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Nachrichten

03.11.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:45

Nachrichten von Montag, 3. November 2014 – langsam gesprochen als MP3

Separatistenführer bei umstrittener Wahl in Ostukraine bestätigt:

Aus den umstrittenen Wahlen in den prorussischen Gebieten in der Ostukraine sind die bisherigen Separatistenführer erwartungsgemäß als Sieger hervorgegangen. In der selbst ernannten Volksrepublik Donezk wurde Alexander Sachartschenko als "Republikchef" bestätigt, wie die Wahlleitung mitteilte. In der benachbarten "Volksrepublik" Luhansk gewann laut Nachwahlbefragungen der Rebellenführer Igor Plotnizki. Der prowestliche ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte die Abstimmung als illegal bezeichnet und für ungültig erklärt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte der Deutschen Welle, die sogenannte Wahl verstoße gegen Buchstaben und Geist der Vereinbarung von Minsk. Am Rande eines Besuchs in Indonesien warnte Steinmeier zudem Russland davor, die Separatisten weiter zu ermuntern. Dies sei eine Belastung für den Entspannungsprozess. Das russische Außenministerium bekräftigte, dass es den Willen der Wähler in der Ostukraine achte. Bei der Abstimmung waren nur prorussische Kräfte angetreten.

Ponta und Iohannis müssen in Rumänien in Stichwahl:

Bei der Präsidentenwahl in Rumänien liegt nach Teilergebnissen wie erwartet Regierungschef Victor Ponta vorn. Nach Auszählung von knapp einem Fünftel der Wahllokale kam der sozialistische Politiker, dem Kritiker eine Förderung der Korruption vorwerfen, auf 37,5 Prozent der Stimmen. Demnach verfehlte er aber die absolute Mehrheit und muss sich in zwei Wochen einer Stichwahl mit seinem stärksten Rivalen Klaus Iohannis stellen. Der deutschstämmige Bürgermeister von Hermannstadt (Sibiu), der von zwei Mitte-Rechts-Parteien unterstützt wird, erhielt 30,3 Prozent. Das teilte das Zentrale Wahlbüro in Bukarest mit. Der jetzige Präsident Traian Basescu ist seit 2004 Staatsoberhaupt und darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

Militärführung sagt Einheitsregierung in Burkina Faso zu :

Nach dem Umsturz in Burkina Faso hat die Armee eine Einheitsregierung zugesagt. Ein "Übergangsgremium" werde einberufen, um die Neuordnung zu organisieren, sagte Oberst Auguste Barry nach einem Treffen mit Vertretern der Opposition. Am Sitz des nationalen Rundfunks in der Hauptstadt Ouagadougou wurde am Abend ein junger Mann erschossen. Die Hintergründe sind unklar. Die Armee hatte zuvor die Rundfunkanstalt besetzt. Staatschef Blaise Compaoré war am Freitag nach Protesten gegen eine geplante Verfassungsänderung zurückgetreten, die ihm nach 27 Jahren an der Macht eine weitere Amtszeit ermöglichen sollte. Die Armee übernahm daraufhin die Macht, die Opposition forderte jedoch einen zivilen Übergangsprozess und demonstrierte dafür am Sonntag in Ouagadougou mit einer Großkundgebung. Compaoré floh inzwischen in die benachbarte Elfenbeinküste. Die EU forderte, dass in Burkina Faso das Recht auf "friedliche Demonstrationen" gewährleistet werden müsse.

Steinmeier will Zusammenarbeit mit Indonesien verstärken:

Deutschland will im maritimen Wirtschaftsbereich stärker mit Indonesien zusammenarbeiten. Das betonten Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und seine indonesische Kollegin Retno Marsudi nach einem Treffen in Jakarta. Die Minister sprachen dabei auch über die Vertiefung der Strategischen Partnerschaft, die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch 2012 mit dem damaligen Präsidenten vereinbart hatte. Dabei geht es um mehr Zusammenarbeit unter anderem bei Handel, Technologie und Bildung. Der neue Präsident Joko Widodo hat die Stärkung des Maritimsektors zu einem strategischen Ziel erklärt. Indonesien besteht aus mehr als 17.000 Inseln, die sich von West nach Ost über mehr als 5000 Kilometer erstrecken.

Erste Angriffe kanadischer Kampfjets gegen IS im Irak:

Erstmals haben auch kanadische Kampfflugzeuge Luftangriffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak geflogen. Zwei CF-18-Jets hätten IS-Ziele in der Nähe der Stadt Falludscha rund 70 Kilometer westlich von Bagdad bombardiert, teilte Verteidigungsminister Rob Nicholson mit. Der Einsatz zeige die Entschlossenheit Kanadas, mit seinen Verbündeten den Terrorismus zu bekämpfen. Die konservative Regierung hatte Anfang Oktober angekündigt sich an den Luftangriffen zu beteiligen, die von den USA mit Unterstützung arabischer und europäischer Staaten geflogen werden. Der IS hatte in den vergangenen Monaten die Kontrolle über weite Teile des Nordirak und Syriens übernommen.

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