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Langsam gesprochene Nachrichten

03.06.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:32

Nachrichten von Samstag, 3. Juni 2017 – langsam gesprochen als MP3

Musikfestival am Nürburgring wegen Terrorwarnung unterbrochen:

Die Polizei hat nach eigenen Angaben Hinweise für eine Terrorbedrohung des Musikfestivals "Rock am Ring" erhalten. Die Veranstaltung am Nürburgring in der Eifel wurde unterbrochen, die Besucher mussten das Gelände verlassen. Einen Zeitungsbericht, nach dem zwei Mitarbeiter eines Subunternehmers des Veranstalters verhört wurden, wollte die Polizei weder bestätigen noch dementieren. Die Behörden betonten, die Unterbrechung sei erfolgt, um eine Gefährdung von Festivalbesuchern so weit wie möglich auszuschließen. Mit Blick auf den Selbstmordanschlag nach einem Popkonzert in Manchester sei das Sicherheitskonzept für "Rock am Ring" aktualisiert worden. Das populäre Rock-Festival hatte am Freitag begonnen und sollte bis Sonntag dauern. Ob es fortgesetzt wird, soll an diesem Samstag bekannt geben werden.

 

Mattis verurteilt Pekings Vorgehen im Südchinesischen Meer:

US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat Chinas Politik im Territorialstreit um das Südchinesische Meer scharf kritisiert. Die "Militarisierung" von Inseln in internationalen Gewässern gefährde die regionale Stabilität, sagte Mattis bei einer Sicherheitskonferenz in Singapur. Er warf Peking vor, gegen das internationale Recht zu verstoßen. Im Südchinesischen Meer, in dem auch andere Staaten territoriale Ansprüche erheben, lässt China seit längerem künstliche Inseln aufschütten. Die USA werfen Peking vor, dort vor allem militärisch nutzbare Einrichtungen wie Landepisten, Radartürme, Bunker und Geschützstellungen anzulegen. Beim sogenannten Shangri-La-Dialog hob Mattis zugleich die Bereitschaft Chinas hervor, sich für ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms einzusetzen. Pjöngjangs Politik sei "eine Bedrohung für uns alle", sagte er. Die internationale Gemeinschaft müsse daher zusammenarbeiten, um diese Gefahr zu bannen. 

 

Keine gemeinsame Klima-Erklärung von EU und China:

Ein Handelsstreit zwischen der EU und China hat eine gemeinsame Stellungnahme zum Weltklimavertrag verhindert. China pocht darauf, als Marktwirtschaft behandelt zu werden, was dem Land beim Beitritt zur Welthandelsorganisation (WHO) zugesagt worden war. Die EU weigert sich aber, das Land als solche anzuerkennen. Dies ermöglicht es ihr, Schutzzölle auf chinesische Produkte wie etwa Stahl aufzuschlagen. Peking sieht das als versteckten Protektionismus an. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker forderte auf dem EU-China-Gipfel in Brüssel wiederum einen besseren Marktzugang für europäische Firmen in China. Die gemeinsame Klimaschutz-Erklärung mit China war von EU-Vertretern als Reaktion auf den von US-Präsident Donald Trump verkündeten Rückzug der USA aus dem Weltklimavertrag angekündigt worden.

 

Erstmals offen homosexueller Premierminister für Irland:

Erstmals wird künftig ein Homosexueller mit Migrationshintergrund an der Spitze des vorwiegend katholischen Irland stehen. Die Regierungspartei Fine Gael nominierte den bisherigen Sozialminister Leo Varadkar als Parteivorsitzenden und damit als Regierungschef. Der Sohn eines indischen Einwanderers und einer irischen Mutter soll am 13. Juni offiziell zum Premierminister gewählt werden, wenn das irische Parlament nach einer einwöchigen Pause wieder zusammentritt. Der 38-Jährige löst Enda Kenny ab, der seit Monaten wegen seiner Rolle in einer Schmutzkampagne gegen einen Polizei-Whistleblower unter Druck stand.

 

Iran hält sich an Atomabkommen:

Der Iran hält nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA die Auflagen aus dem Atomabkommen ein. Die iranischen Vorräte an angereichertem Uran seien unter der erlaubten Höchstmenge von 300 Kilogramm, teilte die IAEA mit. Hoch angereichertes Uran oder Plutonium ist für die Produktion von Atomwaffen nötig. Der Vorrat an schwerem Wasser lag demnach knapp unter der vorgeschriebenen Grenze von 130 Tonnen. Schwerwasser wird in Reaktoren verwendet, die atomwaffenfähiges Plutonium herstellen können. Mit dem Wiener Atomabkommen zwischen dem Iran auf der einen und den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland auf der anderen Seite soll sichergestellt werden, dass Teheran keine Atombomben bauen kann. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gegen das Land gelockert.

 

Parlamentswahl beginnt in Malta:

Malta wählt an diesem Samstag vorzeitig ein neues Parlament. Premierminister Joseph Muscat und seine sozialdemokratische Labour-Partei hoffen trotz der Korruptionsvorwürfe gegen Muscats Familie auf eine Wiederwahl. Gegen Muscat tritt der Oppositionsführer Simon Busuttil an, der Chef der konservativ-christlichen Partei Partit Nazzjonalista. Das kleinste EU-Land hat eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Europa.

 

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