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Nachrichten

03.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bei der Parlamentswahl in Thailand zeichnet sich ein klarer Sieg der Oppositionspartei Pheu Thai des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra ab. Jüngste Resultate der Wahlkommission sehen sie stabil bei rund 50 Prozent der Stimmen und geben ihr etwa die Hälfte der 500 Sitze. Den regierenden Demokraten werden nur etwa 160 Mandate vorhergesagt. Oppositionsspitzenkandidatin Yingluck Shinawatra, die 44-jährige Schwester Thaksins, könnte damit nach der Regierungsmacht greifen. Der Politiker und Milliardär versicherte aus dem Exil in Dubai, man hege keine Rachegedanken und strebe nach Versöhnung zum Wohle des Volkes. Ministerpräsident Abhisit Vejjavija gestand seine Niederlage unterdessen ein und versprach in Bangkok, seine Partei werde eine Rolle als "konstruktive Opposition" übernehmen. --- Bei Zusammenstößen zwischen den konkurrierenden Lagern in Thailand waren allein im vergangenen Jahr mehr als 90 Menschen getötet worden.

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Griechenland wird nach Einschätzung von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker im Zuge der internationalen Rettungsmaßnahmen einen Teil seiner Souveränität verlieren. Dies sei notwendig, weil die Schuldenkrise des Landes mit vereinten Kräften beseitigt werden müsse, sagte Junker dem Nachrichtenmagazin "Focus". Konkret kritisierte Luxemburgs Ministerpräsident das griechische System der Steuererhebung, das nicht in vollem Umfang funktioniere. Auch brauche das Land für die anstehende Privatisierung von Staatseigentum eine Lösung nach dem Vorbild der deutschen Treuhandanstalt. Diese Behörde sollte volkseigene Betriebe der untergehenden DDR seinerzeit in die Privatisierung führen. - Juncker zeigte sich grundsätzlich aber zuversichtlich, dass die in die Wege geleitete Hilfe für Griechenland zum Erfolg führen werde. Die Euro-Finanzminister hatten am Samstag einen neuen Kredit in Höhe von zwölf Milliarden Euro freigegeben und damit eine Staatspleite vorerst abgewendet.

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Die Bundesregierung erwägt, das Afghanistan-Kontingent der Bundeswehr zur Jahreswende um rund 500 Soldaten zu reduzieren. Dies sei der Rahmen, an dem man sich orientieren könne, sagte Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker im Deutschlandfunk. Damit würde die Bundeswehr jene Zahl an Soldaten wieder zurückholen, die sie im vergangenen Jahr zusätzlich nach Afghanistan entsandt hatte. Unzufrieden zeigte sich der Generalinspekteur über die Ankündigung der USA, bis zum Sommer nächsten Jahres rund 33.000 Soldaten vom Hindukusch abzuziehen. Man hätte ein etwas gestreckteres Zeitfenster erwarten können, so Wieker. Auch die Reduzierung des Bundeswehrkontingents hänge noch davon ab, was die USA aus dem Norden abzögen und wie sich die Partnerländer verhielten, mit denen die Bundeswehr in der Region zusammenarbeite.

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Die Deutsche Bahn hat nach Recherchen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" die Kosten für das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" über Jahre deutlich niedriger angegeben als intern errechnet. Dies gehe aus seit 2002 erstellten Protokollen und Berechnungen von Bahn-Tochterunternehmen hervor, berichtet das Magazin. So seien schon vor zwei Jahren die Kosten für den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs intern mit über fünf Milliarden Euro berechnet worden. Damit hätte das Projekt aber nach den eigenen Vorgaben der Bahn beendet werden müssen, weil die Obergrenze bei 4,5 Milliarden Euro liegt. Das Staatsunternehmen wollte sich gegenüber dem "Spiegel" zu Details nicht äußern. Generell seien unterschiedliche Investitionssummen jedoch nicht ungewöhnlich, weil sie sich aus unterschiedlichen Planungsständen ergäben, so ein Bahn-Sprecher.

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Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat angesichts der fortschreitenden Erderwärmung mehr Fortschritte für einen globalen Klimaschutz angemahnt. Es sei eine Menschheitsaufgabe, den Klimawandel zu begrenzen, sagte der CDU-Politiker am Rande des 2. Petersberger Klimadialogs, zu dem Vertreter von rund 35 Staaten in Berlin zusammengekommen sind. Für den Nachmittag ist eine Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel geplant. Mit dem Petersberger Klimadialog soll der nächste UN-Klimagipfel Ende des Jahres im südafrikanischen Durban vorbereitet werden. Im Kern geht es darum, Kompromissmöglichkeiten für ein verbindliches Klimaschutzabkommen auszuloten, das auch Staaten wie die USA umfasst, die sich nicht im Rahmen des Kyoto-Protokolls zu einer Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen verpflichtet haben.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielerorts Regen oder Schauer, nur im Südwesten sowie Richtung Allgäu teils länger heiter und trocken. Höchstwerte 13 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag in der Nordosthälfte häufig bewölkt mit örtlichen Schauern. Im Südwesten ist es meist freundlich. Die Maximaltemperaturen erreichen Werte von 16 bis 26 Grad.

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