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Nachrichten

04.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der wegen eines Privatkredits und des Vorwurfs der versuchten Beeinflussung der Presseberichterstattung unter Druck stehende Bundespräsident Christian Wulff lehnt nach Informationen des Ersten Deutschen Fernsehens einen Rücktritt ab. Das Staatsoberhaupt habe entschieden, im Amt zu bleiben, meldete die ARD unter Berufung auf zuverlässige Quellen in der Umgebung Wulffs. Der Präsident steht wegen eines Immobilienkredits unter Druck, den er als Regierungschef in Niedersachsen von der Frau eines befreundeten Unternehmers erhalten hatte. Eine neue Dimension erhielt die Affäre als zum Jahreswechsel bekannt wurde, dass Wulff versucht hatte, die Berichterstattung der "Bild"-Zeitung zu beeinflussen. Politiker von Koalition und Opposition forderten Wulff auf, zu den Vorwürfen persönlich Stellung zu nehmen. Direkte Rücktrittsforderungen wurden nur vereinzelt laut. Grünen-Chefin Claudia Roth rief Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, zu den Vorgängen Stellung zu nehmen. Wulff sei Merkels Wunschkandidat für das Präsidentenamt gewesen, sagte Roth der "Süddeutschen Zeitung".

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Der frühere Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts, Mitt Romney, hat die erste Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen. Nach Angaben der Partei erhielt Romney beim sogenannten Caucus im Bundesstaat Iowa acht Stimmen mehr als der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum. Beide Bewerber kamen jeweils auf knapp 25 Prozent der Stimmen. Der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul folgt mit etwa 21 Prozent auf Platz drei. - Die US-Parteien ermitteln ihren Präsidentschaftskandidaten traditionell in Vorwahlen in den einzelnen Bundesstaaten. Nächste Woche treten die Bewerber der Republikaner in New Hampshire an. Bei den Demokraten ist der Nominierungsprozess diesmal lediglich Formsache, da es keinen Gegenkandidaten für Präsident Barack Obama gibt. Die Präsidentschaftswahl selbst findet am 6. November statt.

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Die USA haben sich beunruhigt über die jüngsten Gefechte zwischen ehemaligen Rebellen in der libyschen Hauptstadt Tripolis gezeigt. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums drückte in Washington Besorgnis über die Kämpfe aus, bei denen nach Agenturberichten am Dienstag mindestens vier Menschen getötet worden waren. Milizen aus der Stadt Misrata hatten in Tripolis ehemalige Rebellenkämpfer angegriffen, offenbar um einen von diesen festgenommenen Kameraden zu befreien. - Der neuen libyschen Führung ist es nach Sturz und Tod von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Oktober nicht gelungen, die Rebellen-Milizen aufzulösen.

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Das erste Treffen von Vertretern Israels und der Palästinenser seit mehr als einem Jahr ist ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. An den Beratungen in der jordanischen Hauptstadt Amman nahmen auch Vertreter des Nahost-Quartetts aus UN, USA, EU und Russland teil. Der israelische Rundfunk meldete, in der nächsten Woche werde es in Amman ein weiteres Treffen geben. Die Nahost-Friedensgespräche liegen seit September 2010 auf Eis. Die Palästinenser hatten sich damals von den Verhandlungen zurückgezogen, weil Israel sich weigerte, einen Baustopp für Siedlungen in Ostjerusalem und dem Westjordanland zu verlängern.

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Angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien hat die Arabische Liga eine Sondersitzung einberufen. Bei dem Treffen in Kairo am kommenden Samstag solle entschieden werden, ob die Beobachtermission abgebrochen werde, teilte die Liga mit. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, ist auch der umstrittene Leiter der Beobachtermission, der sudanesische General Mustafa al-Dabi, geladen. Derzeit sind rund 100 Beobachter der Arabischen Liga in Syrien im Einsatz, um die Einhaltung eines Plans zu überwachen, der das Ende des gewaltsamen Vorgehens syrischer Truppen gegen Regimegegner vorsieht. Oppositionelle widersprachen zuletzt Berichten der Arabischen Liga, Präsident Baschar al-Assad habe die Streitkräfte aus den syrischen Städten abgezogen.

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