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Nachrichten

03.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im Zeichen der europäischen Schuldenkrise beginnt heute im südfranzösischen Cannes das Gipfeltreffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20). Bei den zweitägigen Beratungen geht es um Maßnahmen für Wachstum und Beschäftigung. Deutschland strebt eine weltweite Sanierung der Staatsfinanzen, eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte sowie eine weltweite Besteuerung von Finanzgeschäften an. Vor dem offiziellen Beginn am Mittag will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Barack Obama treffen. Obama hofft, dass von dem Gipfeltreffen Signale ausgehen, von denen auch die lahmende US-Konjunktur profitieren könnte.

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Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, schließt einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone nicht aus. Das von einer Staatspleite bedrohte Land könne "nicht um jeden Preis" Mitglied der Eurozone bleiben, sagte Juncker im deutschen Fernsehen. Griechenland müsse sämtliche Auflagen erfüllen, die mit dem Erhalt weiterer internationaler Finanzhilfe verbunden sind, so Juncker. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte angekündigt, die Griechen in einem Volksentscheid über das neue EU-Hilfspaket und die damit verbundenen Sparmaßnahmen entscheiden zu lassen. Bei einem Krisentreffen im südfranzösischen Cannes hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy klargestellt, das Referendum könne nur über einen Verbleib Griechenlands in der europäischen Währungsunion abgehalten werden.

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Auf einer Sondersitzung hat das italienische Kabinett Sparmaßnahmen beschlossen, die dem Land aus der Schuldenkrise helfen sollen. Unter anderem sind der Verkauf von Staatseigentum sowie Anreize für Investitionen in die Infrastruktur und die Liberalisierung des Arbeitsmarktes vorgesehen. Die Maßnahmen sollen in einen Haushaltsentwurf einfließen, über den das Parlament bis Jahresende abstimmen muss. Ein zunächst angekündigtes Dekret, das sofortige Anti-Krisen-Maßnahmen in Kraft gesetzt hätte, wurde dagegen nicht verabschiedet. Wegen seiner gewaltigen Schulden und seines schleppenden Wirtschaftswachstums gilt Italien als das nächste Krisenland in der Eurozone, das auf Hilfen angewiesen sein könnte. Beim letzten EU-Gipfel in Brüssel hatte Berlusconi den Partnern zwar neue Reformen zugesagt, Einzelheiten blieb er jedoch schuldig.

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Tausende Demonstranten der auch international beachteten Anti-Wall-Street-Bewegung sind im kalifornischen Oakland bei San Francisco gegen die Macht der Banken und soziale Ungleichheit auf die Straße gegangen. Ihnen schlossen sich auch Lehrer mit Forderungen nach mehr Geld für die öffentliche Bildung an. Die Protestmärsche legten nach Auskunft der örtlichen Behörden zeitweise einen der größten Container-Häfen der USA lahm. Vor einer Woche war in Oakland ein Protest-Camp durch die Polizei gewaltsam geräumt worden. Dabei wurde ein Mann schwer verletzt.

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Die USA haben enttäuscht auf die jüngsten israelischen Siedlungspläne in Jerusalem und im palästinensischen Westjordanland reagiert. Derart einseitige Handlungen würden die Bemühungen um eine Wiederaufnahme des Friedensprozesses im Nahen Osten untergraben, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die israelische Führung ebenfalls auf, jegliche Siedlungs-Aktivität einzustellen. Auch die deutsche Regierung äußerte sich kritisch. Siedlungsbau in den besetzten Gebieten sei völkerrechtswidrig, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südosthälfte viel Sonne. Sonst wechselnd bis stark bewölkt, aber meist trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen elf und 19 Grad. Die Aussichten für Freitag: Im Westen örtlich etwas Regen möglich, im Osten durchweg trocken. Maximale Temperaturen zwischen 14 und 16 Grad.

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