel ab. Gewählt ist, wer zwei Drittel der Stimmen erhält. Gelingt das in der ersten Runde nicht, wird so lange weitergewählt, bis eine Mehrheit steht. Das kann Tage, Wochen oder sogar Monate dauern. Im Vatikan erhofft man sich eine Entscheidung binnen Tagen. Dann könnte der neue Papst vor Palmsonntag am 24. März im Amt sein und durch die dann folgenden Ostertage führen. Einen klaren Favoriten für die Wahl gibt es nicht.

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Die weltgrößte Computermesse CeBIT wird an diesem Montag in Hannover eröffnet: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk starten die Ausstellung am Abend gemeinsam. Knapp 4.100 Unternehmen aus 70 Ländern zeigen auf der CeBIT ihre Neuheiten. Das sind rund 100 Unternehmen weniger als im Vorjahr. Für das Publikum ist die Messe von Dienstag bis Samstag geöffnet. Die CeBIT steht in diesem Jahr im Zeichen des Teilens im Internet. Das Motto lautet "Shareconomy". Partnerland der Hightech-Schau ist in diesem Jahr Polen.

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