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Langsam gesprochene Nachrichten

04.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:20

Nachrichten von Mittwoch, 4. Januar 2017 – langsam gesprochen als MP3

Türkei: Identität des mutmaßlichen Attentäters festgestellt:

Die türkischen Behörden haben die Identität des Angreifers auf eine Silvesterparty in Istanbul feststellen können. Das gab Außenminister Cavusoglu bekannt. Details nannte er nicht. Die Fahndung nach dem Flüchtigen dauere an. Zu dem Angriff in der Silvesternacht auf den Club Reina mit 39 Toten hatte sich die Terrormiliz IS bekannt. Trotz 43 Festnahmen, darunter die der Ehefrau des mutmaßlichen Angreifers, vermeldet die türkische Polizei bislang jedoch keinen Durchbruch bei der Fahndung. Am Dienstag hatte die Türkei den nach dem Putschversuch im Sommer verhängten Ausnahmezustand zum zweiten Mal verlängert und dies mit den anhaltenden terroristischen Attacken begründet. Die Regierung nutzt die Sondervollmachten aber insbesondere auch, um gegen Oppositionelle und Kurden vorzugehen.:

 

Durchsuchungen bei möglichem Amri-Komplizen:

Zwei Wochen nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben die Ermittler zwei Kontaktmänner des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri ins Visier genommen. In einem Berliner Flüchtlingsheim wurde die Unterkunft eines 26-jährigen Tunesiers durchsucht. Er steht im Verdacht, von den Anschlagsplänen gewusst und Amri möglicherweise geholfen zu haben. Auch die Berliner Unterkunft eines ehemaligen Mitbewohners von Amri wurde durchsucht. Er wurde als Zeuge bezeichnet und soll möglicherweise ebenfalls zeitnah zum Anschlag Kontakt zu Amri gehabt haben. Anis Amri gilt als der Attentäter, der am 19. Dezember mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche raste. Dabei wurden zwölf Menschen getötet. Amri war nach mehrtägiger Flucht bei einer Polizeikontrolle in einem Vorort von Mailand erschossen worden.:

 

Gefangenenbefreiung auf den Philippinen:

Bewaffnete Rebellen haben im Süden des Inselstaats ein Gefängnis gestürmt. Der Leiter des Gefängnisses, Peter John Bonggat, sprach von etwa 100 bewaffneten Angreifern, die das Feuer auf die Wachen eröffnet und mehr als 130 Gefangene befreit hätten. Ein Wachmann sei bei der Attacke getötet worden. Überfallen wurde die Haftanstalt der Stadt Kidapawan auf der Insel Mindanao. Der Gefängnisleiter machte die "Moro Islamic Liberation Front" (MILF) für die Attacke verantwortlich. Die südliche Philippinen-Insel Mindanao wird überwiegend von Muslimen bewohnt. Sie ist Brennpunkt des Konflikts zwischen muslimischen Rebellen und der Regierung des mehrheitlich katholischen Landes. 2014 hatte die MILF einen Friedensvertrag mit der philippinischen Regierung geschlossen, der weitreichende Autonomierechte für die muslimische Bevölkerung auf Mindanao vorsieht. Die Autonomievereinbarung ist aber noch nicht umgesetzt.:

 

Britischer EU-Botschafter gibt Posten auf:

Großbritanniens Botschafter bei der Europäischen Union (EU), Sir Ivan Rogers, ist zurückgetreten. Einen entsprechenden Zeitungsbericht bestätigte die britische EU-Botschaft in Brüssel. Rogers hatte zuletzt mit der Einschätzung für Aufsehen gesorgt, dass die Verhandlungen über ein Abkommen Großbritanniens mit der EU über den Austritt noch zehn Jahre dauern könnten. Weiterhin hatte der britische EU-Botschafter gewarnt, selbst ein solches Abkommen könnte von einem der nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten blockiert werden. Die Briten hatten im Juni in einem Referendum für einen Austritt aus der EU gestimmt. Der Austrittsprozess kann erst beginnen, wenn London das Ausscheiden nach Artikel 50 des EU-Vertrags beantragt hat. Premierministerin Theresa May will die Austrittserklärung bis Ende März abgeben.:

 

Ford stoppt Pläne für Werk in Mexiko :

Kurz vor dem Amtsantritt des designierten US-Präsidenten Donald Trump hat der Autobauer Ford angekündigt, auf den Bau einer großen Fertigungsanlage in Mexiko zu verzichten. Stattdessen sollten im Rahmen eines Investitionsprogramms für Elektromobilität 700 Jobs in einem Ford-Werk im US-Bundesstaat Michigan geschaffen werden, teilte der Konzern mit. Im Sender CNN versicherte Ford-Chef Mark Fields, die Entscheidung gegen das neue Werk in Mexiko habe das Unternehmen ohne Einflussnahme von außen getroffen. Fields räumte aber ein, mit Trumps künftigem Vize Mike Pence über das Thema gesprochen zu habe. Während des Wahlkampfs hatte der künftige US-Präsident massiven Druck auf US-Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern und mit einem Einfuhrzoll von 35 Prozent für in Mexiko produzierte Autos gedroht.:

 

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