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Nachrichten

03.12.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:08

Nachrichten von Donnerstag, 3. Dezember 2015 – langsam gesprochen als MP3

FIFA-Skandal: Hochrangige Funktionäre in Zürich festgenommen:

Im Korruptionsskandal beim Weltfußballverband FIFA sind in Zürich weitere Verdächtige festgenommen worden. Ermittler der US-Justiz wurden - unterstützt von Schweizer Behörden - in den frühen Morgenstunden im Luxushotel Baur au Lac tätig. Unter den Festgenommenen befindet sich Agenturberichten zufolge auch der Präsident des Fußballverbandes von Nord- und Mittelamerika (Concacaf), Alfredo Hawit. Eigentlich sollte das Exekutivkomitee der FIFA an diesem Donnerstag in Zürich eine Reihe von Reformen beschließen. Zu diesem Zweck waren etliche hochrangige Fußball-Funktionäre in die Schweiz gekommen. Die Fifa bestätigte in einer Erklärung die Aktion und bekräftigte, sie wolle weiter mit den US-Ermittlern und der Schweizer Bundesstaatsanwaltschaft kooperieren.

Polizei: Mutmaßliche Täter von San Bernardino getötet:

Nach der Schießerei in San Bernardino im US-Bundesstaat Kalifornien mit mindestens 14 Todesopfern sind zwei Verdächtige bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden. Es habe sich um eine 27 Jahre alte Frau und einen 28jährigen Mann gehandelt, teilte die Polizei mit. Sie veröffentlichte zugleich die Namen der Verdächtigen: Tashfeen Malik und Syed Rizwan Farook. Die Sicherheitskräfte gehen nach ersten Angaben davon aus, dass es sich bei dem Paar sich um die alleinigen Täter gehandelt hat. Einen terroristischen Hintergrund wollte der Chef der Einsatzkräfte nicht ausschließen. Die Täter hatten schwer bewaffnet am Mittwoch um 11 Uhr Ortszeit eine Sozialeinrichtung für Behinderte gestürmt und das Feuer eröffnet.

Royal Air Force greift Stellungen in Syrien an:

Unmittelbar nach der Parlamentsentscheidung in London hat die britische Luftwaffe mit den Angrifen auf Ziele in Syrien begonnen. Verteidigungsminister Michael Fallon gab bekannt, dass Jagdbomber Ölfelder im Osten Syriens attackiert haben. Das Unterhaus in London hatte sich am späten Abend für die Kampfeinsätze der britischen Luftwaffe gegen Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ausgesprochen. 397 Abgeordnete stimmten für den Antrag von Premierminister David Cameron, 223 dagegen. Mit einem solchen Ergebnis war gerechnet worden, nachdem auch in der oppositionellen Labour-Partei angesichts der Anschläge von Paris die Bereitschaft zu einer Ausweitung des Vorgehens gegen den IS gestiegen war. An den Luftschlägen gegen die Dschihadisten auf dem Gebiet des Irak hatte sich die Royal Air Force im Rahmen der internationalen Allianz schon zuvor beteiligt.

Gerüchte über Tod des afghanischen Taliban-Chefs:

Der Anführer der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan, Mullah Mansur, ist nach Agenturberichten bei einer Schießerei schwer verletzt worden. Auslöser sei ein Streit unter Führungskräften seiner eigenen Organisation im pakistanischen Quetta gewesen, bei dem es mehrere Tote gegeben habe. Ein Taliban-Sprecher wies diese Darstellung zurück. Offenbar wurde Mansur aber in ein Krankenhaus in Quetta gebracht. Aus afghanischen Sicherheitskreisen verlautet, Mansur sei seinen Verletzungen erlegen. Er hatte erst im Sommer die Nachfolge des langjährigen Taliban-Führers Mullah Omar angetreten.

EU-Ratspräsident Tusk fordert "Überprüfungsphase" für Flüchtlinge:

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat eine bis zu anderthalb Jahre lange "Überprüfungsphase" für Flüchtlinge gefordert. In der Zeit solle die Identität der Asylsuchenden verifiziert werden. Derzeit werde es ihnen zu leicht gemacht, in die EU zu kommen, sagte Tusk in einem Zeitungsinterview. Mit seinem Vorstoß geht der ehemalige polnische Ministerpräsident auf Konfrontationskurs zur deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hatte sich wiederholt für eine großzügigere Aufnahme von Flüchtlingen in der EU ausgesprochen. Anders als Merkel will Tusk zum sogenannten Dublin-Verfahren zurückkehren. Es sieht vor, dass abgelehnte Asylbewerber in das Land zurückgeschickt werden, in dem sie erstmals EU-Gebiet betreten haben. Tusk betonte, die Flüchtlingswelle müsse gestoppt werden. Sie sei zu groß, als dass Europa sie bewältigen könne.

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