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Nachrichten

03.07.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:29

Nachrichten von Donnerstag, 3. Juli 2014 – langsam gesprochen als MP3

Ausschreitungen in Ost-Jerusalem:

Nach dem Fund der Leiche eines jungen Arabers ist es in der Nacht zum Donnerstag in Ost-Jerusalem erneut zu Ausschreitungen gekommen. Dutzende jugendliche Palästinenser bewarfen die israelische Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern. Aus dem Gazastreifen wurden erneut Raketen auf den Süden des Landes geschossen, die israelische Luftwaffe reagierte darauf mit zahlreichen Einsätzen gegen mutmaßliche Stellungen der Hamas. Zuvor hatte die israelische Armee angekündigt gegen antiarabische Hetze in den eigenen Reihen vorzugehen. Der Sprecher reagierte damit auf die Appelle in sozialen Netzwerken, "Rache" für die Entführung und Ermordung dreier jugendlicher Talmudschüler zu üben. Die israelische Justizministerin Tzipi Livni forderte, dass sich an der Online-Kampagne beteiligte Soldaten notfalls vor Gericht verantworten müssten. Die Rechtsberater der Regierung, die Generalstaatsanwaltschaft und die Polizei sollen nun entsprechende Ermittlungen aufnehmen.

USA wollen Sicherheit an Flughäfen im Ausland erhöhen:

Aus Angst vor möglichen Bombenanschlägen wollen die USA die Sicherheit an ausländischen Flughäfen erhöhen. Von Extremisten ausgetüftelte Sprengstoffe, die bei Sicherheitskontrollen unerkannt bleiben könnten, machten diesen Schritt notwendig, erklärte Heimatschutzminister Jeh Johnson in Washington. Einem Ministeriumsvertreter zufolge sollen innerhalb der nächsten zwei Wochen vor allem Airports in Europa und im Nahen Osten sowie Fluggesellschaften angewiesen werden, die Sicherheitschecks auszubauen. In Medienberichten heißt es ergänzend, dass insbesondere Schuhe und elektronische Geräte von Passagieren genauer untersucht würden. Hintergrund der Initiative seien Geheimdiensthinweise, nach denen eine besonders extreme Untergruppe syrischer Terroristen in Zusammenarbeit mit jemenitischen Al-Kaida-Kämpfern neue "kreative" Bomben entwickele.

Erneute Verhandlungen über Waffenstillstand mit Russland:

Russland und die Ukraine wollen einen weiteren Waffenstillstand vereinbaren. Bis Samstag solle in einer Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe eine beidseitige Waffenruhe ausgehandelt werden. Darauf einigten sich die Parteien unter deutsch-französischer Vermittlung nach einem Treffen in Berlin. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte zuvor die Beteiligten zu der kurzfristig anberaumten Krisensitzung eingeladen. Die Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und den prorussischen Separatisten im Osten des Landes gehen ungeachtet der diplomatischen Bemühungen weiter. Die Armeeführung in Kiew teilte mit, dass die Stellungen der prorussischen Aufständischen weiter unter Feuer genommen würden.

Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea:

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping ist zu einem zweitägigen Besuch in Südkorea eingetroffen. Auf dem Programm steht unter anderem ein Treffen mit Staatschefin Park Geun Hye. Themen sind die bilateralen Beziehungen und der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm. China ist der wichtigste Verbündete des kommunistischen Nordkoreas, doch mehrten sich zuletzt die Anzeichen, dass Peking mit der konfrontativen Politik Pjöngjangs nicht einverstanden ist. Dort wird es Experten zufolge als Affront wahrgenommen, dass Xi als Ziel seiner ersten Korea-Reise seit seinem Amtsantritt 2013 den Süden und nicht den Norden auswählte. Am Montag hatte die nordkoreanische Führung Südkorea überraschend ein Ende der militärischen und verbalen Provokationen vorgeschlagen. Südkorea wies den Vorschlag jedoch zurück und forderte, dass Pjöngjang zunächst sein Atomwaffenprogramm beenden müsse. Daraufhin testete Nordkorea wieder Kurzstreckenraketen.

Gesundheitsminister beraten über Ebola-Ausbruch:

Die Gesundheitsminister aus elf westafrikanischen Ländern beraten seit Mittwoch in Ghana über den jüngsten Ebola-Ausbruch. Während der zweitägigen Konferenz in Ghanas Hauptstadt Accra wollen die Teilnehmer einen Aktionsplan beschließen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat zu der Konferenz eingeladen und spricht von einem "entscheidenden" Treffen. Durch die Viruserkrankung sind mittlerweile in Guinea, Sierra Leone und Liberia nach Angaben der WHO fast 470 Menschen gestorben. Es handelt sich um den schwersten Ausbruch der Krankheit seit dem ersten Auftreten im Jahr 1976. Nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist die Epidemie inzwischen außer Kontrolle.

Bundestag verabschiedet Mindestlohn und Doppelpass-Gesetz:

Der Bundestag wird an diesem Donnerstag das Mindestlohngesetz verabschieden. Nach dem Entwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles soll der Mindestlohn ab dem 1. Januar kommenden Jahres 8,50 Euro betragen. Es gibt allerdings auch umstrittene Ausnahmen sowie Sonderregelungen für Saisonarbeiter und Zeitungsausträger. Kurz vor der parlamentarischen Sommerpause stimmt der Bundestag zudem über das Doppelpass-Gesetz ab. Die Novelle sieht vor, dass in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder von Zuwanderern künftig neben der deutschen auch die Staatsbürgerschaft ihrer Eltern behalten können. Diese Regelung soll allerdings an eine Reihe von Bedingungen geknüpft sein.

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