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Nachrichten

03.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Ratingagentur Moody's ist trotz des US-Schuldendeals skeptisch. Zwar gibt sie der Kreditwürdigkeit der USA weiter die Bestnote "AAA". Den weiteren Ausblick bewerte man aber negativ, teilte Moody's mit. Die Agentur warnte, es bestehe das Risiko einer Herabstufung, falls die Haushaltsdisziplin in den USA nachlassen sollte. Außerdem könnten schlechtere Konjunkturerwartungen zu einer Herabsetzung der US-Kreditwürdigkeit führen. Ähnlich äußerte sich die Ratingagentur Fitch. -- In den USA hatten sich die oppositionellen Republikaner und die Demokraten darauf verständigt, weitere 2,1 Billionen Dollar Schulden möglich zu machen, gleichzeitig wurden Einsparungen von 2,4 Billionen Dollar in den nächsten zehn Jahren vereinbart. Durch die Einigung konnte eine Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft in letzter Minute abgewendet werden. Die regierenden Demokraten konnten sich mit ihrer Forderung nach Steuererhöhungen für Reiche nicht gegen die oppositionellen Republikaner durchsetzen.

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Vor dem Hintergrund des anhaltenden internationalen Vertrauensschwundes in die Wirtschaft Italiens hat eine neue Kontrollbehörde des Landes das heimische Finanzsystem untersucht und für stabil erklärt. Dank rascher Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalbasis und der Liquidität zeigten sich die Banken solide, erklärte das erst kürzlich von Wirtschaftsminister Giulio Tremonti einberufene Gremium. Es besteht aus führenden Vertretern der Zentralbank, des Wirtschaftsministeriums sowie der Börsen- und Versicherungsaufsicht. Italien stemmt sich ähnlich wie Spanien gegen ein Überschwappen der Schuldenkrise aus den Euro-Ländern Griechenland, Irland und Portugal. Die Renditen auf Staatsanleihen des Landes waren zuletzt auf Rekordniveau gestiegen und die Bankaktien abgerutscht.

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Tausende Menschen haben gegen die Räumung eines Protest-Camps im Zentrum von Madrid protestiert. Die Polizei hatte am Dienstagabend die Zugänge zum Platz Puerta del Sol, dem Zentrum der Bewegung gegen Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise, abgeriegelt. Am Dienstagmorgen hatten Sicherheitskräfte ohne Zwischenfälle das dortige Zeltlager geräumt. Daraufhin hatte die Protestbewegung über soziale Netzwerke zu neuen Demonstrationen aufgerufen. Die Bewegung der "Empörten" hatte im Mai Zehntausende Menschen auf die Beine gebracht und weltweit für Aufsehen gesorgt. Auslöser der Protestaktionen war die Krise in Spanien. Jeder fünfte Erwerbsfähige ist ohne Job, die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei fast 45 Prozent.

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Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will den für Donnerstag angekündigten Streik der Fluglotsen auf juristischem Wege verhindern. Ein Unternehmenssprecher sagte dem Nachrichtensender N24, die DFS habe einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Die Deutsche Lufthansa warf derweil den Fluglotsen angesichts des geplanten sechsstündigen Streiks Schikane vor. Ein solcher Streik inmitten der Hauptreisezeit wäre völlig überzogen. Den Schaden hätten die Fluggäste und die Airlines zu tragen. Auch der Deutsche Reiseverband warnte vor einer Arbeitsniederlegung und rief die Tarifparteien auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nach einer Urabstimmung hatte die Gewerkschaft der Flugsicherung die Fluglotsen aufgerufen, die Arbeit am Donnerstag von sechs bis zwölf Uhr niederzulegen. Sollte es tatsächlich zum Streik kommen, könnten bis zu 2500 Flüge betroffen sein.

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Nach der EHEC-Krise zieht die Bundesregierung Konsequenzen aus der Kritik an ihrem Management. Die kurzfristig eingesetzte Bund-Länder-Task-Force, die die Quelle des gefährlichen Darmbakteriums aufspüren sollte, habe sich bewährt, sagte ein Sprecher des Verbraucherministeriums der Zeitung "Die Welt". Daher werde sie zu einem dauerhaften Instrument weiterentwickelt. Die Sondereinheit solle künftig im Falle von Seuchenausbrüchen oder Lebensmittelskandalen zum Einsatz kommen. Ihr Standort könne das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Berlin werden. Das Robert Koch-Institut hatte den Ausbruch der EHEC-Darmbakterien in Deutschland am 26. Juli für beendet erklärt. Seit Mitte Mai wurden 3469 EHEC-Fälle nachgewiesen. 50 Patienten starben an der Infektion.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Osthälfte freundlich mit längeren sonnigen Abschnitten. Im Westen und Südwesten teils kräftige Schauer und Gewitter. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 20 und 28 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Donnerstag zieht von Westen nach Osten ein Regengebiet mit Schauern und Gewittern über Deutschland hinweg. Dahinter lockert es wieder auf. Die Maximalwerte liegen bei 21 bis 28 Grad.

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