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Nachrichten

03.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:00

Nachrichten von Dienstag, 3. Juni 2014 – langsam gesprochen als MP3

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US-Präsident Barack Obama wird an diesem Dienstag zum Auftakt seiner Europareise Polen besuchen. In der Hauptstadt Warschau will er den Angaben zufolge an den Feierlichkeiten anlässlich der ersten demokratischen Wahlen nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft vor 25 Jahren teilnehmen. Dabei werde er mehrere Staats- und Regierungschefs aus Zentral- und Osteuropa treffen, unter anderem den neugewählten ukrainischen Präsidenten Poroschenko. Im Vorfeld der Reise hatte Obama die gemeinsamen demokratischen Überzeugungen mit Europa betont. Am 7. Juni wird der US-Präsident in Frankreich an der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Alliierten-Landung in der Normandie teilnehmen.

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Der UN-Sicherheitsrat hat sich erstmals mit einem russischen Resolutionsentwurf zur Ukraine-Krise befasst. In dem Papier fordert die Regierung in Moskau ein Ende der Kämpfe im Osten der Ukraine und die Einrichtungen von Sicherheitskorridoren, um humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten zu ermöglichen. Der britische UN-Botschafter Mark Lyall Grant sagte nach ersten informellen Beratungen, der Entwurf habe wenig Unterstützung gefunden. Die USA warfen Russland Scheinheiligkeit vor. Denn Moskau unternehme nichts, um die prorussischen Separatisten in der Ukraine an neuen Angriffen zu hindern, erklärte US-Außenamtssprecherin Jen Psaki.

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Stärker als je zuvor blockieren Chinas Zensurbehörden den Zugang zu Diensten des US-Internetkonzerns Google. Die Sperren stehen möglicherweise im Zusammenhang mit dem bevorstehenden 25. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking am 4. Juni 1989. Die Zensur behindert seit dem Wochenende fast alle Google-Dienste wie Suche, Gmail oder Maps, wie die Webseite Greatfire.org berichtete, die chinesische Zensurmaßnahmen analysiert. Aus Anlass des Jahrestages des Massakers wurden in der kommunistischen Volksrepublik zudem die Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft. Zahlreiche Regierungskritiker wurden landesweit festgenommen, unter Hausarrest gestellt, verhört oder verwarnt.

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In Syrien finden an diesem Dienstag Präsidentenwahlen statt. Eine dritte siebenjährige Amtszeit für Staatschef Baschar al-Assad gilt als sicher. Angesichts des seit rund drei Jahren andauernden Bürgerkriegs mit mehr als 160.000 Toten und Millionen von Flüchtlingen bezeichnet die Opposition die Abstimmung als Farce und ruft zum Boykott auf. Die Wahl findet nur in Gebieten statt, in denen die Regierungstruppen die Macht haben.

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Frankreichs Präsident François Hollande hat eine große Gebietsreform vorgeschlagen. Die Zahl der Regionen solle von derzeit 22 auf 14 verringert werden, schrieb Hollande in einem Beitrag, der in mehreren regionalen Tageszeitungen erschienen ist. Das Projekt ermögliche es, Regionen von europäischer Größe zu schaffen, so der sozialistische Politiker. Hollande schlägt beispielsweise vor, das Elsass mit Lothringen zusammenzulegen. Als Hintergrund der geplanten Reform gelten vor allem die Schuldenprobleme Frankreichs. Die Verschlankung der Verwaltung soll einen Beitrag dazu leisten, bis 2017 rund 50 Milliarden Euro einzusparen.

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Ägyptens bekanntester Satiriker, Bassem Youssef, hat das Ende seiner Fernsehshow "Das Programm" angekündigt. Er habe Angst um die Sicherheit seiner Familie und fühle sich müde, sagte er in der Hauptstadt Kairo. Zuletzt war seine wöchentliche Satire vom saudi-arabischen Sender MBC ausgestrahlt worden. Allerdings hatte sich der Druck auf Youssef erhöht, nachdem er sich über die Wahl des ehemaligen Armeechefs Abdul Fattah al-Sisi zum Präsidenten lustig gemacht hatte. Der Herzchirurg Youssef war nach dem Sturz des früheren Präsidenten Hosni Mubarak im Februar 2011 durch seine pointierten Kommentare zu einem der beliebtesten Fernsehstars im arabischen Raum aufgestiegen. Die Zweitverwertungsrechte an seiner Show hatte sich das arabische Programm der Deutschen Welle (DW) gesichert.

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