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Nachrichten

03.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bei der ersten Phase der in mehrere Runden aufgeteilten Parlamentswahl in Ägypten hat es eine Rekordbeteiligung gegeben. Nach Angaben der Wahlkommission gaben in Kairo und Alexandria sowie in sieben Provinzen von gut 13 Millionen Wahlberechtigten mehr als acht Millionen Menschen ihre Stimme ab. Das sei eine Beteiligung von 62 Prozent, die höchste "seit der Zeit der Pharaonen", meinte der Vorsitzende des Gremiums, Abdul Muis Ibrahim. In den kommenden Wochen soll in den restlichen 18 Provinzen gewählt werden. Bislang liegen die islamistischen Parteien deutlich in Führung. Auf Platz eins - mit etwa 40 Prozent der Stimmen - rangiert derzeit die Muslimbruderschaft mit ihrer "Partei der Freiheit und Gerechtigkeit". Auf dem zweiten Platz landete die Partei "El Nur" der Salafisten mit etwa 20 Prozent.

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Im Vorfeld der internationalen Afghanistan-Konferenz beraten Delegierte der afghanischen Zivilgesellschaft über die Zukunft ihres Landes nach dem Abzug der internationalen Truppen. Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Verbände haben Vertreter nach Deutschland geschickt, um die Interessen der Bevölkerung zu formulieren und Empfehlungen an die Politik zu geben. An dem Forum nehmen an diesem Samstag auch Außenminister Guido Westerwelle und sein afghanischer Kollege Salmai Rassoul teil. Überschattet werden die Vorgespräche von der Entscheidung Pakistans, der Afghanistan-Konferenz am Montag fernzubleiben. Grund ist ein Nato-Angriff auf Militärposten im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan, bei dem am vergangenen Samstag mehr als 20 Soldaten getötet worden waren. Die genauen Umstände sind noch nicht geklärt. Eine Beteiligung an einer internationalen Untersuchung des Vorfalls lehnt die Regierung in Islamabad nach Angaben des amerikanischen Verteidigungsministeriums ab.

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US-Verteidigungsminister Leon Panetta hat Israel aufgefordert, die Friedensgespräche mit den Palästinensern wieder aufzunehmen. Israel müsse bereit sein, Risiken einzugehen, um wieder Bewegung in den erstarrten Friedensprozess zu bringen, sagte Panetta bei einer Veranstaltung in Washington. Zudem müsse der jüdische Staat etwas gegen seine zunehmende Isolierung im Nahen Osten tun. Ansprechpartner seien vor allem die Türkei, Ägypten und Jordanien. Der arabische Frühling sei durchaus auch eine Chance für Israel, zu einer sicheren Position in der Region zurückzufinden.

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Wegen der schweren Gewalt in Syrien hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen vor einem Abgleiten in einen Bürgerkrieg gewarnt. Angesichts der blutigen Unterdrückung der Proteste der Opposition durch das Regime von Staatschef Baschar al-Assad einigten sich die Mitglieder des Gremiums in Genf zudem auf die Ernennung eines Sonderermittlers. Die entsprechende Resolution wurde von 37 der 47 Mitglieder des Menschenrechtsrats unterstützt. Darunter waren auch die Staaten der Arabischen Liga, aber nicht Russland und China.

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Die Länder Lateinamerikas und der Karibik haben sich bei einem Gipfeltreffen in Venezuela zu einem neuen Staatenbund zusammengeschlossen. Dem Bündnis CELAC gehören 33 Länder mit insgesamt rund 550 Millionen Einwohnern an. Mexikos Präsident Felipe Calderón betonte bei dem Treffen mit seinen Kollegen in der Hauptstadt Caracas, Fundament der neuen Organisation müssten die gemeinsamen Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie sein. An diesem Samstag wollen die Gipfelteilnehmer eine Deklaration und ein Arbeitsprogramm für die CELAC verabschieden. Die nächsten Konferenzen sollen 2012 in Chile, 2013 auf Kuba und 2014 in Costa Rica stattfinden.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Eurobonds erneut abgelehnt. Eine Vergemeinschaftung der Haftung sei nach den europäischen Verträgen ausgeschlossen, sagte Schäuble der "Passauer Neuen Presse". Die deutsche Volkswirtschaft würde überfordert, wenn Deutschland für die Schulden aller Euro-Staaten garantieren solle. In Europa müssten vielmehr die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspaktes eingehalten und durchgesetzt werden. Der CDU-Politiker bekräftigte seine Forderungen nach einer Änderung der EU-Verträge.

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Die Piratenpartei Deutschland kommt an diesem Samstag zu ihrem ersten Bundesparteitag seit dem Wahlerfolg in Berlin zusammen. In Offenbach wollen die Mitglieder zwei Tage lang über die Erweiterung des Parteiprogramms in der Wirtschafts- und Sozialpolitik diskutieren. Beobachter rechnen damit, dass die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen zu einem weiteren Kernthema der Partei wird. Bislang wurden die Piraten vor allem mit dem Thema Internet in Verbindung gebracht.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend wechselhaft und regnerisch. An den Küsten und im Bergland teils schwere Sturmböen oder orkanartige Böen. - Maximal fünf bis zehn Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag weiter wechselhaft, regnerisch und sehr windig. An der See und in hohen Lagen schwere Sturmböen möglich.

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