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Langsam gesprochene Nachrichten

03.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:20

Nachrichten von Dienstag, 3. Oktober 2017 – langsam gesprochen als MP3

Polizei sucht nach Tatmotiv des Mörders von Las Vegas:

Nach dem verheerenden Blutbad in Las Vegas suchen die Ermittler weiter nach dem Tatmotiv des 64-jährigen Schützen. Der pensionierte, nicht vorbestrafte weiße Buchhalter aus dem US-Bundesstaat Nevada hatte in der Nacht zum Montag von seinem Hotelzimmer aus, das im 32. Stockwerk lag, auf die Besucher eines Freiluftkonzerts das Feuer eröffnet. Mindestens 59 Menschen starben, mehr als 500 wurden verletzt. Er tötete sich selbst, bevor die Polizei sein Zimmer stürmen konnte. Ermittler stellten in dem Raum 16 Schusswaffen sicher. Bei einer Razzia in Stephen Paddocks Privathaus in Mesquite 130 Kilometer von Las Vegas entfernt, fanden Beamte weitere 18 Schusswaffen, tausende Schuss Munition, den Sprengstoff Tannerit sowie Ammoniumnitrat, das zum Bombenbau verwendet wird. Auch das zweite Wohnhaus des Mannes in Reno sollte untersucht werden.

 

Trauer um Tom Petty:

Die US-Rocklegende Tom Petty ist tot. Der Musiker erlag im Alter von 66 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles den Folgen eines Herzinfarkts, wie seine Familie mitteilte. Erst vor einer Woche hatte Petty eine umjubelte Abschiedstournee mit seiner Band "The Heartbreakers" abgeschlossen. Die letzten drei ausverkauften Konzerte gaben die Rockmusiker auf der Freilichtbühne Hollywood Bowl. Zu Pettys größten Hits zählen "American Girl", "Don't Come Around Here No More", "Free Fallin" und "I Won't Back Down", das nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu einer Art zweiter Nationalhymne wurde. Seine Karriere erstreckte sich über mehr als vier Jahrzehnte. Der Sänger und Gitarrist wurde mit den "Heartbreakers" berühmt, nahm aber auch mehrere Soloalben auf. Sein Leben lang kämpfte Petty mit Depressionen und Drogenproblemen.

 

Neue Eiszeit zwischen Kuba und USA befürchtet:

Im Streit um mysteriöse Erkrankungen amerikanischer Diplomaten in Kuba wollen die USA nun zwei Drittel aller Mitarbeiter der kubanischen Botschaft in Washington ausweisen. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf den Kongress und das Außenministerium. Ressortchef Rex Tillerson hatte kürzlich angekündigt, bis die kubanische Regierung die Sicherheit von US-Diplomaten gewährleisten könne, werde die amerikanische Botschaft in Havanna nur mit einer Notbesetzung arbeiten. Mindestens 20 US-Diplomaten dort waren in den vergangenen Wochen aufgrund verschiedener Symptome wie Gehörverlust, Tinnitus, Übelkeit und Schwindel medizinisch behandelt worden. Die USA vermuten gezielte Angriffe mit unhörbaren Tönen. Amerikanische und kubanische Ermittler suchten bisher ohne Erfolg nach einer Ursache. US-Experten schließen nicht aus, dass ein Drittland oder eine abtrünnige Gruppe aus dem kubanischen Militär für die Schallattacken verantwortlich sein könnte.

 

Schäuble vertraut auf Jamaika:

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich zuversichtlich geäußert, dass eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und den Grünen zustande kommt. Es werde sich ein Weg finden, sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Jamaika liege nahe, denn man brauche eine stabile Regierung für das Land. Den unionsinternen Streit um eine jährliche Obergrenze für Flüchtlinge hält Schäuble für überflüssig. Hier werde um einen Begriff ein Scheinstreit geführt, obwohl es inhaltlich keine wirklichen Differenzen gebe. Die Obergrenze habe im nächsten Koalitionsvertrag nichts verloren. Juristen wüssten, dass überflüssige Dinge nicht extra erwähnt werden müssten. Im Umgang mit der AfD im Bundestag mahnte er zur Gelassenheit. Jeder Abgeordnete sei dem Grundgesetz verpflichtet. Der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat sei so stark, dass ihn niemand einfach so zerstören könne. Wenn das jemand vorhaben sollte, werde er scheitern, sagte der designierte Bundestagspräsident.

 

Tag der deutschen Einheit in Mainz:

Mit einem zentralen Festakt unter dem Motto "Zusammen sind wir Deutschland" wird am heutigen Dienstag in Mainz der Tag der Deutschen Einheit begangen. Zahlreiche Besucher werden in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt erwartet, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kanzlerin Angela Merkel. Die offiziellen Feiern beginnen mit einem Besuch des Gutenberg-Museums. Nach einem Ökumenischen Gottesdienst im Dom kommen die Gäste zum Festakt in der Rheingoldhalle zusammen. Zu Demonstrationen außerhalb dieses Geländes werden Hunderte Teilnehmer erwartet. Die Feiern werden von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Mehrere tausend Polizisten sind im Einsatz.

 

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