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Nachrichten

04.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 11:04

Nachrichten von Mittwoch, 4. Februar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Jordanien exekutiert zwei Islamisten:

Als Reaktion auf die Ermordung eines jordanischen Kampfpiloten durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat Jordanien eine inhaftierte irakische Dschihadistin und ein ranghohes Al-Kaida-Mitglied hingerichtet. Ein Regierungssprecher in Amman teilte mit, die beiden Terroristen seien gehängt worden. Die Terrormiliz hatte ursprünglich versucht, die Frau im Gegenzug für den als Geisel genommenen Jordanier freizupressen. Die jordanische Regierung geht aber davon aus, dass der Pilot längst tot war, als die Dschihadisten diese Forderung stellten. Am Dienstag war ein Video aufgetaucht, in dem zu sehen ist, wie er bei lebendigem Leib verbrannt wird. US-Präsident Barack Obama empfing kurzfristig den jordanischen König Abdullah, der sich derzeit in Washington aufhält. Vor dem Treffen hatte der US-Präsident die IS-Miliz als bösartige und barbarische Organisation verurteilt. In einem Kondolenztelegramm an König Abdullah schrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel, es sei unfassbar, dass Menschen zu einer solch grausamen Tat fähig seien.

Mutmaßlicher IS-Extremist in Kanada festgenommen :

In Kanada ist ein Mann unter dem Verdacht festgenommen worden, für die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien Kämpfer rekrutiert zu haben. Die Polizei teilte mit, sie habe zudem Haftbefehle gegen zwei weitere Männer aus der Hauptstadt Ottawa ausgestellt, die verdächtigt werden, sich der IS-Miliz angeschlossen zu haben. Einer der Gesuchten, ein früherer Student der Universität Ottawa, war in einem Anfang Dezember veröffentlichten Video aufgetreten, in dem er Kanada mit Angriffen drohte. Der zweite Verdächtige soll Kanada Ende März 2014 Richtung Syrien verlassen haben, um sich einer "Terrorgruppe" anzuschließen.

Gesetze gegen Islamisten :

Im Kampf gegen radikale Islamisten will das Bundeskabinett weitere Maßnahmen auf den Weg bringen. Der Ministerrunde unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel liegt ein Entwurf des Justizministeriums vor. Künftig soll schon der bloße Versuch einer Reise oder die Ausreise in Kampfgebiete wie Syrien und Irak unter Strafe gestellt werden - vorausgesetzt sie dient dem Ziel, terroristische Straftaten zu begehen oder vorzubereiten. Darüber hinaus will die Regierung die Finanzströme für extremistische Organisationen wie den Islamischen Staat (IS) austrocknen, um ihnen den Nährboden für Gewaltaktionen zu entziehen. Hintergrund ist die wachsende Zahl meist junger Männer aus Deutschland, die sich Terror-Organisationen wie der IS-Miliz anschließen. Ein großer Teil von ihnen kehrt radikalisiert und an Waffen ausgebildet zurück. Die Behörden befürchten, dass sie in Deutschland Anschläge verüben könnten.

Taiwan: Tote bei Bruchlandung von Passagierflugzeug in Taipeh:

Ein Flugzeug mit mehr als 50 Passagieren ist in einen Fluss in Taiwans Hauptstadt Taipeh gestürzt. Dabei kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, wie die taiwanesische Nachrichtenagentur CNA berichtete. Die Maschine war kurz nach dem Start vom Songshan-Flughafen in der Innenstadt der Millionenmetropole gegen eine Brücke gekracht und anschließend in den Keelung-Fluss gestürzt. Amateuraufnahmen zeigten, wie die zweimotorige Turboprop-Maschine auf die Brücke zusteuert. Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz, um den eingeschlossenen Passagieren zur Hilfe zu kommen. Viele der Passagiere konnten nach Berichten von taiwanesischen Fernsehsendern gerettet werden.

Kirchner-Haftbefehl bei getötetem Staatsanwalt gefunden:

Der unter mysteriösen Umständen gestorbene argentinische Staatsanwalt Alberto Nisman wollte einen Haftbefehl gegen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner erwirken. Die leitende Ermittlerin Viviana Fein bestätigte, dass ein entsprechender Entwurf im Müll in der Wohnung von Nisman gefunden worden sei. Das Dokument ist demnach auf Juni 2014 datiert. Er habe dann aber offenbar darauf verzichtet, den Antrag zu stellen. Nisman war am 18. Januar tot aufgefunden worden. Eine Pistole lag neben ihm. Er hatte über Jahre den Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires von 1994 untersucht, bei dem 85 Menschen getötet und 300 verletzt wurden. Argentiniens Gerichte sehen die Verantwortung beim Iran, der seine Verwicklung bestreitet. Nisman hatte Kirchner vorgeworfen, die Ermittlungen gegen die tatverdächtigen Iraner zu hintertreiben. Ihr Ziel sei ein lukratives Ölgeschäft mit Teheran. Bis heute ist unklar, ob Nisman ermordet wurde oder sich selbst das Leben genommen hat. Er hatte zuvor öffentlich befürchtet, ermordet zu werden.

Griechenlands Regierung wirbt in Europa weiter für ihr Konzept :

Die neue griechische Führung drückt aufs Tempo, um eine Lösung im Streit über den Abbau der immensen Schulden zu finden. Die Zeit drängt, denn Ende des Monats läuft das internationale Hilfsprogramm aus, und ohne weitere Finanzspritze wäre das hochverschuldete Land sehr schnell bankrott. An diesem Mittwoch trifft Finanzminister Gianis Varoufakis auf seiner Tour durch Europa nun auch den Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, in Frankfurt am Main. Ministerpräsident Alexis Tsipras spricht in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Laut Varoufakis setzt die Athener Regierung jetzt auf diverse Umschuldungsmaßnahmen statt auf einen Schuldenerlass auf einen Schlag. Griechenland hat Staatsschulden in Höhe von etwa 320 Milliarden Euro.

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